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Sport · Champions League

PSG monatelang ohne Kwarazchelia nach Kreuzbandriss

Paris Saint-Germain verliert trotz des 4:2 gegen den FC Barcelona seinen Offensivstar Chwitscha Kwarazchelia. Der Georgier muss am rechten Knie operiert werden.

Presseonline-Redaktion · · 3 Min. Lesezeit

Symbolbild: Ein Fußball liegt neben einer Kniebandage am Spielfeldrand eines beleuchteten Stadions.
Symbolbild: Ein Fußball liegt neben einer Kniebandage am Spielfeldrand eines beleuchteten Stadions. KI-generiert

Paris Saint-Germain muss nach dem 4:2 in der Champions League gegen den FC Barcelona lange auf Chwitscha Kwarazchelia verzichten. Der 25 Jahre alte Angreifer hat sich nach Klubangaben am rechten Knie das vordere Kreuzband gerissen und soll in den nächsten Tagen operiert werden. Damit wird der Sieg des Titelverteidigers von einer schweren Verletzung überschattet. Auch Ousmane Dembélé und Kapitän Marquinhos fallen vorerst aus.

Kwarazchelia muss operiert werden

Kwarazchelia verletzte sich in der zweiten Halbzeit der Partie in Paris. In der 59. Minute musste der georgische Nationalspieler ausgewechselt werden. Er konnte den Platz nicht ohne Hilfe verlassen und wurde von Betreuern gestützt. Die anschließende Diagnose bestätigte die Befürchtung einer schweren Knieverletzung.

Für PSG ist der Ausfall sportlich gravierend. Kwarazchelia zählt zu den wichtigsten Offensivspielern des Vereins. In der vergangenen Saison hatte er mit zehn Treffern und sieben Vorlagen maßgeblich zum Champions-League-Titel beigetragen. Nun droht ihm eine Pause über mehrere Monate. Damit fehlt er dem französischen Spitzenklub voraussichtlich mindestens bis in die entscheidende Phase der Saison.

Auch zwei weitere Leistungsträger stehen PSG zunächst nicht zur Verfügung. Dembélé hat Beschwerden beziehungsweise eine Muskelverletzung am linken Oberschenkel. Marquinhos wird wegen Problemen am rechten Oberschenkel behandelt. Beide sollen in den kommenden Wochen medizinisch betreut werden.

Später Sieg in einem Topspiel

Sportlich setzte PSG gegen Barcelona ein deutliches Zeichen. Der Titelverteidiger gewann das Duell zweier europäischer Schwergewichte mit 4:2. Barcelona ging dabei nicht unter, verlor aber erstmals nach zuvor elf Siegen in Serie in dieser Saison.

Désiré Doué brachte Paris in der 38. Minute in Führung. Xavi Espart glich in der 55. Minute aus. Nach dem 2:1 durch Lucas Hernandez in der 72. Minute schlug Barcelona erneut zurück: Lamine Yamal traf in der 79. Minute zum 2:2. In der Schlussphase entschieden Vitinha in der 81. Minute und Fabián Ruiz in der 87. Minute die Begegnung zugunsten der Gastgeber.

Das Spiel war über weite Strecken von hohem Tempo und vielen Chancen geprägt. PSG hatte schon früh Möglichkeiten, unter anderem traf Kwarazchelia nach wenigen Minuten den Pfosten. Barcelonas Torhüter Joan Garcia verhinderte mehrfach weitere Gegentreffer und hielt seine Mannschaft lange im Spiel. Nach der Pause kam Barcelona stärker auf, konnte die Partie aber nicht drehen.

Sorgen auch bei Barcelona

Nicht nur Paris beendete den Abend mit Personalsorgen. Bei Barcelona musste Dani Olmo bereits in der ersten Halbzeit angeschlagen ausgewechselt werden. Trainer Hansi Flick verwies nach der Partie darauf, dass seine Mannschaft aus dem Spiel lernen müsse. Mit Blick auf das anstehende Duell mit Real Madrid am Sonntag sieht er weiter Verbesserungsbedarf.

Barcelona hatte vor der Niederlage einen makellosen Saisonstart hingelegt. Die Partie in Paris galt auch deshalb als wichtiger Gradmesser. Für PSG wiederum unterstrich der Erfolg die Ambitionen in der Königsklasse. Der Klub will als erst zweite Mannschaft nach Real Madrid dreimal nacheinander die Champions League gewinnen.

Einordnung für PSG

Der sportliche Wert des Sieges bleibt hoch, doch die Verletzung Kwarazchelias verändert die Ausgangslage. PSG verliert einen Spieler, der Tempo, Abschlussstärke und Kreativität in der Offensive verbindet. Zusammen mit den Ausfällen von Dembélé und Marquinhos trifft die Personalnot mehrere Mannschaftsteile zugleich.

Für Trainer Luis Enrique bedeutet das in den kommenden Wochen zusätzliche Anpassungen. Paris hat gegen Barcelona gezeigt, dass der Kader auch auf höchstem Niveau bestehen kann. Ob diese Breite über Monate reicht, wird nun besonders durch den Ausfall Kwarazchelias geprüft.