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Stündlich aktualisiert

Politik · Unwetter in Frankreich

Mindestens vier Tote nach Unwettern in Südfrankreich

Heftiger Regen hat im Südosten Frankreichs schwere Schäden verursacht. Behörden melden mindestens vier Tote, eine Person wird vermisst.

Presseonline-Redaktion · · 3 Min. Lesezeit

Symbolbild: Starker Regen und überflutete Straßen können in Südfrankreich binnen kurzer Zeit gefährliche Lagen auslösen.
Symbolbild: Starker Regen und überflutete Straßen können in Südfrankreich binnen kurzer Zeit gefährliche Lagen auslösen. KI-generiert

Mindestens vier Menschen sind nach schweren Unwettern im Südosten Frankreichs gestorben. Besonders betroffen ist das Département Bouches-du-Rhône rund um Marseille, wo die Behörden in der Nacht zum Donnerstag drei Todesfälle meldeten. Ein weiterer Mensch kam bereits am Dienstag auf Korsika ums Leben. Zudem wird eine Person vermisst.

Drei Tote nahe Marseille

Im Département Bouches-du-Rhône starben nach Angaben der örtlichen Feuerwehr zwei Frauen in Lançon-Provence. Sie waren 86 und 26 Jahre alt und befanden sich in einem Keller, der von Wasser geflutet wurde. Außerdem wurde ein 75 Jahre alter Mann tot gefunden. Er war den Angaben zufolge von den Wassermassen erfasst worden.

Die Region liegt am Mittelmeer und wurde wie weitere Teile Südostfrankreichs zu Beginn der Woche von starken Regenfällen getroffen. In mehreren Gemeinden liefen Straßen voll, Wasser drang in Wohngebiete ein, und Verkehrswege waren zeitweise nicht mehr nutzbar. Noch am Mittwoch standen in verschiedenen Orten ganze Viertel unter Wasser.

Die Behörden im Westen von Bouches-du-Rhône beschrieben die Pegelstände als außergewöhnlich hoch. Die Lage war dort besonders angespannt, weil große Wassermengen innerhalb kurzer Zeit abflossen und Autos sowie Gegenstände mit sich rissen.

Todesfall auf Korsika

Auch auf Korsika gab es einen tödlichen Zwischenfall. Im Département Haute-Corse wurde am Dienstag ein Geländewagen in Ghisonaccia vom Fluss Fium’orbu erfasst. Der Fluss war nach den Regenfällen stark angeschwollen. Einer der Insassen konnte sich durch ein Fenster aus dem Fahrzeug befreien. Für einen weiteren Mann kam jede Hilfe zu spät; er wurde tot geborgen.

Neben den bestätigten Todesfällen suchen Einsatzkräfte weiter nach einer vermissten Person. Angaben zum Alter oder zum genauen Ort des Verschwindens wurden zunächst nicht bekannt. Rettungsdienste und Behörden konzentrierten sich nach den Unwettern auf überflutete Straßen, vollgelaufene Gebäude und mögliche Gefahrenstellen in den betroffenen Gemeinden.

Wasser auf Straßen und in Vierteln

Die Unwetter trafen den Südosten Frankreichs am Montag und Dienstag. Besonders problematisch waren die schnell steigenden Wassermengen. Straßen wurden unpassierbar, Fahrzeuge wurden mitgerissen, und in mehreren Ortschaften sammelte sich Wasser in tiefer gelegenen Bereichen. Keller und Unterführungen gelten bei solchen Lagen als besonders gefährlich, weil sie binnen kurzer Zeit volllaufen können.

Die Schäden betreffen nicht nur einzelne Wohnhäuser, sondern auch die örtliche Infrastruktur. Wenn Straßen gesperrt sind und Wasser in Stadtvierteln steht, können Rettungskräfte nur eingeschränkt vorankommen. Gleichzeitig steigt das Risiko, dass Menschen in Gebäuden, Fahrzeugen oder abgeschnittenen Bereichen eingeschlossen werden.

Die Behörden reagierten mit Warnungen und Einsätzen in den betroffenen Gebieten. Im Mittelpunkt stehen Bergung, Sicherung und Kontrolle der überfluteten Bereiche. Für viele Gemeinden beginnt zugleich die Aufarbeitung der Schäden.

Südfrankreich besonders gefährdet

Der Südosten Frankreichs erlebt immer wieder schwere Regenereignisse. In Mittelmeerregionen kann warme, feuchte Luft innerhalb kurzer Zeit sehr starke Niederschläge auslösen. Wenn Böden bereits gesättigt sind oder Flüsse rasch anschwellen, entstehen besonders gefährliche Situationen.

Die aktuellen Todesfälle zeigen, wie schnell solche Unwetter lebensbedrohlich werden können. Gefährlich sind nicht nur große Flüsse, sondern auch kleinere Wasserläufe, Unterführungen, Keller und Straßen, auf denen sich Wasser staut. Schon wenige Minuten können ausreichen, damit ein Fahrzeug die Haftung verliert oder ein Raum nicht mehr sicher verlassen werden kann.

Für die betroffenen Orte geht es nun um Sicherung, Reinigung und Schadensaufnahme. Zugleich bleibt die Suche nach der vermissten Person ein zentraler Einsatzschwerpunkt.