Zum Inhalt springen
Stündlich aktualisiert

Sport · Frauen-Bundesliga

Wolfsburg und Bayern gewinnen vor dem Gipfel

Der VfL Wolfsburg schlägt Eintracht Frankfurt 3:1, Bayern München bezwingt Werder Bremen ebenfalls 3:1. Vor dem direkten Duell bleibt der Abstand an der Spitze unverändert.

Presseonline-Redaktion · · 3 Min. Lesezeit

Symbolbild: Zwei Spitzenteams der Frauen-Bundesliga bereiten sich auf ein wichtiges Ligaduell vor.
Symbolbild: Zwei Spitzenteams der Frauen-Bundesliga bereiten sich auf ein wichtiges Ligaduell vor. KI-generiert

Der VfL Wolfsburg und der FC Bayern München haben ihre Aufgaben vor dem direkten Aufeinandertreffen in der Frauen-Bundesliga gelöst. Wolfsburg gewann am Freitagabend bei Eintracht Frankfurt 3:1 und festigte damit Rang zwei. Spitzenreiter Bayern setzte sich parallel gegen Werder Bremen ebenfalls mit 3:1 durch. Der Abstand zwischen den Münchnerinnen und Wolfsburg beträgt weiter drei Punkte, Frankfurt liegt nach der Heimniederlage nun sieben Zähler hinter dem VfL.

Peddemors prägt Wolfsburgs Auftritt

Vor 4.102 Zuschauerinnen und Zuschauern im Stadion am Brentanobad erwischte Frankfurt zunächst den aktiveren Start. Die erste klare Wirkung erzielte aber Wolfsburg. Ella Peddemors brachte den VfL in der 13. Minute mit dem ersten gefährlichen Angriff in Führung. Nach Vorarbeit von Svenja Huth kam die Niederländerin im Strafraum zum Abschluss und traf zum 1:0.

Frankfurt blieb nach dem Rückstand im Spiel und kam in der 27. Minute zurück. Amanda Ilestedt köpfte nach einer Ecke von Nina Lührßen zum Ausgleich ein. Kurz zuvor war die Schwedin bereits an Wolfsburgs Torhüterin Stina Johannes gescheitert. Bis zur Pause blieb die Partie offen, Frankfurt hatte durch Laura Freigang eine gute Gelegenheit, als sie kurz vor dem Tor den Ball nicht richtig traf.

Nach dem Seitenwechsel nutzte Wolfsburg die nächste Umschaltsituation. Smilla Vallotto erzielte in der 50. Minute das 2:1. Peddemors entschied die Partie in der 70. Minute mit ihrem zweiten Treffer. Ihr Freistoß aus rund 20 Metern landete im Eck. Für die Mittelfeldspielerin waren es bereits die Saisontore zehn und elf im neunten Ligaeinsatz. Dazu kommen drei Vorlagen. In der Torschützinnenliste baute sie ihre Führung aus.

Peddemors sagte nach der Partie: „Ich glaube, wir sind gut im Flow.“ Mit Blick auf das Spitzenspiel am kommenden Samstag ergänzte sie: „Es ist immer gut, so ein gutes Gefühl mitzunehmen.“ Für Wolfsburg war es der neunte Pflichtspielsieg nacheinander.

Bayern muss lange zittern

Auch Bayern München gewann 3:1, musste gegen Werder Bremen aber bis in die Schlussphase auf die Entscheidung warten. Edna Imade brachte die Münchnerinnen in der 21. Minute in Führung. Bremen glich kurz nach der Pause durch Elena Dhont aus. Erst spät sorgten Linda Dallmann in der 84. Minute und Jovana Damnjanović in der 87. Minute für den Heimsieg.

Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte die Rückkehr von Giulia Gwinn. Die DFB-Kapitänin war Anfang Oktober wegen eines Außenbandrisses im linken Sprunggelenk ausgefallen. Gegen Bremen wurde sie in der 63. Minute eingewechselt.

Die Münchnerinnen bleiben damit weiter ungeschlagen. Ihre Serie in der Bundesliga umfasst saisonübergreifend nun 51 Spiele ohne Niederlage. Vor dem Duell mit Wolfsburg wartet auf Bayern allerdings noch eine internationale Aufgabe: Am Dienstag spielt das Team in der Champions League bei Paris Saint-Germain.

Gipfel mit klarer Ausgangslage

Die Tabellensituation hat sich durch die beiden 3:1-Siege an der Spitze nicht verändert. Bayern geht mit drei Punkten Vorsprung in das direkte Duell mit Wolfsburg. Der VfL hat sich zugleich von Frankfurt abgesetzt und den zweiten Platz gefestigt.

Für Frankfurt ist die Niederlage ein Rückschlag im Kampf um die Spitzenplätze. Die Eintracht hielt in der ersten Hälfte gut dagegen, konnte Wolfsburgs Effizienz nach der Pause aber nicht mehr ausgleichen. Wolfsburg reist nun mit einer langen Siegesserie und einer besonders formstarken Peddemors zum Spitzenspiel. Bayern bleibt trotz eines mühsamen Erfolgs das Team, das in der Liga weiter gejagt wird.