Sport · DFB-Pokal
Köln und Gladbach ziehen ins Achtelfinale ein
Der 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach haben am Dienstagabend das Achtelfinale im DFB-Pokal erreicht. Köln gewann gegen den Bundesligarivalen 1. FC Union Berlin deutlich mit 5:0, Gladbach setzte sich gegen den Karlsruher SC aus der 2. Bundesliga mit 2:0 durch. Beide Teams gehen damit mit Rückenwind in die nächsten Aufgaben.
Köln überzeugt gegen Union
Der 1. FC Köln legte vor 49.000 Zuschauerinnen und Zuschauern einen sehr starken Pokalabend hin. Gegen Union Berlin sorgten Saïd El Mala mit zwei Treffern, Linton Maina, Isak Johannesson und Sebastian Sebulonsen für den klaren Erfolg. Zur Pause führte Köln durch El Malas Treffer aus der 32. Minute nur 1:0, nach dem Seitenwechsel wurde die Partie einseitig.
Köln hatte zuletzt in der Bundesliga offensiv wenig Durchschlagskraft gezeigt. Beim 0:1 in Frankfurt und beim 0:0 gegen Schalke 04 war kein eigener Treffer gelungen. Gegen Union trat die Mannschaft deutlich mutiger und präziser auf. Besonders El Mala und Maina setzten die Berliner Defensive immer wieder unter Druck. Maina traf in der ersten Halbzeit den Pfosten, später bereitete er El Malas Führung vor.
Nach der Pause entschied Köln das Spiel binnen weniger Minuten. El Mala legte für Maina auf, der zum 2:0 traf. Kurz darauf erhöhte El Mala selbst auf 3:0. Johannesson machte in der Schlussphase das 4:0, Sebulonsen setzte kurz vor dem Ende den letzten Treffer. Union-Kapitän Rani Khedira sprach anschließend von einer „Nicht-Leistung“ und bat die Fans um Entschuldigung.
Gladbach besteht in Unterzahl
Auch Borussia Mönchengladbach steht in der nächsten Runde. Das Team von Trainer Alexander Blessin gewann gegen den Karlsruher SC mit 2:0. Robin Hack brachte Gladbach bereits in der 7. Minute in Führung. Lukas Ullrich, der zur Halbzeit eingewechselt wurde, erhöhte in der 49. Minute.
Besonders bemerkenswert war der Erfolg, weil Gladbach ab der 39. Minute mit einem Spieler weniger auskommen musste. Philipp Sander foulte Shio Fukuda als letzter Mann. Schiedsrichter Florian Lechner zeigte zunächst Gelb, änderte die Entscheidung nach Ansicht der Videobilder aber auf Rot.
Karlsruhe hatte danach lange Überzahl, fand jedoch kaum Wege durch die Gladbacher Defensive. Die Gäste übernahmen zwar häufiger den Ball, blieben vor dem Tor aber zu ungenau. Gladbach verteidigte kompakt und nutzte nach der Pause einen Fehler im Karlsruher Aufbau: Ullrich fing einen Pass ab, spielte mit Hack zusammen und schloss zum 2:0 ab.
Blessin zeigte sich nach der Partie zufrieden mit der Reaktion seines Teams. Eine Rote Karte könne ein Spiel verändern, sagte der Trainer. Seine Mannschaft habe aber kaum Chancen zugelassen und die Führung sicher verteidigt.
Nächste Aufgaben stehen fest
Für Köln und Union gibt es schon am Sonntag ein Wiedersehen in der Bundesliga. Dann spielt Köln auswärts in Berlin. Union muss nach dem klaren Pokal-Aus eine schnelle Reaktion zeigen, während Köln nach den jüngsten torlosen Auftritten Selbstvertrauen gesammelt hat.
Gladbach empfängt am Samstag in der Bundesliga den SC Paderborn. Karlsruhe trifft in der 2. Bundesliga am selben Tag auf den 1. FC Heidenheim. Das Achtelfinale im DFB-Pokal wird am 1. und 2. Dezember ausgetragen. Die Auslosung steht am kommenden Sonntag an.
Sportlich hatten beide Siege unterschiedliche Bedeutung. Köln verschaffte sich nach Kritik im Umfeld Ruhe und überzeugte mit Offensivfußball. Gladbach bestätigte wenige Tage nach dem ersten Bundesliga-Saisonsieg beim VfB Stuttgart den Aufwärtstrend, obwohl die Mannschaft über eine Halbzeit in Unterzahl spielte.