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Sport · Nations League

Klopp setzt gegen Griechenland auf Revanche

Deutschland tritt am Sonntag in Thessaloniki gegen Griechenland an. Nach dem 0:1 im Hinspiel geht es für Jürgen Klopps Team um wichtige Punkte in der Nations League.

Presseonline-Redaktion · · 3 Min. Lesezeit

Symbolbild: Ein Fußballstadion unter Flutlicht vor einem wichtigen Länderspiel.
Symbolbild: Ein Fußballstadion unter Flutlicht vor einem wichtigen Länderspiel. KI-generiert

Deutschland steht vor dem Nations-League-Spiel in Griechenland unter Zugzwang. Am Sonntag um 20.45 Uhr spielt die Nationalmannschaft in Thessaloniki gegen den Tabellenführer der Gruppe zwei. Eine Woche nach dem 0:1 in Augsburg braucht das Team von Bundestrainer Jürgen Klopp Punkte, um die Chancen auf das Viertelfinale zu verbessern. Im Mittelpunkt stehen vor der Partie vor allem die Torwartfrage und mögliche Wechsel in der Offensive.

Druck nach dem Hinspiel

Deutschland reist als Gruppendritter nach Griechenland. Nach drei Partien unter Klopp stehen vier Punkte zu Buche. Griechenland führt die Gruppe mit sieben Zählern an, die Niederlande liegen mit fünf Punkten dazwischen. Der Rückstand macht das Spiel im Toumba-Stadion sportlich besonders wichtig.

Bei der Pressekonferenz in Thessaloniki trat Klopp gemeinsam mit Aleksandar Pavlović auf, wie WELT berichtete. Der Mittelfeldspieler vom FC Bayern hatte beim 2:0 gegen Serbien in München überzeugt. In dieser Partie spielte er anstelle von Joshua Kimmich, der in der zweiten Woche der Länderspielphase geschont wird und frei bekommen hat.

Klopp hielt sich bei der Startelf wie gewohnt zurück. Er gab aber zu erkennen, dass Pavlović sehr gute Aussichten auf einen erneuten Einsatz von Beginn an hat. Der 21-Jährige soll dem deutschen Spiel Stabilität und Intensität geben. Für die Mannschaft geht es zugleich darum, die Niederlage aus dem ersten Duell mit Griechenland zu korrigieren.

Urbig wohl erneut im Tor

Besonders genau wird auf die Besetzung im Tor geschaut. In den ersten drei Spielen kamen drei verschiedene Torhüter zum Einsatz. Marc-André ter Stegen spielte beim 1:1 in Amsterdam, Alexander Nübel stand beim 0:1 gegen Griechenland im Tor, Jonas Urbig feierte beim Sieg gegen Serbien sein Debüt.

Für das Rückspiel deutet vieles darauf hin, dass Urbig erneut beginnt. Klopp begründete das nach Angaben von WELT damit, dass der Kölner im Verein zuletzt weniger Spielpraxis hatte als die anderen Kandidaten. Zugleich betonte der Bundestrainer, alle Torhüter hätten im Training einen starken Eindruck hinterlassen. Eine Festlegung auf eine neue Nummer eins verband er damit nicht.

Damit könnte Finn Dahmen ohne Einsatz aus dieser Länderspielreise gehen, obwohl er durchgehend im Kader stand. Auch Noah Atubolu bleibt eine Option für die Zukunft. Für die Partie in Griechenland scheint Klopp aber auf Kontinuität zwischen den Pfosten zu setzen.

Offene Fragen in der Offensive

In der Angriffsreihe muss Deutschland mindestens eine Veränderung vornehmen. Serge Gnabry ist abgereist, dadurch entsteht auf der rechten Seite eine Lücke. Als möglicher Ersatz kommt Lennart Karl vom FC Bayern infrage. Auch Derry Scherhant hat sich nach seinem Auftritt gegen Serbien mit Tempo und Zug zum Tor für weitere Minuten empfohlen.

Im Sturmzentrum bleibt Nick Woltemade ein Kandidat für die Anfangsformation. Gegen Serbien blieb er zwar ohne Treffer, war aber in Kombinationen mit dem Mittelfeld eingebunden. Jonathan Burkardt ist die Alternative für die zentrale Position. Hinter der Spitze dürfte Florian Wirtz eine wichtige Rolle spielen. Der Profi des FC Liverpool ist mit 47 Länderspielen der erfahrenste Spieler im aktuellen Aufgebot.

Klopp kündigte keine umfassende Rotation an, ließ aber offen, wie viele Änderungen es geben wird. Sein Ziel beschrieb er im Sportschau-Interview knapp: „Wir wollen um die drei Punkte kämpfen.“ Der Satz passt zur Ausgangslage. Deutschland braucht nicht nur ein besseres Ergebnis als im Hinspiel, sondern auch eine Leistung, die in einer engen Gruppe Bestand hat.

Griechenland als Hürde

Der Gegner muss den Ausfall von Christos Tzolis verkraften. Der Angreifer vom FC Arsenal fehlt verletzt. Dennoch geht Griechenland als Tabellenführer in das Heimspiel und kann mit einem weiteren Erfolg den Vorsprung ausbauen.

Austragungsort ist das Stadion von PAOK Saloniki, das rund 28.000 Zuschauerinnen und Zuschauer fasst. Für die deutsche Mannschaft ist es das vierte Spiel unter Klopp und der Abschluss eines kompakten Programms mit vier Nations-League-Partien innerhalb von zehn Tagen. Ein Sieg würde Deutschland wieder näher an die ersten beiden Plätze bringen. Eine weitere Niederlage gegen Griechenland würde den Weg ins Viertelfinale deutlich erschweren.