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Stündlich aktualisiert

Panorama · Unwetter in Europa

Starkregen fordert drei Todesopfer in Südfrankreich

Im Département Bouches-du-Rhône haben Unwetter schwere Schäden verursacht. Drei Menschen starben, Hunderte mussten in Notunterkünfte.

Presseonline-Redaktion · · 3 Min. Lesezeit

Symbolbild: Starkregen kann Straßen, Keller und technische Infrastruktur innerhalb kurzer Zeit überfluten.
Symbolbild: Starkregen kann Straßen, Keller und technische Infrastruktur innerhalb kurzer Zeit überfluten. KI-generiert

Mindestens drei Menschen sind bei schweren Unwettern im Süden Frankreichs ums Leben gekommen, eine weitere Person wurde verletzt. Das teilte die Präfektur des Départements Bouches-du-Rhône mit. Heftiger Regen setzte Straßen, Gebäude und Teile der Infrastruktur unter Wasser. Besonders betroffen sind Arles und Saint-Martin-de-Crau. Rund 250 Menschen wurden vorübergehend in Notunterkünften aufgenommen.

Tote in mehreren Orten

Nach Angaben der Behörden wurden zwei der Opfer in Lançon-Provence gefunden. Es handelt sich demnach um eine 86 Jahre alte Frau und eine 26-Jährige. Beide wurden ertrunken in einem Keller entdeckt. Ein weiteres Opfer kam in Saint-Mitre-les-Remparts ums Leben. Die Person war 75 Jahre alt.

Die Präfektur meldete neben den Todesfällen auch eine verletzte Person. Einzelheiten zum Zustand der verletzten Person wurden nicht genannt. Die Lage blieb in mehreren Gemeinden angespannt, weil Wasser in Häuser eindrang und Straßen zeitweise nicht passierbar waren.

Die betroffene Region liegt im Département Bouches-du-Rhône, zu dem auch Marseille gehört. In Teilen des Gebiets führten die Niederschläge rasch zu Überflutungen. Keller und tiefer gelegene Bereiche waren besonders gefährdet. Einsatzkräfte mussten Menschen unterbringen, Zufahrten sichern und Schäden an der Infrastruktur aufnehmen.

Strom, Telefon und Verkehr gestört

Die Unwetter trafen nicht nur Wohngebiete. In der Region fiel zeitweise der Strom aus. Auch das Telefonnetz war gestört. Dadurch wurde die Kommunikation zwischen Behörden und Bewohnerinnen und Bewohnern erschwert. Gerade bei Überschwemmungen ist eine stabile Erreichbarkeit wichtig, weil Warnungen, Hilferufe und Einsatzkoordination schnell weitergegeben werden müssen.

Auch der Verkehr war erheblich beeinträchtigt. Wasser machte Straßen unbefahrbar oder nur eingeschränkt nutzbar. Zudem kam es auf Bahnstrecken zu Unterbrechungen. Für Pendlerinnen, Pendler und Reisende bedeutete das Verzögerungen und Umwege. In mehreren Orten mussten die Behörden die Lage laufend neu bewerten, weil sich Wasserstände und Schäden erst nach und nach zeigten.

In Arles und Saint-Martin-de-Crau wurden Betroffene in Notunterkünften versorgt. Die Unterbringung diente vor allem Menschen, deren Wohnungen durch Wasser oder Stromausfälle vorübergehend nicht sicher nutzbar waren. Angaben zu größeren Evakuierungen wurden nicht gemacht.

Zusätzliche Hilfe angekündigt

Für Donnerstag wurden weitere Kräfte des Zivilschutzes erwartet. Sie sollten unter anderem beim Abpumpen von Wasser aus überfluteten Gebäuden helfen. Diese Arbeiten können mehrere Stunden oder länger dauern, weil Wasser oft in Keller, Tiefgaragen und technische Anlagen eindringt. Erst wenn die betroffenen Bereiche zugänglich sind, lässt sich das Ausmaß der Schäden genauer feststellen.

Die Einsatzkräfte stehen zudem vor der Aufgabe, Gefahren durch beschädigte Stromanlagen, blockierte Wege und instabile Gebäudeteile zu vermeiden. Nach Starkregenereignissen können auch kleinere Wasserläufe und Entwässerungssysteme überlastet bleiben. Deshalb ist die Lage für Behörden und Rettungsdienste häufig auch dann noch anspruchsvoll, wenn der stärkste Regen bereits nachgelassen hat.

Wetterextreme belasten Infrastruktur

Die Ereignisse in Südfrankreich zeigen, wie stark kurze, intensive Niederschläge eine Region treffen können. Überschwemmte Straßen, unterbrochene Bahnverbindungen, Stromausfälle und Probleme im Telefonnetz wirken zusammen und erschweren schnelle Hilfe. Besonders gefährlich sind vollgelaufene Keller und tiefer gelegene Gebäudeteile, weil Wasser dort rasch ansteigen kann.

Für die betroffenen Gemeinden steht nun zunächst die akute Hilfe im Vordergrund: Menschen müssen sicher untergebracht, Gebäude ausgepumpt und Verkehrswege wieder nutzbar gemacht werden. Danach folgt die Schadenserfassung. Sie entscheidet darüber, wie schnell Haushalte, Betriebe und öffentliche Einrichtungen in den Normalbetrieb zurückkehren können.