Sport · Conference League
Freiburg gewinnt knapp bei Trabzonspor
Der SC Freiburg hat in der Conference League einen wichtigen Auswärtserfolg gefeiert. Die Mannschaft von Trainer Julian Schuster gewann beim türkischen Pokalsieger Trabzonspor 1:0 und behauptete die frühe Führung bis zum Schluss. Lukas Kübler erzielte in der 14. Minute das einzige Tor der Partie. Nach drei Spielen in der Ligaphase steht Freiburg nun bei sechs Punkten und rückte vorerst auf Rang elf vor.
Kübler nutzt Abpraller zur Führung
Freiburg begann an der Schwarzmeerküste mutig und setzte die Gastgeber früh unter Druck. Trabzonspor kam in der Anfangsphase kaum geordnet nach vorn, während der Sport-Club hoch anlief und schnell Ballgewinne suchte. Die erste nennenswerte Möglichkeit hatte Maximilian Eggestein nach zwölf Minuten, sein Schuss aus der Distanz ging aber vorbei.
Kurz darauf fiel das 1:0. Vincenzo Grifo brachte eine Ecke in den Strafraum, Igor Matanovic kam zum Kopfball. Torwart André Onana konnte den Ball nicht festhalten, Kübler reagierte am schnellsten und schoss aus kurzer Entfernung ein. Freiburg war damit für die aktive Anfangsphase belohnt.
Auch danach blieb der Bundesligist gefährlich. Matanovic hatte die Chance auf den zweiten Treffer, nachdem Philipp Lienhart ihn im Strafraum freigespielt hatte. Chibuike Nwaiwu blockte den Abschluss jedoch rechtzeitig. Trabzonspor, trainiert von Thomas Reis, fand erst nach und nach besser in die Begegnung.
Salah vergibt zwei große Möglichkeiten
Die größte Gefahr bei den Gastgebern ging von Mohamed Salah aus. Zunächst blieb der frühere Liverpool-Profi über weite Strecken unauffällig. In der 40. Minute hatte er dann eine klare Gelegenheit zum Ausgleich: Nach einer Aktion am Freiburger Strafraum setzte er den Ball aus etwa elf Metern über das Tor. Auf der anderen Seite fehlten Grifo nur wenige Zentimeter zum 2:0.
Nach der Pause änderte sich das Bild. Trabzonspor spielte mit mehr Druck, Freiburg verteidigte tiefer und musste deutlich mehr laufen. Die Partie wurde zweikampfintensiver, klare Abschlüsse blieben zunächst selten. Nach gut einer Stunde wurde es für die Gäste noch einmal brenzlig. Paul Onuachu verlängerte einen Ball nach einer Ecke in den Fünfmeterraum, Salah kam aus kurzer Distanz zum Abschluss. Freiburgs Torwart Mio Backhaus parierte und hielt die Führung fest.
Matanovic beschrieb den Erfolg später als Sieg, der „vor allem über den Kampf“ gekommen sei. In der zweiten Halbzeit musste Freiburg viele Angriffe abwehren und kam selbst nur noch selten zu Entlastung. Trabzonspor hatte mehr Ballbesitz und verlagerte das Spiel häufig in die Hälfte der Gäste.
Freiburg hält dem Druck stand
In der Schlussphase blieb Trabzonspor am Drücker, fand aber kaum noch freie Räume im Freiburger Strafraum. Die Abwehr um Matthias Ginter und die übrige Defensive standen kompakt. Backhaus musste in den letzten Minuten noch mehrfach eingreifen, ließ sich aber nicht überwinden.
Für Freiburg war es der dritte Pflichtspielsieg nacheinander in drei Wettbewerben. Nach dem Erfolg in Augsburg in der Bundesliga und dem Weiterkommen im nationalen Pokal bestätigte die Mannschaft damit ihre Stabilisierung. Zugleich war der Sieg international wichtig, nachdem Freiburg zuvor in der Conference League bei der AS Monaco deutlich verloren hatte.
Trabzonspor war mit viel Selbstvertrauen in die Partie gegangen. Der Klub hatte seine ersten beiden Spiele in der Ligaphase gewonnen und auch national zuletzt eine Siegesserie vorzuweisen. Gegen Freiburg reichten der spätere Druck und die Chancen von Salah aber nicht, um die Partie zu drehen.
Blick auf die nächsten Aufgaben
Mit sechs Punkten nach drei Begegnungen hat Freiburg zur Halbzeit der Ligaphase eine gute Ausgangsposition im Rennen um die K.o.-Runde. In der neuen Ligaphase zählt jeder Punkt für die Platzierung, direkte Qualifikation und mögliche Playoff-Wege hängen von der Abschlusstabelle ab.
Für den Sport-Club geht es zunächst in der Bundesliga weiter. Am Sonntag steht das Heimspiel gegen Union Berlin an. In der Conference League folgt am 26. November das nächste Spiel, dann empfängt Freiburg Twente Enschede.