Sport · Fußball-Abschied
Messi beendet Argentinien-Ära mit einem Sieg
Lionel Messi hat seine Laufbahn in der argentinischen Nationalmannschaft mit einem 3:0 gegen Benin beendet. Im Monumental-Stadion von Buenos Aires wurde der 39-Jährige vor 85.000 Zuschauerinnen und Zuschauern verabschiedet, erzielte per Strafstoß sein letztes Länderspieltor und legte die beiden weiteren Treffer auf.
Abschied vor großer Kulisse
Der Abend in Buenos Aires war ganz auf Messi ausgerichtet. Vor dem Anpfiff feierten die Fans den langjährigen Kapitän mit Gesängen, Applaus und einer Stadionchoreografie. Auf dem Rasen wurde ein übergroßes Trikot in den Landesfarben Argentiniens ausgebreitet. Darauf waren seine Rückennummer 10 und ein Dankesgruß zu sehen.
Als sein Name vor der Partie angesagt wurde, reagierte das Publikum besonders laut. Die FAZ berichtete von einem ausverkauften Monumental-Stadion. Das Spiel gegen Benin bildete damit nicht nur den sportlichen Rahmen, sondern vor allem den offiziellen Abschied eines Spielers, der Argentiniens Nationalteam über mehr als zwei Jahrzehnte geprägt hat.
Messi hatte bereits vor der Begegnung in einem Instagram-Video seinen Abschied angekündigt. Darin sagte er: „Der Moment ist gekommen.“ Er bezeichnete das argentinische Trikot als seinen Traum, seinen Stolz und sein Leben und bedankte sich bei den Fans für deren Zuneigung.
Messi entscheidet das Spiel mit
Auch sportlich stand Messi noch einmal im Mittelpunkt. Nicolás Otamendi brachte Argentinien in der 48. Minute nach einer Vorlage des Kapitäns in Führung. In der 61. Minute bereitete Messi auch das Tor von Nico Paz vor. Zehn Minuten später verwandelte er einen Elfmeter zum 3:0-Endstand.
Die Welt ordnete den Treffer als Messis 126. Tor im Nationaltrikot ein. Damit bleibt er Rekordtorschütze seines Landes. Zugleich schloss er seine Karriere in der Auswahl mit 208 Einsätzen ab, ebenfalls Bestwert für Argentinien.
Auf Vereinsebene spielt Messi weiter für Inter Miami. Für die Nationalmannschaft endet dagegen eine Ära, die weit über Titel und Statistiken hinausreicht. Sein Abschied war deshalb weniger ein gewöhnliches Freundschaftsspiel als ein öffentliches Dankeschön an den wichtigsten argentinischen Fußballer seiner Generation.
Schwieriger Start, späte Krönung
Messis Weg in der Auswahl begann alles andere als harmonisch. Bei seinem Debüt gegen Ungarn am 17. August 2005 kam er als Einwechselspieler aufs Feld und sah noch vor Ablauf der ersten Minute die Rote Karte. Schiedsrichter Markus Merk verwies ihn damals wegen einer Tätlichkeit des Platzes.
Der Durchbruch mit Argentinien ließ lange auf sich warten. Zwar galt Messi früh als einer der besten Spieler der Welt, die großen Erfolge mit der Nationalmannschaft blieben zunächst jedoch aus. Erst 2021 gewann er mit Argentinien die Copa América. Dieser Titel veränderte auch die Wahrnehmung in seiner Heimat, wo zuvor immer wieder der fehlende große Triumph mit der Auswahl diskutiert worden war.
Der Höhepunkt folgte 2022 bei der Weltmeisterschaft in Katar. Dort führte Messi Argentinien zum Titel und vollendete seine Karriere auf Nationalmannschaftsebene. 2024 kam ein weiterer Sieg bei der Copa América hinzu. Dazu stehen zwei verlorene WM-Endspiele in den Jahren 2014 und 2026 in seiner Bilanz.
Ende einer Nationalelf-Ära
Messis Abschied fällt in eine Zeit, in der Argentinien sportlich auf eine außergewöhnlich erfolgreiche Phase zurückblickt. Innerhalb weniger Jahre gewann die Mannschaft die wichtigsten Titel des Kontinents und der Welt. Messi war dabei die zentrale Figur, als Anführer, Spielmacher und Torschütze.
Der Tagesspiegel nannte die Partie in Buenos Aires einen Abend großer Emotionen. Für Argentinien endet mit dem 3:0 gegen Benin die Länderspielgeschichte eines Fußballers, der die Auswahl über 21 Jahre begleitet hat. Sein letztes Spiel lieferte noch einmal die typischen Bilder seiner Karriere: Vorlagen, ein Tor, stehende Ovationen und ein Stadion, das sich von seiner Nummer 10 verabschiedete.