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Sport · Champions League

RB Leipzig verliert bei Real Madrid klar

RB Leipzig unterliegt im Bernabéu 1:4. Nach einem mutigen Beginn setzt sich Real Madrid durch, der Auswärtsdruck auf das Team von Martín Demichelis wächst.

Presseonline-Redaktion · · 3 Min. Lesezeit

Symbolbild: RB Leipzig verlor in Madrid trotz eines aktiven Beginns deutlich.
Symbolbild: RB Leipzig verlor in Madrid trotz eines aktiven Beginns deutlich. KI-generiert

RB Leipzig hat in der Champions League bei Real Madrid mit 1:4 verloren und die nächste Auswärtsniederlage kassiert. Im Estadio Santiago Bernabéu hielt die Mannschaft von Trainer Martín Demichelis vor 80.000 Zuschauerinnen und Zuschauern zunächst gut dagegen, brachte sich aber nicht für ihren couragierten Start in Führung. Real nutzte seine Qualität in den entscheidenden Momenten: Bernardo Silva traf kurz vor der Pause, danach erhöhten Arda Güler und Kylian Mbappé. Tidiam Gomis verkürzte spät, ehe der frühere Leipziger Yan Diomande den Endstand erzielte.

Leipzig beginnt mutig

Demichelis hatte von seiner Mannschaft vor dem Anpfiff mehr Entschlossenheit verlangt. Nach dem 1:6 in München sollte Leipzig in Madrid eine Reaktion zeigen. Der Trainer sprach von einer Pflicht, mit mehr Präsenz aufzutreten, und forderte “Mut und Persönlichkeit”. Personell reagierte er ebenfalls: Ridle Baku ersetzte Lukas Klostermann, der in München große Probleme gehabt hatte. Außerdem begannen Nicolas Seiwald und Romulo.

Leipzig setzte Real früh unter Druck und kam auch zur ersten gefährlichen Szene. Romulo lief frei in den Strafraum, wurde aber von Antonio Rüdiger im letzten Moment entscheidend gestört. Der frühere deutsche Nationalspieler stand bei Real in der Startelf, weil Trainer José Mourinho vor dem Clásico beim FC Barcelona mehrere Positionen veränderte.

Real hatte mehr Ballbesitz, Leipzig blieb aber zunächst gefährlich. Die beste Möglichkeit der Gäste vergab Romulo in der 28. Minute, als Thibaut Courtois mit einer starken Reaktion den Rückstand verhinderte. Auch Christopher Nkunku fand später im belgischen Real-Torwart seinen Meister. Auf der Gegenseite hielt Maarten Vandevoordt Leipzig mehrfach im Spiel, unter anderem gegen Vinicius Junior und nach der Pause gegen Fede Valverde.

Real nutzt die Schlüsselmomente

Kurz vor der Halbzeit kippte die Partie. Vandevoordt wehrte zunächst stark ab, verlor den abgefälschten Ball danach aber kurz aus dem Blick. Bernardo Silva reagierte schneller als die Leipziger Defensive und brachte Real in der 44. Minute in Führung. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte verhinderte Vandevoordt gegen Vinicius noch das zweite Gegentor.

Nach dem Seitenwechsel wurde der Druck der Gastgeber größer. Leipzig konnte sich seltener lösen und kam kaum noch zu längeren Offensivphasen. In der 52. Minute fiel das 2:0: Mbappé brachte den Ball per Kopf in Richtung Tor, Güler musste nur noch vollenden. Demichelis versuchte mit Rocco Reitz und Andrija Maksimovic frische Impulse zu setzen, doch Real kontrollierte das Spiel zunehmend.

Mbappé sorgte in der 82. Minute für die Vorentscheidung. Leipzig kam zwar durch Gomis in der 85. Minute noch einmal zum Treffer. Christoph Baumgartner, der nach seiner Pause zurückkehrte, bereitete das Tor direkt vor. Hoffnung entstand daraus aber nicht mehr. Nur zwei Minuten später traf Diomande gegen seinen ehemaligen Klub sehenswert per Direktabnahme zum 4:1.

Auswärtsserie bleibt ein Problem

Für Leipzig ist die Niederlage besonders bitter, weil sich ein Muster fortsetzt. Seit dem 6:0 im DFB-Pokal bei Eintracht Trier hat der Klub auswärts kein Pflichtspiel mehr gewonnen. Danach gab es Niederlagen in Bremen, in Como, in Leverkusen, in München und nun in Madrid. Die Leistung im Bernabéu war phasenweise stabiler als beim deutlichen Rückschlag in München, das Ergebnis fällt aber erneut klar aus.

Real konnte sich den Erfolg zudem mit Blick auf das kommende Liga-Topspiel leisten. Mourinho nahm insgesamt fünf Änderungen vor, Vinicius Junior stand trotz seiner Ligasperre international zur Verfügung, Diomande kam erst nach 70 Minuten ins Spiel. Der Sommerzugang, der für 125 Millionen Euro nach Madrid gewechselt war, setzte mit seinem Treffer den Schlusspunkt.

Leipzig muss aus dem Auftritt vor allem die Anfangsphase und die Torwartleistung von Vandevoordt mitnehmen. Gleichzeitig bleibt die fehlende Durchschlagskraft in schwierigen Auswärtsspielen ein zentrales Thema. Gegen Real reichten Einsatz und einzelne Chancen nicht, weil Madrid vor dem Tor konsequenter blieb und nach der Pause deutlich mehr Kontrolle ausübte.