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Wirtschaft · Schienennetz

Bahn verschiebt Sanierung von acht wichtigen Strecken

Bahn und Verkehrsministerium reduzieren ihr Sanierungsprogramm deutlich. Bis 2031 sollen nur noch 13 statt 21 hochbelastete Strecken umfassend erneuert werden.

Presseonline-Redaktion · · 2 Min. Lesezeit

Symbolbild: Gleisanlagen mit Baugerät stehen für die geplante Sanierung des Schienennetzes.
Symbolbild: Gleisanlagen mit Baugerät stehen für die geplante Sanierung des Schienennetzes. KI-generiert

Die Deutsche Bahn und das Bundesverkehrsministerium kürzen ihr Programm für die Erneuerung stark genutzter Strecken in den kommenden fünf Jahren deutlich. Bis 2031 sollen nur noch 13 hochbelastete Abschnitte umfassend saniert werden. Vorgesehen waren bislang 21 Strecken. Acht Vorhaben rücken damit auf einen späteren Zeitpunkt, wie Bahn und Ministerium mitteilten. Der Tagesspiegel berichtete unter Berufung auf die dpa über die neue Planung.

Acht Vorhaben werden verschoben

Die Änderung bedeutet eine klare Verringerung des Tempos bei der Modernisierung zentraler Bahnstrecken. Statt 21 umfassender Sanierungen bleiben bis 2031 nur 13 Projekte im Zeitplan. Rechnerisch fällt damit mehr als ein Drittel der bislang vorgesehenen Vorhaben aus dem Zeitraum bis 2031 heraus.

Die betroffenen Strecken sollen nicht gestrichen werden. Sie folgen den Angaben zufolge später. Damit verschiebt sich der Schwerpunkt der Sanierung auf eine kleinere Zahl besonders wichtiger Abschnitte. Für Fahrgäste und Güterverkehr bleibt entscheidend, wann die übrigen Projekte neu terminiert werden.

Die Deutsche Bahn steht seit Jahren unter Druck, ihr Netz zuverlässiger zu machen. Hochbelastete Strecken sind für die Leistungsfähigkeit des Bahnverkehrs besonders wichtig, weil Störungen dort schnell viele Verbindungen treffen können. Umfassende Erneuerungen gelten deshalb als zentraler Baustein, um Engpässe im Netz zu reduzieren.

Bund und Bahn passen Zeitplan an

Nach der neuen Planung wollen Bund und Bahn das bisherige Programm nicht im ursprünglichen Umfang bis 2031 umsetzen. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung meldete ebenfalls, dass bis 2031 deutlich weniger wichtige Strecken saniert werden sollen als zuvor vorgesehen.

Die Mitteilung kommt in einer Phase, in der die Finanzierung und Priorisierung der Bahninfrastruktur politisch besonders aufmerksam verfolgt wird. Der Bund ist Eigentümer der Deutschen Bahn und stellt Mittel für das Schienennetz bereit. Zugleich liegt die konkrete Umsetzung der Bauprogramme bei der Bahn. Wenn sich die Zahl der Sanierungen in einem festgelegten Zeitraum so deutlich verringert, betrifft das daher beide Seiten.

Für die Planung im Netz ist die Verschiebung bedeutsam. Bauarbeiten auf stark befahrenen Strecken führen häufig zu Sperrungen, Umleitungen und längeren Fahrzeiten. Gleichzeitig sollen sie nach Abschluss die Stabilität des Betriebs erhöhen. Weniger Sanierungen bis 2031 können kurzfristig Bauphasen reduzieren, verschieben aber auch Teile der angestrebten Erneuerung in spätere Jahre.

Bedeutung für das Schienennetz

Die neue Zahl markiert einen Einschnitt gegenüber der bisherigen Zielgröße. 13 Sanierungen bleiben bis 2031 vorgesehen, acht weitere sollen danach folgen. Damit verlagert sich ein erheblicher Teil des Programms über den aktuellen Planungszeitraum hinaus.

Welche Strecken zuerst erneuert werden, ist für den Bahnverkehr von großer Bedeutung. Hochbelastete Korridore bündeln Fernverkehr, Regionalverkehr und Güterzüge. Werden sie modernisiert, kann das während der Bauzeit große Auswirkungen haben. Bleiben Erneuerungen aus oder werden sie verschoben, bleibt der bestehende Zustand länger bestehen.

Die Entscheidung zeigt, dass das Sanierungsprogramm neu geordnet wird. Für Reisende, Unternehmen und Länder wird nun entscheidend sein, welche 13 Strecken bis 2031 im Programm bleiben und wann die späteren Vorhaben nachgeholt werden.