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Stündlich aktualisiert

Sport · 2. Bundesliga

Hertha siegt klar und baut Tabellenführung aus

Hertha BSC gewinnt das Spitzenspiel beim 1. FC Kaiserslautern 3:0. Die Berliner bleiben ungeschlagen und stellen einen Startrekord der 2. Bundesliga ein.

Presseonline-Redaktion · · 3 Min. Lesezeit

Symbolbild: Hertha BSC setzt in der 2. Bundesliga seinen starken Lauf fort.
Symbolbild: Hertha BSC setzt in der 2. Bundesliga seinen starken Lauf fort. KI-generiert

Hertha BSC setzt seinen starken Lauf in der 2. Fußball-Bundesliga fort. Die Mannschaft von Trainer Stefan Leitl gewann am Samstag beim 1. FC Kaiserslautern mit 3:0 (1:0), bleibt nach zehn Spielen ohne Niederlage und führt die Tabelle weiter deutlich an. Sebastian Grönning erzielte zwei Tore, Oluwaseun Adewumi traf zum Endstand. Mit neun Siegen und einem Unentschieden egalisierte Hertha zugleich den besten Saisonstart der Liga, den Bayer Leverkusen 1978/79 hingelegt hatte.

Gersbeck hält Hertha im Spiel

Vor 49.327 Zuschauerinnen und Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion begann Kaiserslautern druckvoll. Mika Haas und Thierry Tazemeta kamen früh zu Abschlüssen, doch Hertha-Torwart Marius Gersbeck verhinderte mit mehreren Paraden einen Rückstand. Die Gastgeber nutzten ihre beste Phase nicht, danach fanden die Berliner besser in die Partie.

In der 17. Minute brachte Grönning Hertha in Führung. Für den Angreifer war es ein wichtiger Treffer nach einer längeren Durststrecke. Zugleich endete für Kaiserslautern eine bemerkenswerte Defensivserie: Der FCK hatte zuvor seit dem vierten Spieltag keinen Gegentreffer mehr kassiert und in der laufenden Zweitliga-Saison insgesamt erst wenige Tore zugelassen.

Nach dem Berliner Führungstor wurde das Spiel intensiver. Viele Zweikämpfe und Unterbrechungen prägten die Phase bis zur Pause. Kaiserslautern blieb bemüht, kam aber nicht mehr so klar durch wie in den ersten Minuten. Hertha verteidigte stabil und setzte selbst immer wieder Akzente.

Grönning und Adewumi entscheiden früh

Direkt nach dem Seitenwechsel erhöhte Hertha das Tempo. Mads Pedersen bereitete in der 52. Minute Grönnings zweiten Treffer vor. Nur wenige Minuten später leitete der Linksverteidiger auch das 3:0 ein, das Adewumi in der 59. beziehungsweise 60. Minute erzielte; die Angaben zur exakten Spielminute schwanken leicht.

Damit war die Begegnung früh entschieden. Kaiserslautern, das zuvor drei Ligaspiele nacheinander gewonnen hatte, fand keine Antwort mehr. Hertha kontrollierte die Schlussphase und hätte bei besser ausgespielten Kontern sogar höher gewinnen können.

Leitl ordnete den Erfolg als Abschluss einer starken Woche ein. Nach Siegen gegen Arminia Bielefeld, Jeddeloh II im Pokal und Kaiserslautern sagte der Trainer: „Für uns natürlich eine perfekte Woche.“ Die Berliner blieben in diesen drei Partien ohne Gegentor.

Nächster Härtetest gegen Wolfsburg

Hertha steht nach zehn Spieltagen bei 28 Punkten. Der Vorsprung auf Kaiserslautern beträgt nun zehn Zähler. In der Tabelle hat sich zudem der VfL Wolfsburg nach einem 2:0 gegen den VfL Osnabrück nach vorn geschoben. Fabian Reese erzielte dabei ein Tor und bereitete einen weiteren Treffer vor.

Am kommenden Samstag kommt es im Berliner Olympiastadion zum nächsten Spitzenspiel. Dann empfängt Hertha den VfL Wolfsburg, der mit Reese einen früheren Berliner Kapitän in seinen Reihen hat. Der Abstand zwischen beiden Teams beträgt nach den Samstagsspielen neun Punkte.

Für Hertha ist die sportliche Entwicklung auffällig konstant. Die Mannschaft tritt bislang ohne Niederlage auf, sammelt fast die maximale Punktausbeute und hat nun auch ein direktes Duell mit einem Verfolger klar gewonnen. Besonders bemerkenswert ist, dass die Berliner den Erfolg in Kaiserslautern nach schwieriger Anfangsphase erzielten und anschließend sehr effizient blieben.

Sportlicher Lauf und wirtschaftliche Entspannung

Der starke Saisonstart fällt in eine Phase, in der sich auch die Lage neben dem Platz positiver darstellt. Hertha wird wieder als finanziell stabiler beschrieben und verzeichnet erstmals seit Jahren einen Gewinn. Damit entsteht rund um den Klub ein anderes Bild als in früheren Spielzeiten, als sportliche und wirtschaftliche Probleme die Entwicklung belasteten.

Sportlich bleibt der Maßstab dennoch klar: Nach zehn Spieltagen ist noch keine Entscheidung im Aufstiegsrennen gefallen. Der Sieg in Kaiserslautern zeigt aber, dass Hertha auch in einem emotionalen Auswärtsspiel bei einem direkten Konkurrenten bestehen kann. Das Duell mit Wolfsburg wird nun zum nächsten Prüfstein für den Tabellenführer.