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Sport · Formel 1

Verstappen gewinnt Regenrennen in Sepang

Max Verstappen hat den chaotischen Formel-1-Grand-Prix in Sepang gewonnen. Starkregen verzögerte den Start, WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli baute seine Führung aus.

Presseonline-Redaktion · · 3 Min. Lesezeit

Symbolbild: Nasse Rennstrecke bei starkem Regen vor einem Formel-1-Rennen.
Symbolbild: Nasse Rennstrecke bei starkem Regen vor einem Formel-1-Rennen. KI-generiert

Max Verstappen hat in Malaysia seinen ersten Formel-1-Sieg der Saison geholt. Der Red-Bull-Fahrer gewann am Sonntag das turbulente Rennen in Sepang vor Mercedes-Pilot Kimi Antonelli und Ferrari-Fahrer Lewis Hamilton. Für die WM-Wertung hat das Ergebnis erhebliche Bedeutung: Antonelli liegt nun 84 Punkte vor George Russell, der kurz vor dem Ziel mit einem technischen Defekt ausschied. Der Deutschlandfunk meldete den Erfolg Verstappens ebenfalls als Sieg des Formel-1-Weltmeisters in Malaysia.

Regen legt den Start lahm

Der Grand Prix in Sepang war als Nachholrennen für den im April abgesagten Bahrain-Lauf angesetzt. Der ursprüngliche Termin war wegen des Iran-Kriegs gestrichen worden. Am Sonntag sorgte dann das Wetter für massive Verzögerungen. Kurz vor dem geplanten Start um 09.00 Uhr MEZ zog starker Regen über den Kurs. Die Teams deckten die Autos in der Startaufstellung mit Zelten ab, während Gewitter über der Strecke lagen.

Nach Angaben der Sportschau begann das Rennen schließlich mit etwa 100 Minuten Verspätung. Die Bedingungen waren auch deshalb heikel, weil die aktuellen Formel-1-Autos unter dem neuen Reglement mit größerem Elektroanteil im Antrieb noch kein Regenrennen absolviert hatten. Auf nasser Strecke galt die veränderte Leistungsentfaltung als besondere Herausforderung, zumal den Fahrern dafür kaum Erfahrungswerte aus Rennen zur Verfügung standen.

Der erste Startversuch brachte keine Beruhigung. Während der Einführungsrunden hatten mehrere Fahrer Probleme mit der Abstimmung ihrer Fahrzeuge für die Regenlage. Auch Verstappen und Hamilton kamen nur langsam um den Kurs. Die Rennleitung brach die Startprozedur ab und setzte einen weiteren Versuch an.

Verstappen dreht das Rennen

Erst um 10.40 Uhr wurde erneut gestartet. Verstappen stand auf der Poleposition, erwischte den Beginn aber schlecht. Antonelli und Russell kamen besser weg und schoben sich am Niederländer vorbei. Ferrari ging bei Lewis Hamilton und Charles Leclerc zunächst mit Trockenreifen ins Rennen. Auf der noch feuchten Fahrbahn erwies sich diese Wahl als falsch, beide mussten schon nach der ersten Runde auf Intermediates wechseln.

Verstappen blieb nach dem misslungenen Start in Schlagdistanz. Zunächst holte er Russell ein, danach griff er Antonelli an. Nach einer Safety-Car-Phase in Runde zwölf übernahm er in einem engen Duell über mehrere Kurven die Führung. Von diesem Moment an kontrollierte der Red-Bull-Pilot das Rennen.

Die entscheidende Frage blieb, ob der Regen zurückkehren würde. Verstappen blieb bis Runde 34 draußen und wechselte dann erneut auf weiche Reifen. Antonelli stoppte wenig später ebenfalls. Die Strecke trocknete weiter ab, Mercedes kam nicht nah genug an Verstappen heran. Damit blieb der Niederländer auch nach den Boxenstopps in einer günstigen Position.

Russell-Ausfall stärkt Antonelli

In der Schlussphase sorgte eine weitere Safety-Car-Phase noch einmal für Spannung. Neun Runden vor dem Ende traf es Russell: An seinem Mercedes trat ein Problem mit der Power Unit auf, der Brite musste aufgeben. Dadurch verlor Antonellis erster Verfolger in der Fahrerwertung wichtige Punkte.

Antonelli brachte Platz zwei ins Ziel und baute seine WM-Führung deutlich aus. Hamilton kam nach seinem frühen Reifenproblem noch auf Rang drei und erreichte damit das Podest. Nico Hülkenberg kämpfte zwischenzeitlich um den zehnten Platz, fiel aber am Ende aus den Punkterängen und wurde Elfter. Die Sportschau ordnete den Lauf als das bislang turbulenteste Rennen dieser Formel-1-Saison ein.

Sepang kennt Regenrennen

Der Sepang International Circuit war von 1999 bis 2017 fester Bestandteil des Formel-1-Kalenders. Regen spielte dort immer wieder eine Rolle. Besonders deutlich wurde das 2009, als der Grand Prix nach 31 Runden beendet wurde. Auch diesmal prägten Wetter, verzögerte Abläufe und technische Probleme den Rennsonntag.

Sportlich steht nach dem Rennen vor allem Verstappens Durchbruch in dieser Saison im Mittelpunkt. Der viermalige Weltmeister nutzte das Chaos nach dem schwachen Start zu seinem Vorteil. Gleichzeitig rückt Antonelli in der WM-Wertung weiter von Russell weg. Das Regenrennen von Sepang hat damit nicht nur einen neuen Saisonsieger gebracht, sondern auch die Kräfteverhältnisse in der Weltmeisterschaft verschoben.