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Sport · Bundesliga-Topspiel

Bayern zerlegt Leipzig beim 6:1 in München

Der FC Bayern gewinnt das Topspiel gegen RB Leipzig klar mit 6:1. Neben Luis Díaz’ drei Treffern rückt auch Trainer Vincent Kompany in den Fokus.

Presseonline-Redaktion · · 3 Min. Lesezeit

Symbolbild: Ein Fußballstadion bei Flutlicht nach einem klaren Heimsieg.
Symbolbild: Ein Fußballstadion bei Flutlicht nach einem klaren Heimsieg. KI-generiert

Der FC Bayern München hat RB Leipzig im Bundesliga-Topspiel deutlich besiegt und beim 6:1 am Samstagabend eine klare Reaktion auf zuletzt wacklige Auftritte gezeigt. Luis Díaz traf dreimal, Aleksandar Pavlovic, Michael Olise und Harry Kane erhöhten für den Rekordmeister. Leipzig war in München fast durchgehend überfordert und kam erst in der Nachspielzeit durch Andrija Maksimovic zum Ehrentreffer. Auffällig war zudem Bayern-Trainer Vincent Kompany, der wegen gesundheitlicher Probleme ungewöhnlich lange auf der Bank blieb.

Frühe Entscheidung in München

Die Partie war schon vor der Pause klar in Richtung der Gastgeber gekippt. Díaz brachte Bayern in der 12. Minute in Führung. Pavlovic legte in der 26. Minute nach, Olise traf in der 34. Minute zum 3:0-Pausenstand. Leipzig fand kaum Zugriff, verlor viele entscheidende Duelle und ließ den Münchnern zu viel Raum.

Nach dem Seitenwechsel blieb Bayern druckvoll. Díaz erhöhte in der 47. Minute, Kane traf in der 53. Minute, ehe Díaz in der 69. Minute seinen dritten Treffer erzielte. Der Angreifer prägte damit den Abend offensiv entscheidend. Leipzigs Torhüter Maarten Vandevoordt verhinderte trotz der sechs Gegentore weitere Treffer und gehörte zu den wenigen Gästen, die sich gegen die deutliche Niederlage stemmten.

Das 1:6 durch Maksimovic in der ersten Minute der Nachspielzeit änderte nichts mehr am Eindruck eines einseitigen Spitzenspiels. Leipzig blieb offensiv lange harmlos und defensiv anfällig, Bayern wirkte in nahezu allen Spielphasen schneller, präziser und zielstrebiger.

Leipzig spricht von Versagen

Bei RB Leipzig fiel die Aufarbeitung unmittelbar nach dem Abpfiff scharf aus. Sportchef Marcel Schäfer nannte den Auftritt ein „komplettes Versagen“ in sämtlichen Bereichen. Er räumte ein, dass seine Mannschaft chancenlos gewesen sei und mit dem Ergebnis sogar noch vergleichsweise glimpflich davongekommen sei.

Trainer Martin Demichelis entschuldigte sich bei den mitgereisten Anhängerinnen und Anhängern. In München könne man verlieren, sagte er sinngemäß, aber nicht auf diese Weise. Für den früheren Bayern-Profi steht nun vor allem im Vordergrund, den Auftritt rasch abzuhaken. Schon am Mittwoch wartet für Leipzig in der Champions League das Auswärtsspiel bei Real Madrid.

Schäfer kündigte dennoch eine gründliche Analyse an. Das Spiel habe Leipzig gezeigt, welches Niveau nötig sei, um gegen einen Gegner dieser Qualität mitzuhalten. Die Defizite waren an diesem Abend in nahezu allen Mannschaftsteilen sichtbar: Bayern setzte Leipzig früh unter Druck, gewann viele zweite Bälle und kam immer wieder ungestört in gefährliche Räume.

Kompany bleibt auf der Bank

Neben dem sportlichen Verlauf sorgte Kompanys Verhalten an der Seitenlinie für Aufmerksamkeit. Der Bayern-Trainer ist normalerweise sehr präsent in der Coaching-Zone. Gegen Leipzig blieb er über weite Strecken sitzen. Die aktive Anleitung übernahm vor allem Assistenztrainer Aaron Danks, der häufig stand und Anweisungen gab.

Nach Angaben aus dem Verein war Kompany angeschlagen. Sportdirektor Christoph Freund erklärte zur Halbzeit, der Trainer sei etwas krank und körperlich nicht ganz fit, habe die Mannschaft aber normal auf das Spiel vorbereitet. Bereits vor der Partie sei abgestimmt gewesen, dass die Assistenten diesmal mehr Aufgaben an der Linie übernehmen.

Nach dem Spiel ging Kompany dennoch auf den Rasen und klatschte mit seinen Spielern ab. Bei der Pressekonferenz erschien später aber nicht er, sondern Sportvorstand Max Eberl. Eberl sagte, Kompany habe sich die gesamte Woche mit einem Virus geplagt und zusätzlich Hüftprobleme. Er betonte zugleich, dass die Aufgabenverteilung im Trainerteam gut funktioniert habe.

Bayern setzt ein Zeichen

Für den FC Bayern war der klare Sieg mehr als ein gewöhnlicher Heimerfolg. Nach den jüngsten Unsicherheiten zeigte die Mannschaft gegen einen direkten Konkurrenten eine dominante Vorstellung. Besonders die Konsequenz vor dem Tor und die Kontrolle im Mittelfeld gaben dem Spiel früh eine eindeutige Richtung.

Leipzig dagegen reist mit einer schweren Hypothek nach Madrid. Die Niederlage war nicht nur wegen des Ergebnisses empfindlich, sondern auch wegen der Art des Auftritts. Bayern wirkte bereit für ein Spitzenspiel, Leipzig über weite Strecken nicht. Damit verschiebt sich die Debatte nach dem Abend in München in zwei Richtungen: sportlich geht es um Bayerns Machtdemonstration, personell um Kompanys Gesundheitszustand und die ungewöhnlich ruhige Rolle des Trainers beim Kantersieg.