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Wirtschaft · Steuern und Preise

Tabaksteuer steigt ab Jahreswechsel schrittweise

Der Bundesrat macht den Weg für höhere Tabaksteuern frei. Zigaretten und Drehtabak sollen über vier Jahre hinweg teurer werden.

Presseonline-Redaktion · · 3 Min. Lesezeit

Symbolbild: Höhere Tabaksteuern können den Preis für Zigaretten und Drehtabak steigen lassen.
Symbolbild: Höhere Tabaksteuern können den Preis für Zigaretten und Drehtabak steigen lassen. KI-generiert

Der Bundesrat hat die geplante Anhebung der Tabaksteuer passieren lassen. Damit kann die Neuregelung zum Jahreswechsel starten. Betroffen sind unter anderem Zigaretten und Tabak zum Selbstdrehen. Die Steuer soll über vier Jahre hinweg regelmäßig steigen. Für Verbraucherinnen und Verbraucher bedeutet das deutlich höhere Preise: Eine Zigarettenpackung könnte 2030 nahezu 12 Euro kosten.

Bundesrat macht Weg frei

Die Länder rufen keinen Vermittlungsausschuss an. Damit bleibt das Gesetzgebungsverfahren auf der Zielgeraden, wie bekannt wurde. Der Start ist zum Jahreswechsel vorgesehen. Die Erhöhung betrifft klassische Tabakprodukte, darunter Zigaretten und loser Tabak für selbstgedrehte Zigaretten.

Die Neuregelung setzt nicht auf einen einmaligen Sprung, sondern auf mehrere Stufen. Über einen Zeitraum von vier Jahren soll die Belastung regelmäßig zunehmen. Dadurch verteilen sich die Preissteigerungen über mehrere Jahre, treffen Konsumentinnen und Konsumenten aber dauerhaft.

Für den Handel und die Käuferinnen und Käufer ist vor allem der Endpreis entscheidend. Nach den Berechnungen in der Vorlage könnte eine Packung Zigaretten im letzten Schritt des Plans im Jahr 2030 fast 12 Euro kosten. Gegenüber dem heutigen Niveau wäre das im Schnitt ein Plus von bis zu vier Euro je Packung.

Zigaretten könnten deutlich teurer werden

Die höhere Tabaksteuer wirkt direkt auf Produkte, die ohnehin stark besteuert sind. Wenn die Abgabe steigt, erhöht das den Preis, sofern die Mehrbelastung an die Kundschaft weitergegeben wird. Bei Tabakwaren ist das naheliegend, weil Steuern einen erheblichen Anteil am Verkaufspreis ausmachen.

Für Raucherinnen und Raucher bedeutet die Reform eine spürbare Zusatzbelastung im Alltag. Wer regelmäßig Zigaretten kauft, muss sich auf einen wachsenden Kostenblock einstellen. Besonders deutlich wird das im Vergleich zwischen dem heutigen Preisniveau und dem möglichen Stand im Jahr 2030. Ein Aufschlag von bis zu vier Euro je Packung summiert sich bei häufigem Konsum schnell.

Auch Tabak zum Selbstdrehen soll teurer werden. Damit wird nicht nur der Griff zur fertigen Packung kostspieliger. Die Reform erfasst auch eine Ausweichmöglichkeit, die manche Konsumentinnen und Konsumenten wegen niedrigerer Kosten wählen.

Gesundheitsschutz und Haushalt

Begründet wird die Maßnahme mit dem Schutz der Gesundheit. Höhere Preise gelten als Instrument, um den Tabakkonsum unattraktiver zu machen. Der Gesetzgeber setzt damit auf einen finanziellen Anreiz, weniger zu rauchen oder ganz aufzuhören.

Zugleich ist die Steuererhöhung ein Einnahmethema für den Bund. Erwartet werden Mehreinnahmen in Milliardenhöhe für den Bundeshaushalt. Damit verbindet die Reform gesundheitspolitische Ziele mit fiskalischen Interessen.

Die Entscheidung fällt in eine Zeit, in der viele Haushalte auf Preissteigerungen besonders sensibel reagieren. Bei Tabakprodukten handelt es sich jedoch um einen staatlich gesetzten Kostenschub, der gezielt bestimmte Waren betrifft. Er ist damit kein allgemeiner Preisanstieg über alle Güter hinweg, kann für Betroffene aber ähnlich spürbar sein.

Einordnung für Verbraucherpreise

Die Tabaksteuer ist ein Beispiel dafür, wie politische Entscheidungen einzelne Verbraucherpreise unmittelbar verändern können. Anders als bei schwankenden Energie- oder Rohstoffkosten steht der Zeitplan hier fest: Der Einstieg soll zum Jahreswechsel kommen, danach folgen weitere Schritte über vier Jahre.

Für Verbraucherinnen und Verbraucher schafft das Planungssicherheit, aber keine Entlastung. Wer Tabak kauft, kann sich auf jährlich steigende Preise einstellen. Im Endpunkt der Reform steht ein mögliches Preisniveau, das deutlich über dem heutigen liegt.

Für die Inflationsdebatte ist die Reform vor allem ein Signal: Nicht nur Märkte, sondern auch Steuern können Preise nach oben treiben. Bei Tabak ist dieser Effekt politisch gewollt. Er soll Konsum verteuern, Gesundheitsziele unterstützen und zugleich zusätzliche Mittel in den Bundeshaushalt bringen.

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