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Sport · Tennis-Weltrangliste

Zverevs Aufstieg zur Nummer eins ist fix

Alexander Zverev erreicht in Shanghai das Viertelfinale und steht vor dem Sprung an die Weltranglistenspitze. Der Hamburger setzte sich angeschlagen gegen Alexander Bublik durch.

Presseonline-Redaktion · · 3 Min. Lesezeit

Symbolbild: Ein Tennisschläger und ein Ball auf einem beleuchteten Hartplatz stehen für Zverevs bevorstehenden Sprung an die Weltspitze.
Symbolbild: Ein Tennisschläger und ein Ball auf einem beleuchteten Hartplatz stehen für Zverevs bevorstehenden Sprung an die Weltspitze. KI-generiert

Alexander Zverev wird in den kommenden Wochen erstmals die Nummer eins der Tennis-Weltrangliste. Der 29 Jahre alte Hamburger erreichte beim ATP-Masters in Shanghai das Viertelfinale und gewann gegen Alexander Bublik aus Kasachstan mit 7:6 (8:6), 4:6, 7:6 (7:1). Zugleich ist sein Aufstieg an die Spitze nun nicht mehr zu verhindern, nachdem Carlos Alcaraz in Shanghai ausgeschieden ist und Jannik Sinner seine Saison beendet hat.

Sieg trotz Problemen am Knöchel

Zverev musste gegen Bublik lange kämpfen. Die Sportschau berichtete von drei hart umkämpften Sätzen, ehe der Deutsche den Einzug in die Runde der letzten Acht schaffte. Auffällig war dabei, dass Zverev körperlich nicht frei wirkte. Vor allem der rechte Knöchel machte ihm zu schaffen.

Nach dem Match sagte Zverev laut ZDF, er habe seinen Knöchel wieder gespürt. Er verwies zugleich auf die hohe Belastung in dieser Saison. Entscheidend sei für ihn an diesem Tag der Erfolg gewesen. Trotz der Beschwerden blieb Zverev in den entscheidenden Momenten stabil. Im Tiebreak des dritten Satzes ließ er Bublik kaum noch eine Chance und beendete die Partie mit einem klaren 7:1 in der Kurzentscheidung.

Der Viertelfinaleinzug hält Zverev auch im Turnier von Shanghai weiter im Rennen. Sollte er das Masters gewinnen, könnte nach ZDF-Angaben bereits ein Halbfinale beim Turnier in Wien in zwei Wochen reichen, um den Wechsel an die Spitze zu vollziehen.

Alcaraz raus, Sinner verletzt

Die sportliche Rechnung ist seit dem 12. Oktober abgeschlossen. Alcaraz kann Zverev nach seinem Aus in Shanghai nicht mehr abfangen. Sinner steht zwar derzeit noch auf Rang eins, hat aber wegen anhaltender Knieprobleme sein Saisonende erklärt. Dadurch kann der Südtiroler wichtige Punkte aus dem Vorjahr nicht verteidigen.

Zverev profitiert damit auch von den Problemen seiner größten Konkurrenten. Das RedaktionsNetzwerk Deutschland ordnet ein, dass sowohl Sinner als auch Alcaraz in den vergangenen Monaten mehrere Turniere verpasst haben. Zverev nutzte diese Phase jedoch mit einer außergewöhnlich konstanten Saison. Fehltritte wie in früheren Jahren blieben weitgehend aus, während er regelmäßig weit kam und große Titel sammelte.

Für Zverev ist der Schritt an die Spitze ein Meilenstein. Über seinen künftigen Status sagte er laut ZDF, es sei „sehr, sehr besonders“. Auf Instagram schrieb er nach RND-Angaben, ein Traum werde wahr.

Eine Saison mit großen Titeln

Zverevs Jahr 2026 markiert den bislang stärksten Abschnitt seiner Karriere. Im Juni gewann er die French Open und erfüllte sich damit den lange verfolgten Traum vom ersten Grand-Slam-Titel. In Wimbledon erreichte er anschließend das Finale. Bei den US Open folgte ein weiterer großer Erfolg.

Damit hat Zverev eine Entwicklung gedreht, die noch im Sommer 2025 ganz anders wirkte. Damals war er in Wimbledon früh gegen Arthur Rinderknech ausgeschieden. Danach sprach er öffentlich über mentale Probleme und legte eine Pause von mehreren Wochen ein. Rund 15 Monate später steht er vor dem höchsten Rang, den es im Profitennis gibt.

Der Aufstieg kommt auch vor dem Hintergrund einer Karriere, die lange von knappen Niederlagen auf höchstem Niveau geprägt war. 2020 verlor Zverev das Finale der US Open trotz einer 2:0-Satzführung gegen Dominic Thiem. 2021 gewann er in Tokio olympisches Gold. Der Grand-Slam-Durchbruch gelang ihm aber erst in dieser Saison.

Zweiter Deutscher an der Spitze

Zverev wird der zweite deutsche Tennisspieler sein, der bei den Männern die Weltrangliste anführt. Vor ihm gelang das nur Boris Becker. Becker stand 1991 zweimal auf Platz eins und kam insgesamt auf zwölf Wochen an der Spitze.

Für das deutsche Tennis ist Zverevs Aufstieg damit historisch. Er verbindet den sportlichen Erfolg in Shanghai mit einer Saison, in der er seine Position in der Weltspitze endgültig gefestigt hat. Wann genau der formale Wechsel auf Rang eins erfolgt, hängt nun vom weiteren Turnierverlauf ab. Sicher ist: Der Tennis-Thron ist Zverev nicht mehr zu nehmen.