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Stündlich aktualisiert

Sport · Portugals Rekordspieler

Cristiano Ronaldo verlässt Portugals Nationalteam

Cristiano Ronaldo beendet seine Laufbahn in Portugals Auswahl. Der 41-Jährige hört nach 234 Länderspielen, 146 Toren und drei großen Titeln mit der Nationalmannschaft auf.

Presseonline-Redaktion · · 3 Min. Lesezeit

Symbolbild: Eine leere Fußballkabine steht für den Abschied eines langjährigen Nationalspielers.
Symbolbild: Eine leere Fußballkabine steht für den Abschied eines langjährigen Nationalspielers. KI-generiert

Cristiano Ronaldo hat seinen Abschied aus der portugiesischen Fußball-Nationalmannschaft bekannt gegeben. Der 41-Jährige erklärte seine Entscheidung am Donnerstag in den sozialen Netzwerken. In einer Videobotschaft sagte er: „Heute geht meine Reise in der Nationalmannschaft zu Ende.“ Nach der Länderspielphase im November will Portugals Rekordspieler sein Trikot mit der Nummer 7 endgültig abgeben.

Ende nach mehr als zwei Jahrzehnten

Ronaldo spielte seit 2003 für Portugal. Sein erstes Länderspiel absolvierte er im August jenes Jahres als 18-Jähriger gegen Kasachstan. Aus dem damaligen Talent wurde über mehr als zwei Jahrzehnte die prägende Figur des portugiesischen Fußballs. Insgesamt kam Ronaldo auf 234 Einsätze für die Nationalmannschaft. Dabei erzielte er 146 Treffer.

Der Stürmer gewann mit Portugal drei wichtige Titel. 2016 führte der Weg bei der Europameisterschaft bis zum Triumph. Zudem holte die Auswahl mit Ronaldo zweimal die Nations League. Er war über Jahre nicht nur Torjäger, sondern auch Kapitän und sportliches Gesicht des Teams.

In seiner Abschiedsbotschaft blickte Ronaldo auf Erfolge und Enttäuschungen zurück. Er sprach von großen Momenten, aber auch von Niederlagen und Phasen, in denen er den Erwartungen nicht gerecht geworden sei. Zugleich betonte er, nie aufgegeben zu haben. An seine Mitspieler gerichtet sagte er, er habe das Privileg gehabt, ihr Kapitän zu sein.

Streit mit dem Nationaltrainer

Dem Rücktritt war ein Konflikt mit Nationaltrainer Jorge Jesus vorausgegangen. Ende September verließ Ronaldo das Trainingslager der portugiesischen Auswahl vorzeitig. Hintergrund war ein Streit um seine Rolle im Team. Der Angreifer von Al-Nassr warf dem Trainer anschließend vor, eine Zusage zu Einsatzzeit nicht eingehalten zu haben.

Der portugiesische Verband reagierte mit einer Sperre von 30 Tagen und einer Geldbuße von 255 Euro. Die Strafe galt rückwirkend ab dem 30. September und endete Ende Oktober. Danach entschuldigte sich Ronaldo bei Mannschaft und Anhängern. Zunächst hatte er dennoch signalisiert, weiter für Portugal spielen zu wollen.

Auch Jorge Jesus hatte eine Rückkehr zuletzt nicht ausgeschlossen. Nun beendet Ronaldo die Debatte selbst. Der Abschied fällt in eine Phase, in der er auch über das nahe Ende seiner gesamten Spielerkarriere gesprochen hatte. Zuletzt hatte er erklärt, dies werde wohl sein letztes Jahr als Profi sein.

Portugal ohne Ronaldo erfolgreich

Sportlich steht Portugal in der Nations League bereits stabil da. Der Titelverteidiger gewann die ersten vier Gruppenspiele. Drei dieser Partien bestritt die Mannschaft ohne Ronaldo. Schon zwei Spieltage vor dem Ende der Gruppenphase ist Portugal für das Viertelfinale qualifiziert.

Als Nächstes trifft die Auswahl am 14. November auf Dänemark. Drei Tage später folgt das Spiel gegen Wales. Diese Begegnungen stehen nun im Zeichen des Umbruchs. Die Mannschaft muss ihre Offensive und ihre Führungsstruktur dauerhaft ohne den langjährigen Kapitän organisieren.

Ronaldo hinterlässt in der Nationalmannschaft Rekordwerte, die seinen Stellenwert deutlich machen. Kein anderer portugiesischer Spieler prägte die Auswahl über einen vergleichbaren Zeitraum. Seine Zahlen stehen für außergewöhnliche Beständigkeit auf internationalem Niveau.

Eine Ära endet

Der Rücktritt markiert einen tiefen Einschnitt für Portugals Fußball. Ronaldo war bei großen Turnieren über viele Jahre der Bezugspunkt, an dem sich Erwartungen und Kritik bündelten. Mit ihm verband sich der Aufstieg Portugals zu einer Mannschaft, die regelmäßig um internationale Titel mitspielte.

Für die Nationalmannschaft beginnt nun eine neue Phase. Portugal hat in der laufenden Nations League bereits gezeigt, dass Siege auch ohne Ronaldo möglich sind. Dennoch endet mit seinem Abschied ein Kapitel, das weit über einzelne Spiele hinausreicht: 234 Länderspiele, 146 Tore, ein EM-Titel und zwei Triumphe in der Nations League bilden die Bilanz seiner Zeit im Nationaltrikot.