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Stündlich aktualisiert

Politik · Jemen-Konflikt

Saudi-Arabien meldet abgefangene Raketen

Saudi-Arabien hat nach Militärangaben ballistische Raketen und eine Drohne der Huthi-Miliz abgefangen. Die Angriffe richteten sich gegen Ziele im Südwesten und nahe Riad.

Presseonline-Redaktion · · 2 Min. Lesezeit

Symbolbild: Eine nächtliche Stadtsilhouette steht für die angespannte Sicherheitslage in Saudi-Arabien.
Symbolbild: Eine nächtliche Stadtsilhouette steht für die angespannte Sicherheitslage in Saudi-Arabien. KI-generiert

Saudi-Arabien hat nach Angaben des von Riad geführten Militärbündnisses mehrere Angriffe aus dem Jemen abgewehrt. Ballistische Raketen seien auf die Stadt Chamis Muschait im Südwesten des Landes ausgerichtet gewesen. Zudem sei im Raum der Hauptstadt Riad eine Drohne der jemenitischen Huthi-Miliz abgefangen und zerstört worden. Ein Sprecher des Militärbündnisses veröffentlichte die Angaben auf der Plattform X.

Raketen zielten auf Südwesten

Chamis Muschait liegt im Südwesten Saudi-Arabiens und gehört zu den Orten, die in der Vergangenheit wiederholt in den Blick der Kämpfe zwischen Saudi-Arabien und den Huthi-Rebellen geraten sind. Nach den Angaben des Bündnisses handelte es sich bei den nun abgefangenen Geschossen um ballistische Raketen. Ob Schäden entstanden oder Menschen verletzt wurden, wurde nicht mitgeteilt.

Parallel dazu meldete das Militärbündnis den Abschuss einer Drohne im Gebiet um Riad. Die Hauptstadt liegt deutlich weiter im Landesinneren. Der Vorfall zeigt, dass die Angriffe nicht nur grenznahe Regionen betreffen, sondern auch weiter entfernte Ziele in Saudi-Arabien erreichen sollen.

Huthi-Miliz setzt auf Drohnen und Raketen

Die Huthi-Miliz im Jemen hat in den vergangenen Jahren wiederholt Saudi-Arabien angegriffen. Dabei kamen nach Angaben aus Riad Drohnen, Raketen und Marschflugkörper zum Einsatz. Die Miliz ist schiitisch geprägt und kontrolliert Teile des Jemen. Saudi-Arabien wiederum versteht sich als sunnitisches Königreich und sieht die Huthi als zentrale Bedrohung an seiner Südgrenze.

Die jetzt gemeldeten Abfangvorgänge fügen sich in eine Reihe ähnlicher Zwischenfälle ein. Die Huthi haben mehrfach versucht, militärische und zivile Ziele im Nachbarland zu treffen. Saudi-Arabien verweist in solchen Fällen regelmäßig auf seine Luftverteidigung und auf die Rolle des von ihm angeführten Bündnisses.

Krieg im Jemen dauert seit Jahren an

Saudi-Arabien kämpft mit Verbündeten seit mehr als zehn Jahren gegen die Huthi-Rebellen im Jemen. Der Konflikt gehört zu den langwierigsten Krisen der Region. Riad unterstützt Kräfte, die gegen die Huthi stehen, und führt ein Militärbündnis an, das in den Krieg eingegriffen hat.

Zuletzt hatten sich die Auseinandersetzungen wieder verschärft. Im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg flammten die Kämpfe neu auf. Die regionale Lage ist dadurch angespannter geworden. Der Jemen-Konflikt steht seit Langem im Zusammenhang mit breiteren Rivalitäten im Nahen Osten. Saudi-Arabien betrachtet die Huthi als Teil dieser Konfrontation.

Regionale Spannungen nehmen zu

Die erneuten Meldungen über abgefangene Raketen und Drohnen zeigen, dass der militärische Druck auf Saudi-Arabien anhält. Besonders der Einsatz weitreichender Waffen bleibt für das Königreich sicherheitspolitisch bedeutsam. Raketen gegen Städte und Drohnen im Umfeld der Hauptstadt erhöhen das Risiko einer weiteren Eskalation.

Für Saudi-Arabien ist die Abwehr solcher Angriffe auch innenpolitisch wichtig. Das Land will zeigen, dass es seine Bevölkerung und zentrale Infrastruktur schützen kann. Zugleich bleibt der Krieg im Jemen ein Faktor, der die gesamte Region belastet. Solange die Fronten zwischen den Konfliktparteien verhärtet bleiben, ist mit weiteren Angriffen und Gegenmaßnahmen zu rechnen.