Sport · Champions League
Kimmich fehlt Bayern gegen Arsenal wegen Trauerfall
Joshua Kimmich steht dem FC Bayern München im Champions-League-Spiel gegen den FC Arsenal am Mittwochabend nicht zur Verfügung. Der Verein teilte am Vormittag mit, der 31 Jahre alte Nationalspieler fehle wegen eines „Trauerfalls im engsten Familienkreis“. Die Partie in München beginnt um 21 Uhr. Für den deutschen Rekordmeister ist der Ausfall kurz vor dem Topspiel sportlich schwerwiegend, zugleich bat der Klub um Rücksicht auf Kimmich und dessen Angehörige.
Verein bittet um Rücksicht
Kimmich hatte bereits am Dienstag nicht am Abschlusstraining der Münchner teilgenommen. Der FC Bayern hatte sein Fehlen zunächst mit privaten Gründen erklärt. Einen Tag später folgte die Mitteilung, dass der Mittelfeldspieler für das Heimspiel gegen Arsenal nicht im Kader stehen wird.
Der Verein erklärte, die Mannschaft stehe an der Seite ihres Spielers. Zugleich bat der Klub im Namen der Familie darum, die persönliche Situation zu respektieren. Weitere öffentliche Angaben machte der FC Bayern nicht. Im Mittelpunkt steht damit zunächst der Schutz der Privatsphäre des Spielers und seiner Angehörigen.
Für die Münchner kommt der Ausfall unmittelbar vor einem der prominentesten Spiele des dritten Champions-League-Spieltags. Kimmich gehört seit Jahren zu den zentralen Kräften im Bayern-Spiel. Er ist Nationalspieler, Führungsspieler und im Mittelfeld für Struktur, Absicherung und Spieleröffnung wichtig. Trainerteam und Mannschaft müssen diese Rolle gegen Arsenal kurzfristig anders besetzen.
Olise ebenfalls gesperrt
Neben Kimmich fehlt dem FC Bayern auch Michael Olise. Der Offensivspieler ist nach seinem Platzverweis beim 3:3 gegen Viking Stavanger gesperrt. Damit muss Bayern für das Duell mit dem englischen Meister auf zwei wichtige Akteure verzichten.
Olise hatte sich zuletzt in der Offensive festgespielt und zählt zu den Spielern, die im Angriff Eins-gegen-eins-Situationen auflösen können. Sein Fehlen verändert die Optionen auf den Außenpositionen und in der Besetzung der offensiven Halbräume. Zusammen mit Kimmichs Ausfall steht der Münchner Kader damit vor einer spürbaren Umstellung.
Auch die Situation an der Seitenlinie war vor dem Spiel nicht vollständig geklärt. Cheftrainer Vincent Kompany war in den vergangenen Tagen wegen einer Virusinfektion angeschlagen. Sein Assistent Aaron Danks hatte bereits das Abschlusstraining geleitet und die Pressekonferenz übernommen. Sollte Kompany nicht wie gewohnt coachen können, wäre Danks vorbereitet. Er hatte den Belgier bereits in einem Champions-League-Spiel vertreten, als Kompany gesperrt war.
Arsenal kommt als Prüfstein
Arsenal reist mit Selbstvertrauen nach München. Der Klub hat seine ersten beiden Spiele in der laufenden Champions-League-Saison gewonnen und tritt als englischer Meister an. In der vergangenen Spielzeit standen sich beide Teams ebenfalls in der Ligaphase gegenüber. Damals gewann Arsenal in London mit 3:1 und erreichte später das Finale.
Für Bayern ist das Wiedersehen deshalb auch sportlich aufgeladen. Serge Gnabry, der früher für Arsenal spielte, hatte vor der Partie auf die offene Rechnung aus Münchner Sicht verwiesen. Der Vergleich gilt als eines der herausragenden Spiele dieses Champions-League-Spieltags.
Die Münchner müssen gegen einen Gegner bestehen, der defensiv stabil auftreten kann und im Umschaltspiel gefährlich ist. Gerade in solchen Partien ist die Balance im Mittelfeld entscheidend. Kimmichs Ausfall betrifft daher nicht nur eine einzelne Position, sondern die gesamte Ordnung des Bayern-Spiels.
Bedeutung für die Bayern
Der FC Bayern steht trotz der personellen Rückschläge vor einem wichtigen Heimspiel in der Ligaphase. Ein Erfolg gegen Arsenal würde die Ausgangslage in der Champions League stärken und ein Signal gegen einen direkten europäischen Konkurrenten setzen. Gleichzeitig muss die Mannschaft kurzfristig ohne einen ihrer wichtigsten Führungsspieler auskommen.
Sportlich rücken nun Alternativen im Zentrum und auf den offensiven Positionen in den Fokus. Die Münchner benötigen gegen Arsenal Stabilität im Aufbau, klare Abläufe gegen den Ball und eine hohe Konzentration bei Standardsituationen. Der Abend wird damit auch ein Test für die Breite des Kaders und die Anpassungsfähigkeit des Trainerteams.