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Stündlich aktualisiert

Sport · Europa-League-Rückschlag

Hoffenheim verliert gegen Besiktas und steckt tiefer fest

Die TSG Hoffenheim kassiert in der Europa League ein 2:3 gegen Besiktas Istanbul. Kapitän Oliver Baumann warnt vor der Lage des Teams.

Presseonline-Redaktion · · 3 Min. Lesezeit

Symbolbild: Ein nächtliches Fußballstadion steht für die angespannte Lage nach Hoffenheims Niederlage gegen Besiktas.
Symbolbild: Ein nächtliches Fußballstadion steht für die angespannte Lage nach Hoffenheims Niederlage gegen Besiktas. KI-generiert

Die TSG Hoffenheim hat auch ihr zweites Spiel in der Europa League verloren und gerät sportlich weiter unter Druck. Gegen Besiktas Istanbul unterlag die Mannschaft von Trainer Christian Ilzer mit 2:3. Nach dem Fehlstart in der Ligaphase und dem schwachen Bundesliga-Start wächst die Unruhe im Umfeld des Klubs. Kapitän Oliver Baumann sprach laut n-tv nach der Partie von einer angespannten Lage und sagte: „Die Situation ist natürlich gefährlich.“

Besiktas nutzt Hoffenheimer Fehler

Hoffenheim hielt die Begegnung lange offen, bekam die defensiven Probleme aber erneut nicht in den Griff. Nach einer torlosen ersten Halbzeit ging Besiktas durch Michael Murillo in der 60. Minute in Führung. Fisnik Asllani glich acht Minuten später aus, doch die Gäste aus Istanbul antworteten mit zwei Treffern von Hyeongyu Oh in der 72. und 79. Minute.

Koki Machida brachte Hoffenheim in der 87. Minute noch einmal heran. Der späte Treffer reichte jedoch nicht mehr, um zumindest einen Punkt zu sichern. Damit steht die TSG nach zwei Europa-League-Partien ohne Zähler da. Schon zum Auftakt hatte Hoffenheim bei OFI Kreta mit 0:2 verloren.

Die Niederlage fügt sich in eine Serie knapper, aber folgenreicher Rückschläge ein. Bereits am vergangenen Bundesliga-Spieltag hatte Hoffenheim vor eigenem Publikum mit 2:3 gegen den Hamburger SV verloren. Für Ilzer und seine Mannschaft ist es damit erneut ein Spiel, in dem die Offensive zwar Tore erzielt, die Defensive aber zu anfällig bleibt.

Baumann kritisiert die Gegentore

Besonders deutlich wurde Torwart Baumann. Der 36-Jährige bemängelte die Vielzahl an Gegentreffern und machte klar, dass ihn die wiederkehrenden defensiven Aussetzer persönlich treffen. Laut Tagesspiegel sagte der Kapitän, Hoffenheim bekomme derzeit „einfach zu viele Gegentore“. Das ärgere ihn besonders.

Baumann versuchte zugleich, eine Eskalation der Debatte zu vermeiden. Er forderte eine nüchterne Aufarbeitung und verwies darauf, dass harte öffentliche Rundumschläge der Mannschaft nicht helfen würden. Die TSG brauche nun Klarheit, müsse aber bei der Analyse bleiben.

Seine Warnung zielte auch auf den Zeitpunkt der Saison. Hoffenheim steht in der Bundesliga nach fünf Spielen auf dem vorletzten Platz. Baumann machte deutlich, dass ein schwacher Start schnell zu einem ernsten Problem werden kann, wenn die Mannschaft keine Trendwende schafft. International ist die Ausgangslage nach zwei Niederlagen ebenfalls schwierig.

Ilzer sieht wiederkehrendes Muster

Trainer Ilzer zeigte sich nach dem 2:3 ebenfalls enttäuscht. Er verwies darauf, dass Hoffenheim nicht zum ersten Mal mit genau diesem Ergebnis verloren habe. Die Häufung solcher Spiele wertete er nicht als Zufall. Vielmehr müsse sein Team die Ursachen abstellen und stabiler auftreten.

Der Österreicher sprach auch die mentale Seite an. In Phasen mit mehreren Rückschlägen könne das Vertrauen in die eigene Stärke und in den gemeinsamen Weg leiden. Genau darin liegt nun eine zentrale Aufgabe für den Trainerstab: Hoffenheim muss Ergebnisse liefern, ohne dass die Verunsicherung weiter zunimmt.

Für Ilzer ist die Lage heikel, weil die Probleme in beiden Wettbewerben sichtbar sind. Die Mannschaft kommt offensiv zu Toren, verteidigt aber nicht konsequent genug. Gegen Besiktas reichten zwei eigene Treffer nicht, weil die Gäste nach Ballgewinnen die offenen Räume nutzten und die Partie in der zweiten Halbzeit entschieden.

Kellerduell in Mönchengladbach wartet

Die nächste Bewährungsprobe folgt bereits am Sonntag. Hoffenheim tritt in der Bundesliga bei Borussia Mönchengladbach an. Die Partie beginnt um 17.30 Uhr. Sportlich ist es ein direktes Duell im Tabellenkeller: Hoffenheim reist als Vorletzter zum Schlusslicht.

Damit bekommt das Spiel für beide Vereine früh in der Saison erhebliche Bedeutung. Für Hoffenheim geht es darum, die Negativserie zu stoppen und den Anschluss in der Liga nicht zu verlieren. Zugleich braucht die Mannschaft vor den weiteren Europa-League-Aufgaben ein Erfolgserlebnis.

Der Druck entsteht nicht nur durch die Platzierung, sondern durch die Art der Niederlagen. Mehrfach war Hoffenheim nah an einem Ergebnis, stand am Ende aber ohne Punkte da. Baumanns Warnung zeigt, dass die Mannschaft die Gefahr erkennt. Entscheidend wird nun, ob aus der Analyse schnell eine stabilere Leistung wird.