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Sport · FC Bayern

Bayern verliert Gnabry und Saibari für Wochen

Nach dem 2:2 gegen Dortmund verschärft sich die Personallage beim FC Bayern. Serge Gnabry und Ismael Saibari fallen aus, Michael Olise ist ebenfalls angeschlagen.

Presseonline-Redaktion · · 3 Min. Lesezeit

Symbolbild: Die Verletzungssorgen des FC Bayern verschärfen die Personallage vor den nächsten Spielen.
Symbolbild: Die Verletzungssorgen des FC Bayern verschärfen die Personallage vor den nächsten Spielen. KI-generiert

Der FC Bayern muss nach dem 2:2 gegen Borussia Dortmund weitere Rückschläge in der Offensive verkraften. Serge Gnabry erlitt nach Klubangaben eine Muskelverletzung im linken hinteren Oberschenkel, Ismael Saibari zog sich einen Riss des Syndesmosebands im rechten Sprunggelenk zu und wurde bereits operiert. Beide Profis werden dem deutschen Meister wochenlang fehlen. Auch Michael Olise beendete das Bundesliga-Topspiel angeschlagen, eine Diagnose lag zunächst nicht vor.

Zwei neue Ausfälle in der Offensive

Für Gnabry ist es der nächste gesundheitliche Rückschlag innerhalb kurzer Zeit. Der Nationalspieler hatte bereits die Weltmeisterschaft wegen einer Adduktorenverletzung verpasst. Nun muss Bayern wieder ohne den 31-Jährigen planen, während der Spielplan in Bundesliga und Champions League kaum Pausen zulässt.

Saibari verletzte sich bei einer Offensivaktion, als er mit Dortmunds Torhüter Gregor Kobel zusammenstieß. Der 25 Jahre alte marokkanische Nationalspieler verließ die Arena später auf Krücken. Nach seiner Operation meldete er sich aus dem Krankenhaus und schrieb: „Die Operation ist gut verlaufen!“ Nun gehe es für ihn darum, sich zurückzuarbeiten. Kobel entschuldigte sich öffentlich bei Saibari und wünschte ihm eine schnelle Genesung.

Sportvorstand Max Eberl sprach nach der Partie von einer außergewöhnlich belastenden Situation. Das 2:2 bezeichnete er als „teures 2:2“. Der späte Dortmunder Ausgleich durch Fabio Silva kostete Bayern nicht nur zwei Punkte, sondern fiel in eine Phase, in der der Kader ohnehin stark beansprucht ist.

Kader wird immer dünner

Schon vor dem Spiel gegen Dortmund fehlten Jamal Musiala und Luis Díaz verletzungsbedingt. Torhüter Manuel Neuer konnte wegen Fußproblemen erneut nicht mitwirken. Dazu kommt die Abwesenheit von Trainer Vincent Kompany, der sich nach einer Hirnhautreizung zu Hause erholt. Joshua Kimmich kehrte nach dem Tod seines Vaters in die Mannschaft zurück.

Kimmich beschrieb die vergangenen Tage als schwierig und verwies neben seiner persönlichen Situation auch auf die Lage des Teams. Zugleich betonte er den Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft. Nach dem Remis sei die Stimmung zwar gedrückt gewesen, von einer Krise wollte der Mittelfeldspieler aber nicht sprechen.

Sportlich bleibt Bayern trotz der Rückschläge an der Spitze dran. Nach acht Bundesliga-Spieltagen haben München und Dortmund jeweils 18 Punkte. Das direkte Duell brachte keine Entscheidung im Titelrennen, zeigte aber, wie stark die Münchner Personalsituation die nächsten Wochen prägen dürfte.

Nächster Härtetest in Madrid

Schon am Dienstag steht für Bayern das Champions-League-Auswärtsspiel bei Atlético Madrid an. Eberl forderte mit Blick auf die nächsten Aufgaben Widerstandskraft. Die Mannschaft habe diese bisher gezeigt, müsse sie nun aber weiter beweisen.

Vorstandschef Jan-Christian Dreesen reagierte zurückhaltend auf Fragen nach möglichen Verstärkungen im Winter. Der Klub sei durch die Verletzungen zwar belastet, eine frühe Debatte über Transfers wollte er aber nicht führen. Damit bleibt zunächst der vorhandene Kader gefordert.

Harry Kane sprach nach dem Dortmund-Spiel von einem ungewöhnlichen Abend. Der Stürmer vergab einen Handelfmeter, traf später den Pfosten und sah auch bei Teamkollegen Aluminiumtreffer. Bayern hatte mehrere Chancen, die Partie früher zu entscheiden. Stattdessen steht neben dem verpassten Sieg vor allem die Sorge um die nächsten Ausfälle im Mittelpunkt.

Belastung als zentrales Thema

Die Verletzungen treffen vor allem die Offensive. Gnabry und Saibari fehlen sicher, bei Olise muss Bayern die weitere Untersuchung abwarten. Zusammen mit den Ausfällen von Musiala und Díaz wird die Auswahl in den vorderen Reihen deutlich kleiner.

Für den Klub kommt die Entwicklung zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Die Saison befindet sich in einer dichten Phase, die internationalen Aufgaben beginnen wieder unmittelbar nach dem Bundesliga-Gipfel. Bayern muss deshalb nicht nur sportliche Antworten finden, sondern auch die Belastung der verbleibenden Spieler steuern.