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Sport · 2. Bundesliga

Hertha siegt spät, Magdeburg rückt heran

Hertha BSC bleibt nach einem späten 1:0 gegen Bielefeld Tabellenführer. Der 1. FC Magdeburg setzt mit einem 6:1 gegen Karlsruhe ein deutliches Zeichen.

Presseonline-Redaktion · · 3 Min. Lesezeit

Symbolbild: Ein Fußballstadion unter Flutlicht steht für die angespannte Lage an der Spitze der 2. Bundesliga.
Symbolbild: Ein Fußballstadion unter Flutlicht steht für die angespannte Lage an der Spitze der 2. Bundesliga. KI-generiert

Hertha BSC hat die Spitze der 2. Fußball-Bundesliga mit einem späten 1:0 gegen Arminia Bielefeld behauptet. Josip Brekalo entschied die Partie in der Nachspielzeit per Strafstoß. Dahinter erhöhte der 1. FC Magdeburg mit einem 6:1 gegen den Karlsruher SC den Druck auf die Aufstiegszone und sprang vorerst auf Rang vier.

Hertha belohnt sich spät

Im Berliner Olympiastadion sahen 49.181 Zuschauerinnen und Zuschauer lange ein einseitiges, aber zähes Spiel. Hertha hatte viel Ballbesitz, kontrollierte weite Phasen und ließ Bielefeld kaum in gefährliche Räume kommen. Die Gäste verteidigten eng und suchten vor allem Stabilität im Zentrum.

Trotz der Kontrolle fehlte den Berlinern zunächst die Präzision vor dem Tor. Sebastian Grönning kam früh zu Möglichkeiten, Maximilian Großer klärte einmal noch nahe der Linie. Auch Oluwaseun Adewumi brachte den Ball aus guter Position nicht an Arminia-Torwart Jonas Kersken vorbei.

Nach der Pause blieb Hertha am Drücker. Brekalo traf aus spitzem Winkel nur das Außennetz, Kevin Sessa setzte einen Freistoß an die Latte. Ein später Treffer des eingewechselten Luca Schuler wurde wegen eines Handspiels nicht anerkannt. Als vieles auf ein torloses Remis hindeutete, sprang Großer der Ball im Strafraum an den Arm. Brekalo übernahm Verantwortung und verwandelte in der 90.+3 Minute. Kersken war noch am Ball, konnte den Einschlag aber nicht verhindern.

Für Hertha war es Sieg Nummer acht im neunten Saisonspiel. Die Mannschaft von Trainer Stefan Leitl ist weiter ungeschlagen. Leitl sprach nach der Partie von einem glücklichen Moment, sah den Erfolg insgesamt aber als verdient an. Seine Mannschaft sei „total stabil“ gewesen.

Magdeburg nutzt Standards eiskalt

Noch deutlicher fiel der Erfolg des 1. FC Magdeburg aus. Gegen Karlsruhe gewann das Team von Petrik Sander mit 6:1 und setzte damit ein klares Signal im oberen Tabellendrittel. Für Magdeburg war es der vierte Heimsieg nacheinander. Der KSC bleibt auswärts weiter ohne Sieg und rutschte vorerst auf Platz 15.

Karlsruhe begann mutig und jubelte früh über ein Tor von Noel Eichinger, das wegen Abseits nicht zählte. Auch Magdeburg hatte in der ersten Hälfte einen Treffer, der nach einer Abseitsstellung aberkannt wurde. Danach übernahm der FCM zunehmend die Kontrolle.

Mateusz Zukowski brachte Magdeburg in der 39. Minute per Foulelfmeter in Führung. Kurz nach dem Seitenwechsel verwandelte er erneut vom Punkt. Danach brach die Gegenwehr der Gäste weitgehend zusammen. Anselmo García MacNulty erhöhte in der 54. Minute, Emmanuel Iyoha traf fünf Minuten später, Roko Simic legte in der 66. Minute nach. Deniz Ofli erzielte in der Schlussphase den Karlsruher Treffer, Leon Mergner stellte in der Nachspielzeit den Endstand her.

Auffällig war Magdeburgs Stärke nach ruhenden Bällen. Mehrere Tore entstanden aus Standards oder Elfmetersituationen. Mit dem Kantersieg sammelte der FCM zudem Selbstvertrauen vor dem Pokalspiel beim FC Bayern am Mittwochabend. Der von Bayern ausgeliehene Felipe Chavez stand gegen Karlsruhe in der Magdeburger Startelf und könnte nun auf seinen Stammverein treffen. Karlsruhe spielt bereits am Dienstag im Pokal bei Borussia Mönchengladbach.

Heidenheim verliert weiter Boden

Auch das 1:1 des 1. FC Heidenheim gegen Energie Cottbus wirkt sich auf die Lage im oberen Tabellenbereich aus. Der Bundesliga-Absteiger bleibt mit 15 Punkten zwar in Reichweite der Aufstiegsplätze, wartet aber seit vier Ligaspielen auf einen Sieg.

Cottbus ging durch Lucas Copado in der 40. Minute in Führung. Heidenheim steigerte sich nach der Pause und kam durch Oualid Mhamdi zum Ausgleich, dessen Abschluss abgefälscht wurde. Danach erspielten sich die Gastgeber mehrere Möglichkeiten, nutzten sie aber nicht. Energie Cottbus steht nach neun Spieltagen bei zehn Punkten und sucht ebenfalls weiter nach einem Erfolgserlebnis.

Spitzengruppe nimmt Konturen an

Hertha setzt sich mit dem nächsten späten Erfolg oben fest und zeigt auch an Tagen mit Problemen im Abschluss Widerstandskraft. Magdeburg profitiert von seiner Heimstärke und rückt mit der besten Tagesleistung näher an die Aufstiegsränge. Heidenheim dagegen lässt erneut Punkte liegen. Damit verschiebt sich der Druck in der 2. Bundesliga: Der Tabellenführer bleibt stabil, während Magdeburg zum Verfolgerkreis aufschließt.