Zum Inhalt springen
Stündlich aktualisiert

Sport · FC Bayern

Kompany nach Hirnhautreizung aus Klinik entlassen

Vincent Kompany ist nach seinem Zusammenbruch wieder zu Hause. Beim Bayern-Trainer wurde eine Hirnhautreizung festgestellt.

Presseonline-Redaktion · · 3 Min. Lesezeit

Symbolbild: Ein leerer Trainingsplatz steht für die vorübergehende Abwesenheit eines Fußballtrainers.
Symbolbild: Ein leerer Trainingsplatz steht für die vorübergehende Abwesenheit eines Fußballtrainers. KI-generiert

Vincent Kompany hat das Krankenhaus nach seinem Zusammenbruch am Trainingsgelände des FC Bayern München verlassen. Sportvorstand Max Eberl erklärte vor dem DFB-Pokalspiel gegen den 1. FC Magdeburg, bei dem Trainer sei eine Hirnhautreizung festgestellt worden. Kompany werde seine Erholung zu Hause fortsetzen, zunächst bleibt Assistent Aaron Danks für die Betreuung der Mannschaft verantwortlich.

Diagnose nach dem Kollaps

Eberl nannte vor der Partie gegen den Zweitligisten erstmals eine konkrete medizinische Ursache für den Vorfall. Bei Kompany sei geklärt worden, was hinter dem Zusammenbruch steckte. Der Sportvorstand sagte über den Befund: „Es ist eine Hirnhautreizung.“ Diese habe den Zwischenfall am vergangenen Freitag ausgelöst.

Der 40 Jahre alte Belgier war nach dem Abschlusstraining der Profimannschaft noch am Rand einer Einheit der zweiten Mannschaft anwesend, als er kollabierte. Anschließend wurde ein Notarzt gerufen. Der Verein hatte zunächst eine Erkrankung als Grund für Kompanys Ausfall genannt. Kompany selbst hatte zuvor von einem starken Virus gesprochen.

Eine Hirnhautreizung kann im Zusammenhang mit Infektionen auftreten. Eberl stellte zugleich klar, dass es sich aus seiner Sicht nicht um eine Folge sportlichen Drucks handele. Der Sportvorstand sagte auf eine entsprechende Frage, es sei „eine Krankheit“, die jeden treffen könne. Mit der Belastung im Bundesliga-Alltag habe der Vorfall nichts zu tun.

Erholung zu Hause

Nach den Angaben des Sportvorstands geht es Kompany inzwischen so gut, dass er die Klinik verlassen durfte. Eberl sprach von der wichtigsten Nachricht für den Verein in dieser Situation. Die weitere Genesung soll nun im häuslichen Umfeld erfolgen. Die Reha bedeute in diesem Fall vor allem Ruhe; zudem ist von Medikamenten die Rede.

Eberl äußerte Zuversicht, dass der Cheftrainer wieder vollständig zurückkehren werde. Einen genauen Zeitpunkt für Kompanys Comeback an der Seitenlinie nannte er nicht. Zuletzt war bereits mitgeteilt worden, dass der Trainer den Münchnern mehrere Wochen fehlen werde.

Bis auf Weiteres übernimmt Aaron Danks. Der Assistent hatte Kompany auch im Krankenhaus besucht. Gegen Magdeburg stand er erneut in der Verantwortung. Für den Trainerstab und die Mannschaft bleibt damit vorerst eine Übergangslösung bestehen, während Kompany sich erholt.

Belastende Tage für den Verein

Eberl beschrieb die Situation beim FC Bayern als schwierige Phase. Der Zusammenbruch des Trainers habe den Klub getroffen. Zugleich betonte er den Zusammenhalt im Verein. Neben Kompany fehlt den Münchnern derzeit auch Joshua Kimmich, der nach dem Tod seines Vaters nicht zur Verfügung steht.

Sportlich fiel die Nachricht in eine wichtige Pokalwoche. Der FC Bayern trat im DFB-Pokal als Titelverteidiger gegen den 1. FC Magdeburg an. Die Vorbereitung auf die Partie lief damit ohne den Cheftrainer, der erst seit dieser Saison für die Münchner verantwortlich ist.

Kompany war früher selbst Profifußballer auf internationalem Spitzenniveau. Nach seinem Wechsel an die Seitenlinie führte ihn seine Trainerlaufbahn zum deutschen Rekordmeister. Sein Ausfall ist deshalb nicht nur medizinisch, sondern auch organisatorisch bedeutend: In den kommenden Wochen muss der Trainerstab den Alltag ohne ihn strukturieren, während die Mannschaft in mehreren Wettbewerben gefordert bleibt.

Im Mittelpunkt steht nun die Genesung. Der Verein vermeidet einen festen Zeitplan für die Rückkehr. Entscheidend ist zunächst, dass Kompany nach der Diagnose nicht mehr stationär behandelt werden muss und die weitere Erholung zu Hause beginnen kann.