Sport · DFB-Pokal
Sabitzer schießt BVB spät ins Achtelfinale
Borussia Dortmund hat in der zweiten Runde des DFB-Pokals ein dramatisches Heimspiel gegen Werder Bremen mit 3:2 gewonnen und das Achtelfinale erreicht. Im ausverkauften Signal Iduna Park brachte der BVB eine frühe 2:0-Führung durch Serhou Guirassy und Carney Chukwuemeka zunächst nicht über die Zeit. Der eingewechselte Niclas Füllkrug traf für Bremen doppelt, bevor Marcel Sabitzer in der Nachspielzeit per Freistoß die Entscheidung erzwang.
Früher Dortmunder Druck
Der Beginn der Partie verzögerte sich um fünf Minuten, nachdem in beiden Fanbereichen Pyrotechnik gezündet worden war und Rauch über dem Platz hing. Nach dem Anpfiff war Dortmund sofort präsent. Die Mannschaft von Trainer Niko Kovac setzte Bremen früh unter Druck, gewann viele direkte Duelle und kam vor allem über die linke Seite zu gefährlichen Angriffen.
Bereits in der sechsten Minute fiel das 1:0. Maximilian Beier wurde auf links eingesetzt, seine Hereingabe gelangte über Julian Ryerson zu Guirassy, der aus kurzer Distanz abschloss. Bremen fand in dieser Phase kaum Entlastung. Die Gäste standen tief, konnten die Dortmunder Angriffe aber nicht zuverlässig stoppen.
In der 14. Minute jubelte Dortmund erneut, doch der Treffer wurde wegen Abseits nicht gegeben. Nur wenig später erhöhte der BVB dennoch. Nach einer Flanke von Joey Veerman legte Jobe Bellingham per Kopf ab, Chukwuemeka nutzte die Chance zum 2:0 in der 17. Minute. Dortmund blieb bis zur Pause klar überlegen, verpasste durch weitere Möglichkeiten aber den dritten Treffer.
Füllkrug bringt Bremen zurück
Nach dem Seitenwechsel zeigte Bremen mehr Zug nach vorn. Eren Dinkci leitete in der 51. Minute einen Konter ein, doch Nico Schlotterbeck klärte im eigenen Strafraum entscheidend. Auch Dortmund hatte weiter Chancen: Felix Nmecha verfehlte das Tor knapp, Chukwuemeka ließ kurz darauf eine gute Gelegenheit liegen.
Werder-Trainer Daniel Thioune reagierte mit mehreren Wechseln. Füllkrug, der zunächst auf der Bank gesessen hatte, kam ins Spiel und veränderte die Partie sofort. Nach einem Foul von Ryerson an Mick Schmetgens entschied Schiedsrichter Robert Schröder auf Strafstoß. Füllkrug verwandelte in der 65. Minute zum Anschluss.
Nur wenige Minuten später war der frühere Dortmunder erneut erfolgreich. Er eroberte den Ball im Mittelfeld, setzte sich durch und traf zum 2:2. Die Angaben zum exakten Zeitpunkt schwanken zwischen der 68. und 69. Minute. Für Füllkrug war es der nächste Doppelerfolg innerhalb kurzer Zeit. Bremen war nun im Spiel und hätte durch Mitchell Weiser sogar in Führung gehen können, doch dessen Abschluss ging knapp vorbei.
Sabitzer entscheidet die Partie
In der Schlussphase entwickelte sich ein offener Pokalabend. Dortmund suchte wieder stärker den Weg nach vorn, Bremen lauerte auf Umschaltsituationen. Kurz vor dem Ende blockte Amos Pieper noch einen Dortmunder Abschluss im Strafraum und verhinderte damit zunächst das 3:2.
Die Verlängerung blieb Werder dennoch erspart. In der Nachspielzeit bekam der BVB einen Freistoß zugesprochen. Sabitzer übernahm die Ausführung und traf zum späten Siegtreffer. Für Bremen war der erneute Rückschlag besonders bitter, weil die Mannschaft nach schwacher erster Halbzeit mit viel Energie zurückgekommen war.
Blick auf die kommenden Aufgaben
Dortmund löste damit die erste Aufgabe einer wichtigen Woche. Am Samstag steht in der Bundesliga das Auswärtsspiel beim FC Bayern München an. Bremen empfängt ebenfalls am Wochenende die TSG 1899 Hoffenheim.
Das Duell knüpfte an das jüngste Ligaspiel beider Teams an. Vor 18 Tagen hatte Werder gegen Dortmund ebenfalls einen 0:2-Rückstand aufgeholt und noch ein Remis erreicht. Diesmal blieb die Aufholjagd ohne Ertrag. Für den BVB zählt vor allem das Weiterkommen: In den vergangenen fünf Spielzeiten war der Klub im DFB-Pokal nie über das Viertelfinale hinausgekommen.