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Sport · DFB-Pokal

Dortmund nimmt Pokalschwung mit ins Spitzenspiel

Borussia Dortmund gewinnt im Pokal spät gegen Bremen. Auch Bayern München setzt ein klares Zeichen, bevor beide ungeschlagenen Teams am Samstag aufeinandertreffen.

Presseonline-Redaktion · · 3 Min. Lesezeit

Symbolbild: Ein Fußballstadion unter Flutlicht nach einem Pokalspiel.
Symbolbild: Ein Fußballstadion unter Flutlicht nach einem Pokalspiel. KI-generiert

Borussia Dortmund hat sich mit einem späten 3:2 gegen Werder Bremen Rückenwind für das Bundesliga-Topspiel beim FC Bayern München geholt. Marcel Sabitzer erzielte unter der Woche in der Nachspielzeit den Dortmunder Siegtreffer im DFB-Pokal. Auch Bayern überzeugte im Pokal deutlich und traf gegen den Zweitligisten aus Magdeburg sechsmal. Am Samstag kommt es nun zum Duell der beiden einzigen noch ungeschlagenen Mannschaften der Bundesliga.

Sabitzer entscheidet Pokalspiel spät

Der Dortmunder Erfolg gegen Bremen passte zu einem Muster dieser Saison. Der BVB bleibt bis in die Schlussphase gefährlich und hat seine späten Qualitäten erneut gezeigt. In der Bundesliga erzielte Dortmund sechs seiner zwölf Treffer ab der 80. Minute. Neun Tore fielen nach der Pause.

Sabitzer könnte durch seinen Pokalauftritt auch für das kommende Spitzenspiel eine größere Rolle spielen. Der Österreicher gilt als Kandidat für die Startelf auf der Position hinter Stürmer Serhou Guirassy. Als Alternative steht Ethan Nwaneri bereit, der von Arsenal ausgeliehen ist.

Auch im zentralen Mittelfeld gibt es Konkurrenz. Zuletzt hatten sich Jobe Bellingham und Felix Nmecha als bevorzugtes Duo auf der Doppelsechs etabliert. Joey Vermann machte gegen Bremen jedoch auf sich aufmerksam und zeigte eine seiner bislang stärksten Leistungen im Dortmunder Trikot.

Bayern trifft sechsmal im Pokal

Der FC Bayern nutzte den Pokal ebenfalls für ein deutliches Signal. Gegen Magdeburg erzielte der Titelverteidiger sechs Tore. Harry Kane blieb dabei über die gesamte Spielzeit auf der Bank. Der Engländer, der am Montag in London mit dem Ballon d’Or ausgezeichnet wurde, dürfte gegen Dortmund wieder in die Mannschaft zurückkehren. Auch Kapitän Manuel Neuer wird wieder erwartet.

Offen ist weiter, ob Joshua Kimmich zur Verfügung steht. Er hatte wegen eines Trauerfalls in der Familie zuletzt zwei Partien verpasst. An der Seitenlinie wird erneut Co-Trainer Aaron Danks verantwortlich sein. Cheftrainer Vincent Kompany erholt sich nach einem Zusammenbruch und einem Krankenhausaufenthalt zu Hause.

Bayern geht mit enormer Offensivform in die Partie. Nach sieben Bundesligaspielen stehen bereits 25 Tore. In den ersten drei Heimspielen gelangen den Münchnern sogar 18 Treffer. Gegen Stuttgart gewann Bayern 5:1, gegen Union Berlin 7:0 und gegen Leipzig 6:1.

Beste Offensive gegen starke Defensive

Das Spiel am Samstag ist auch deshalb brisant, weil beide Teams punktgleich an der Tabellenspitze stehen. Bayern führt nur wegen des besseren Torverhältnisses. Der Vorsprung beträgt dort elf Treffer. Dortmund ist Zweiter, aber ebenfalls ungeschlagen.

Während Bayern vor allem durch seine Angriffskraft auffällt, stützt sich Dortmund auf eine stabile Defensive. Der BVB blieb in der Bundesliga bereits fünfmal ohne Gegentor und ließ insgesamt erst vier Gegentreffer zu. Auch die erwarteten Gegentore sprechen für die Dortmunder Abwehrarbeit. Der Wert liegt bei 5,85. Gegner kamen bislang nur zu drei Großchancen. Torwart Gregor Kobel parierte 82 Prozent der Schüsse auf sein Tor.

Die Münchner Bilanz im direkten Vergleich spricht dennoch klar für Bayern. Von den jüngsten 17 Pflichtspielen gegen Dortmund verlor der Rekordmeister nur eines. Dazu kamen 13 Siege und drei Unentschieden. Den letzten Vergleich vor zehn Wochen gewann Bayern in Dortmund mit 2:1 und holte den Franz-Beckenbauer-Supercup.

Pokal als Stimmungstest

Der Pokalabend liefert beiden Mannschaften vor dem Spitzenspiel Argumente. Dortmund zeigte gegen Bremen erneut, dass die Mannschaft auch spät noch Spiele drehen oder entscheiden kann. Bayern bestätigte gegen Magdeburg seine hohe Abschlussstärke und Breite im Kader.

Für Dortmund könnte der Sieg vor allem psychologisch wichtig sein. Die Mannschaft reist mit einem späten Erfolgserlebnis nach München. Bayern dagegen bleibt trotz der Situation um Kompany sportlich stabil. Das Duell am Samstag verbindet damit zwei Erzählungen: die Münchner Dominanz im Angriff und die Dortmunder Widerstandskraft bis zur letzten Minute.

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