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Lebensmittel · Luftsicherheit

Bombendrohung zwingt Linienflug zur Landung in Sofia

Ein Flug von Austrian Airlines von Tel Aviv nach Wien ist nach einer Bombendrohung nach Bulgarien ausgewichen. An Bord waren 57 Menschen.

Presseonline-Redaktion · · 2 Min. Lesezeit

Symbolbild: Sicherheitslage an einem Flughafen nach einer Drohung gegen einen Linienflug.
Symbolbild: Sicherheitslage an einem Flughafen nach einer Drohung gegen einen Linienflug. KI-generiert

Ein Flug von Austrian Airlines von Tel Aviv nach Wien ist am Sonntag wegen einer Bombendrohung nach Sofia umgeleitet worden. Die bulgarischen Behörden brachten die Reisenden nach der Landung in Sicherheit und leiteten Ermittlungen ein. An Bord des Airbus A320 befanden sich 51 Passagiere sowie sechs Besatzungsmitglieder.

Umleitung nach Sofia

Die Maschine war auf dem Weg aus Israel in die österreichische Hauptstadt, als die Drohung einging. Die Crew entschied daraufhin, den Flug nicht fortzusetzen und in Bulgarien zu landen. Das bulgarische Verkehrsministerium bestätigte die Entscheidung der Besatzung und die Maßnahmen am Flughafen Sofia.

Austrian Airlines teilte mit, dass nach der sicheren Landung eine Durchsuchung des Flugzeugs begonnen habe. Diese Kontrolle startete demnach rund eine halbe Stunde nach der Bombendrohung. Für die Fluggäste sollten nach Abschluss der Maßnahmen alternative Reisemöglichkeiten organisiert werden.

Über mögliche Funde im Flugzeug lagen zunächst keine bestätigten Angaben vor. Die zuständigen Stellen nahmen den Vorfall zum Anlass für eine Untersuchung. Das bulgarische Verkehrsministerium richtete zudem einen Krisenstab ein.

Militär begleitet Linienflug

Flugdaten zeigten den veränderten Kurs der Maschine über Südosteuropa. Nach Angaben von Flightradar24 befand sich der Airbus gegen 21.10 Uhr im rumänischen Luftraum. Danach drehte er in Richtung Süden ab und flog zurück nach Bulgarien.

Die Plattform ADS-B Exchange registrierte zur selben Zeit ein Notsignal der Maschine. Das bulgarische Verkehrsministerium erklärte, die Luftwaffe habe einen Kampfjet vom Typ MiG-29 zur Begleitung des Passagierflugzeugs eingesetzt. Solche Maßnahmen dienen dazu, eine mögliche Gefährdung im Luftraum zu kontrollieren und die Landung abzusichern.

Der Vorfall betrifft eine Strecke, die nach mehreren Sicherheitsalarmen der vergangenen Wochen unter erhöhter Aufmerksamkeit steht. Flüge aus Israel und nach Israel werden in solchen Lagen besonders genau beobachtet, wenn Drohungen, Funksignale oder Auffälligkeiten gemeldet werden.

Weitere Vorfälle zuletzt

Ende September war es auf einem Flug von Dubai nach Tel Aviv zu einem schweren Zwischenfall gekommen. Der Kopilot griff den Kapitän mit einer Rettungsaxt an. Passagiere überwältigten den Angreifer. Eine zweite Cockpitbesatzung, die sich ebenfalls an Bord befand, brachte das Flugzeug anschließend sicher in Saudi-Arabien zur Landung.

In dieser Maschine saßen 166 Passagiere und acht Besatzungsmitglieder. Nach Angaben der Ermittler aus den Vereinigten Arabischen Emiraten hatte der aus Oman stammende Verdächtige vor, den Flughafen Tel Aviv mit einem Selbstmordanschlag zu treffen. Er befindet sich in den Vereinigten Arabischen Emiraten in Haft.

Anfang vergangener Woche löste zudem ein Linienflug von Korfu nach Nürnberg Alarm aus. Die Maschine sendete versehentlich den Code 7500, der auf eine Entführung hinweist. Gleichzeitig war der Pilot zeitweise nicht über Funk erreichbar. Zwei Militärflugzeuge der Bundeswehr begleiteten den Flug daraufhin vorsorglich bis zum Flughafen Nürnberg. Nach der Landung stellte die Polizei keine Gefahr fest.

Die jüngste Umleitung nach Sofia zeigt, wie sensibel Fluggesellschaften und Behörden auf Drohungen reagieren. Schon der Hinweis auf eine mögliche Bombe reicht aus, um Flugpläne zu ändern, Spezialkräfte einzubeziehen und ein Flugzeug am Boden zu überprüfen. Für Reisende bedeutet das Verzögerungen, für Behörden eine koordinierte Sicherheitslage über mehrere Länder hinweg.