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Sport · Bundesliga-Topspiel

Bayern bangt nach BVB-Spiel um drei Profis

Beim 2:2 gegen Dortmund muss Bayern München drei Offensivspieler verletzt auswechseln. Vor dem Champions-League-Spiel bei Atlético Madrid verschärft sich die Personallage.

Presseonline-Redaktion · · 3 Min. Lesezeit

Symbolbild: Nach dem Topspiel steht beim FC Bayern die Personallage im Mittelpunkt.
Symbolbild: Nach dem Topspiel steht beim FC Bayern die Personallage im Mittelpunkt. KI-generiert

Der FC Bayern München geht mit neuen Verletzungssorgen in die kurze Vorbereitung auf das Champions-League-Spiel bei Atlético Madrid. Beim 2:2 gegen Borussia Dortmund mussten Ismael Saibari, Serge Gnabry und Michael Olise vorzeitig vom Platz. Besonders bei Saibari und Gnabry befürchten die Münchner längere Ausfälle, während die Einschätzung bei Olise zunächst etwas günstiger ausfiel.

Saibari und Gnabry früh raus

Saibari verletzte sich in der ersten Halbzeit nach einem Zusammenstoß mit Dortmunds Torwart Gregor Kobel. Der marokkanische Nationalspieler wurde auf dem Rasen behandelt und anschließend gestützt in die Kabine begleitet. Trainervertreter Aaron Danks sprach von einer Verletzung am Sprunggelenk. Kapitän Joshua Kimmich sagte zu den Szenen: „Die Bilder sahen nicht gut aus.“

Nur wenig später war auch für Gnabry Schluss. Der deutsche Nationalspieler setzte sich ohne unmittelbaren Zweikampf auf den Rasen und musste ebenfalls ausgewechselt werden. Danks nannte eine Muskelverletzung als Grund. Für Saibari und Gnabry kamen Nathaniel Brown und Josip Stanisic in die Partie. In der Schlussphase erwischte es dann auch Olise, der humpelnd ausgewechselt wurde; Lennart Karl rückte für ihn ins Spiel.

Sportvorstand Max Eberl bewertete die Lage nach dem Abpfiff zurückhaltend, aber ernst. Mit Blick auf Saibari und Gnabry sagte er: „Beide Verletzungen sehen größer aus.“ Bei Olise rechne der Klub zunächst nicht mit einer schweren Verletzung. Vorstandschef Jan-Christian Dreesen sprach angesichts der erneuten Ausfälle von einer „leidgeprüft“en Mannschaft.

Führungen reichen Bayern nicht

Sportlich verpasste Bayern im Topspiel gegen den direkten Verfolger einen Heimsieg. Konrad Laimer brachte die Münchner in der 38. Minute in Führung. Nach der Pause glich Serhou Guirassy für Dortmund aus, ehe Dayot Upamecano nach Vorarbeit von Harry Kane zum 2:1 traf. Kurz vor dem Ende sorgte Fabio Silva für den Dortmunder Ausgleich.

Bayern hatte zuvor mehrere Chancen, die Partie deutlicher in die eigene Richtung zu lenken. Kane, der nach seiner Auszeichnung mit dem Ballon d’Or erstmals wieder vor heimischem Publikum spielte, vergab einen Strafstoß und traf die Latte. Später landete ein weiterer Abschluss des Engländers am Pfosten. Als Vorbereiter des zweiten Bayern-Tores blieb er dennoch an einem Treffer beteiligt.

Dortmund blieb nach beiden Rückständen im Spiel und nahm aus München einen Punkt mit. Für Bayern wog das Ergebnis wegen der Verletzten schwerer als der verpasste Sieg. Eberl bezeichnete den Abend sinngemäß als sehr kostspielig. Harry Kane sprach von einem ungewöhnlichen Spiel und sagte über die Blessuren: „Bei einigen sah es offensichtlich nicht gut aus.“

Personallage vor Madrid angespannt

Schon vor der Partie fehlten Bayern mehrere wichtige Akteure. Jamal Musiala und Luis Díaz standen verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. Auch Manuel Neuer konnte wegen Fußproblemen nicht spielen. Dazu wurde Cheftrainer Vincent Kompany erneut von Aaron Danks vertreten, weil er sich nach einer Hirnhautreizung weiter erholt.

Joshua Kimmich kehrte nach dem Tod seines Vaters in die Mannschaft zurück. Für Bayern bedeutet die Häufung der Ausfälle nun eine zusätzliche Belastung in einer ohnehin engen Phase. Danks verwies nach dem Spiel auf die Bedeutung der medizinischen Abteilung für die nächsten Tage. Am Dienstag tritt Bayern in der Ligaphase der Champions League bei Atlético Madrid an.

Eberl betonte, dass die Aufgabe in Spanien selbst mit vollständigem Kader schwierig wäre. Gleichzeitig verwies er darauf, dass die Mannschaft in den vergangenen Wochen trotz Rückschlägen zusammengehalten habe. Dreesen reagierte auf Fragen nach möglichen Winterzugängen zurückhaltend und warnte davor, zu früh über solche Maßnahmen zu sprechen.

Einordnung im Titelrennen

Das 2:2 hält Bayern und Dortmund in der Tabelle eng beieinander. Für den BVB ist der Punkt auch deshalb wertvoll, weil die Mannschaft in München zweimal einen Rückstand aufholte. Bayern bleibt sportlich stark, doch die Tiefe des Kaders rückt durch die neuen Verletzungen stärker in den Fokus.

Für die Münchner werden nun die Diagnosen entscheidend. Fallen Saibari, Gnabry oder Olise länger aus, verliert der Angriff weitere Optionen. Mit Musiala und Díaz fehlen dort bereits zwei zentrale Spieler. Vor dem Auswärtsspiel in Madrid muss Bayern deshalb nicht nur taktische Fragen klären, sondern vor allem prüfen, welche Profis überhaupt einsatzfähig sind.