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Sport · Tennis in Wien

Zverev steht vor Halbfinale als künftige Nummer eins

Alexander Zverev hat sich in Wien den Sprung an die Spitze der Tennis-Weltrangliste gesichert. Nach dem klaren Sieg gegen Arthur Fery trifft er nun auf Alex de Minaur.

Presseonline-Redaktion · · 3 Min. Lesezeit

Symbolbild: Ein Tennisschläger und Ball auf einem Hallencourt stehen für Zverevs erfolgreiche Woche in Wien.
Symbolbild: Ein Tennisschläger und Ball auf einem Hallencourt stehen für Zverevs erfolgreiche Woche in Wien. KI-generiert

Alexander Zverev hat beim ATP-Turnier in Wien doppelt für Aufmerksamkeit gesorgt: Der 29-Jährige erreichte mit einem deutlichen Viertelfinalsieg gegen den Briten Arthur Fery das Halbfinale und sicherte sich zugleich erstmals Platz eins der Tennis-Weltrangliste. Ab Montag führt der gebürtige Hamburger das Ranking an. Auf dem Weg ins Finale wartet nun der Australier Alex de Minaur.

Klare Sache gegen Fery

Zverev gewann sein Viertelfinale gegen Arthur Fery mit 6:0, 6:2. Die Partie dauerte weniger als eine Stunde, der Deutsche verwandelte seinen ersten Matchball. Bereits der Einzug in diese Runde hatte gereicht, um den Sprung an die Weltranglistenspitze rechnerisch perfekt zu machen.

Sportlich ließ Zverev gegen die Nummer 35 der Welt kaum Zweifel aufkommen. Er bestimmte die Ballwechsel von Beginn an und war in allen Bereichen überlegen. Sein Aufschlag brachte Fery früh unter Druck, von der Grundlinie diktierte Zverev das Tempo, auch am Netz fand er passende Lösungen. Den ersten Satz entschied er nach 25 Minuten mit dem ersten Satzball für sich.

Im zweiten Durchgang kam Fery zwar zu zwei Spielgewinnen, mehr ließ Zverev aber nicht zu. Die Partie war eine Neuauflage ihres Halbfinalduells von Wimbledon. In Wien fiel das Ergebnis klarer aus, als es die Bedeutung der Begegnung erwarten ließ.

Wenig Schlaf, trotzdem souverän

Nach dem Match sprach Zverev auch über die besondere Nacht vor dem Viertelfinale. Der feststehende Aufstieg im Ranking habe seine Erholung beeinflusst. Er habe sich „etwas müde gefühlt“, sagte Zverev und verwies darauf, dass er in der Nacht zuvor nicht sehr viel geschlafen habe. Zugleich betonte er, dass er sich auf dem Platz gut gefühlt habe. „Alles hat funktioniert“, sagte er.

Auf dem Court war von Müdigkeit kaum etwas zu erkennen. Zverev wirkte konzentriert und ließ Fery nur selten in längere Druckphasen kommen. Gerade nach dem schnellen Gewinn des ersten Satzes kontrollierte er die Partie ohne größere Schwankungen. Der klare Erfolg brachte ihn in Wien in die Vorschlussrunde und hielt die Chance auf den Turniersieg offen.

De Minaur als nächste Hürde

Im Halbfinale trifft Zverev auf Alex de Minaur. Der Australier entscheidet nun mit darüber, ob Zverev seinen ersten Auftritt nach dem gesicherten Spitzenplatz im Ranking direkt mit dem Einzug ins Endspiel verbindet. Für Zverev ist es die nächste Bewährungsprobe in einem Turnier, das durch den bevorstehenden Führungswechsel in der Weltrangliste zusätzliche Bedeutung bekommen hat.

Im Finale könnte es zu einem Duell mit Carlos Alcaraz kommen. Diese Möglichkeit verleiht dem Turnier in Wien sportlich noch mehr Gewicht. Zverev muss dafür zunächst de Minaur bezwingen. Nach dem Auftritt gegen Fery geht er mit viel Rückenwind in diese Aufgabe, auch wenn der besondere Moment abseits des Platzes bereits verarbeitet werden musste.

Ein seltener deutscher Tennis-Moment

Zverevs Aufstieg an die Spitze der Weltrangliste ist ein historischer Schritt für das deutsche Herrentennis. Vor ihm hatte zuletzt Boris Becker diese Position inne. Das liegt inzwischen mehr als 35 Jahre zurück. Bei den Frauen standen aus Deutschland Steffi Graf und Angelique Kerber an der Spitze des Rankings.

Für Zverev bedeutet die neue Position eine Zäsur in seiner Karriere. Der Erfolg in Wien ist damit mehr als ein weiterer Halbfinaleinzug auf der ATP-Tour. Er fällt in die Woche, in der Zverev den wichtigsten Rang im Welttennis erreicht. Ab Montag wird diese Veränderung auch offiziell in der Weltrangliste sichtbar.