Sport · Bundesliga am Freitag
HSV führt früh gegen Gladbach
Der Hamburger SV führt am Freitagabend im Bundesliga-Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach nach gut einer halben Stunde mit 1:0. Miro Muheim brachte die Hamburger im Volksparkstadion in der elften Minute in Führung. Die Partie ist bislang schnell, offen und von mehreren guten Chancen auf beiden Seiten geprägt.
Muheim trifft aus der Distanz
Der HSV erwischte in Hamburg einen aktiven Beginn, musste aber früh auch die erste gefährliche Szene der Gäste überstehen. Nach einem langen Ball kam Mönchengladbach über Robin Hack in eine gute Position. Der anschließende Abschluss von Shuto Machino aus dem Strafraum ging knapp am Tor vorbei.
Kurz darauf hatte Hamburg selbst die erste große Möglichkeit. Nach einem missglückten Rückpass von Joe Scally lief Patson Daka frei auf Gladbachs Torwart Moritz Nicolas Batz zu. Batz verkürzte den Winkel und blockte den Versuch aus kurzer Entfernung.
In der elften Minute fiel dann das 1:0. Muheim nahm aus der Distanz Maß und traf flach ins rechte Eck. Der Schuss war hart und präzise, Batz kam nicht mehr entscheidend heran. Für den HSV war es ein früher Wirkungstreffer in einem Spiel, das von Beginn an wenig Leerlauf bot.
Gladbach drängt auf den Ausgleich
Mönchengladbach ließ sich vom Rückstand nicht aus der Partie nehmen. Die Gäste kamen mehrfach in Abschlusspositionen und setzten Hamburgs Defensive unter Druck. Besonders gefährlich wurde es in der 21. Minute, als Kento Uno vom rechten Strafraumeck abzog. HSV-Torwart Daniel Heuer Fernandes lenkte den Ball noch entscheidend ab. Nach der folgenden Ecke kam Florian Neuhaus zum Abschluss, verfehlte das Ziel aber knapp.
Auch Nathan Ngoumou, Robin Hack und Lukas Ullrich waren an Offensivaktionen beteiligt. Hack prüfte Heuer Fernandes später erneut mit einem kräftigen Schuss auf das kurze Eck. Der Hamburger Torwart war zur Stelle. Bei einem weiteren Angriff wurde ein Gladbacher Trefferansatz durch eine Abseitsposition entschärft.
Hamburg blieb ebenfalls gefährlich. Eine Kombination über die linke Seite brachte Zakaria El Ouahdi in eine gute Schussposition, doch Batz reagierte schnell und verhinderte den Einschlag. Muheim suchte zudem ein weiteres Mal den Abschluss aus der zweiten Reihe, wurde dabei aber geblockt.
Hohes Tempo und viele Zweikämpfe
Das Spiel bleibt bis zur 31. Minute intensiv. Beide Teams schalten nach Ballgewinnen schnell um, was immer wieder Räume öffnet. Schiedsrichter Sven Jablonski ließ in mehreren Szenen weiterlaufen oder entschied ohne persönliche Strafe. Nach einem Foul von Ko Itakura an der Seitenlinie blieb eine Verwarnung aus, obwohl die Hamburger Bank und Teile des Publikums deutlich reagierten.
Für den HSV stehen Sebastian Bornauw, Zakaria El Ouahdi und Patson Daka in der Startelf. Trainer Merlin Polzin hatte im Vergleich zur jüngsten Niederlage in Frankfurt auf drei Positionen gewechselt. Unter anderem begannen Jordan Torunarigha, Louis Lemke und Terem Moffi auf der Bank. Bei Gladbach rückte Itakura in die Innenverteidigung, weil Daiki Hashioka verletzt fehlt.
Druck im Tabellenkeller
Die Partie hat für beide Vereine große Bedeutung. Hamburg war mit neun Punkten als Tabellen-15. in den Spieltag gegangen. Nach drei Pflichtspielniederlagen in Serie wollte der HSV die Negativphase stoppen. Zuvor hatte die Mannschaft drei Siege nacheinander gefeiert, danach aber in Paderborn sowie zweimal gegen Frankfurt verloren.
Mönchengladbach steht ebenfalls unter erheblichem Druck. Nach sechs Niederlagen zum Saisonstart hatten die Borussen zuletzt in der Liga in Stuttgart gewonnen und im Pokal gegen Karlsruhe nachgelegt. Gegen Paderborn reichte es anschließend nur zu einem 0:0. Mit einem Auswärtssieg könnte Gladbach den letzten Platz vorübergehend verlassen und den Rückstand auf Hamburg verkürzen.
Auch die Vorgeschichte des Duells ist bemerkenswert. Zwischen Hamburg und Mönchengladbach gab es bereits mehr als 100 Pflichtspielbegegnungen. In der Vorsaison endeten beide Bundesligaspiele torlos. Am Freitagabend ist diese Serie schon früh beendet worden: Muheims Treffer sorgt zur Pause hin für eine Hamburger Ausgangsposition mit Vorteil, während Gladbach weiter sichtbar auf den Ausgleich drängt.