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Sport · Fußball-Bundesliga

HSV gewinnt Kellerduell klar gegen Gladbach

Der Hamburger SV besiegt Borussia Mönchengladbach im Freitagsspiel 3:1. Zwei Distanztreffer und eine Gelb-Rote Karte prägen die Partie.

Presseonline-Redaktion · · 3 Min. Lesezeit

Symbolbild: Ein Fußballspiel unter Flutlicht in einem großen Stadion.
Symbolbild: Ein Fußballspiel unter Flutlicht in einem großen Stadion. KI-generiert

Der Hamburger SV hat zum Auftakt des 9. Bundesliga-Spieltags ein wichtiges Duell im Tabellenkeller gewonnen. Die Mannschaft von Trainer Merlin Polzin setzte sich am Freitagabend im ausverkauften Volksparkstadion vor 57.000 Zuschauerinnen und Zuschauern mit 3:1 gegen Borussia Mönchengladbach durch. Miro Muheim brachte den HSV früh in Führung, Joe Scally glich kurz vor der Pause aus. Nach der Gelb-Roten Karte gegen Ko Itakura nutzten Shafiq Nandja und Albert Grönbaek die Hamburger Überzahl zu den entscheidenden Treffern.

Frühe Führung durch Muheim

Beide Teams starteten mit viel Tempo. Gladbach hatte durch Shuto Machino bereits nach wenigen Minuten eine Möglichkeit, auf der Gegenseite scheiterte Patson Daka nach einem Fehler in der Borussia-Defensive frei vor Torwart Daniel Batz. Kurz darauf setzte Muheim den ersten Höhepunkt des Abends. Der Außenverteidiger zog aus großer Entfernung ab und traf flach zur Hamburger Führung.

Für Muheim war es bereits das dritte Saisontor aus der Distanz. Der Treffer gab dem HSV sichtbar Sicherheit, ohne die Partie einseitig zu machen. Gladbach blieb offensiv aktiv, fand immer wieder Räume und kam zu Abschlüssen. Hamburg hatte jedoch ebenfalls klare Szenen, unter anderem durch Zakaria El Ouahdi sowie David Möller Wolfe. Mehrfach verhinderte Batz einen höheren Rückstand.

Kurz vor der Halbzeit kam Borussia zurück. Nach einer abgewehrten Flanke landete der Ball bei Scally, dessen Schuss von Robin Hack noch verändert wurde und im Hamburger Tor einschlug. Mit dem 1:1 ging es in die Kabinen.

Platzverweis verändert das Spiel

Direkt nach Wiederbeginn schwächten sich die Gäste selbst. Itakura, der bereits verwarnt war, stoppte einen Hamburger Angriff an der Außenlinie und musste in der 49. Minute mit Gelb-Rot vom Feld. Gladbach musste damit fast die gesamte zweite Halbzeit in Unterzahl bestreiten.

Der HSV übernahm nun deutlicher die Kontrolle. Die Borussia zog sich weiter zurück, konnte die Räume aber nicht dauerhaft schließen. In der 60. Minute stellte Hamburg wieder auf Führung. Albert Lokonga leitete den Angriff ein, Grönbaek fand Nandja, der den Ball an Batz vorbei zum 2:1 ins Tor brachte. Für den HSV-Eigengewächs war es der erste Treffer in der Bundesliga.

Ganz ohne Risiko blieb die Hamburger Führung zunächst nicht. Ein Fehler von Sebastiaan Bornauw brachte Gladbach kurzzeitig wieder in eine gefährliche Position, der HSV-Verteidiger konnte die Situation aber selbst bereinigen. Wenig später sorgte Grönbaek für die Entscheidung. Der Mittelfeldspieler traf in der 70. Minute mit einem weiteren Schuss aus der Distanz zum 3:1.

Hamburg springt nach oben

Nach dem dritten Treffer blieb Gladbach ohne entscheidende Antwort. Die Hamburger spielten die Partie kontrolliert zu Ende und beendeten damit eine kurze Negativserie in der Liga. Zuvor hatte der HSV zwei Bundesligaspiele verloren und war im DFB-Pokal ausgeschieden.

Trainer Polzin konnte gegen Gladbach wieder auf Bornauw zurückgreifen, der in die Innenverteidigung zurückkehrte. Im Angriff begann Daka anstelle von Terem Moffi. Bei den Gästen ersetzte Itakura den angeschlagenen Daiki Hashioka im Abwehrzentrum. Zudem stand der 17 Jahre alte Wael Mohya erneut im Blickpunkt, blieb im Spiel aber ohne entscheidenden Einfluss.

Durch den Sieg verbessert sich Hamburg vorerst deutlich. Der HSV steht nun bei zwölf Punkten und klettert vom 15. auf den achten Tabellenplatz. Gladbach bleibt dagegen mit vier Punkten Letzter. Für die Borussia war es die siebte Niederlage im neunten Ligaspiel.

Gladbach wieder unter Druck

Für Mönchengladbach ist der Rückschlag besonders bitter, weil die Mannschaft nach den ersten Punkten der vergangenen Wochen auf Stabilisierung gehofft hatte. In Hamburg zeigte die Borussia phasenweise gute Ansätze, verlor nach dem Platzverweis aber Struktur und Zugriff. Die zwei Hamburger Distanztreffer unterstrichen zudem, dass Gladbach die entscheidenden Räume nicht konsequent genug schloss.

Nach der Länderspielpause wartet auf den HSV das Auswärtsspiel bei Werder Bremen am Sonntagabend um 17.30 Uhr. Borussia Mönchengladbach empfängt am Samstagnachmittag Borussia Dortmund um 15.30 Uhr.