Sport · 2. Bundesliga
Hertha gewinnt auch gegen Fürth und bleibt makellos
Hertha BSC bleibt in der 2. Bundesliga ohne Punktverlust. Die Berliner gewannen am Sonntag im Olympiastadion gegen die SpVgg Greuther Fürth mit 2:1 und stehen nach sieben Spielen bei sieben Siegen. Mads Pedersen brachte Hertha in der 65. Minute in Führung, Paul Seguin erhöhte in der Schlussphase. Der Treffer von Jannis Heuer in der 90. Minute reichte Fürth nicht mehr, um die Partie noch zu drehen.
Fürth fordert den Spitzenreiter
Der Tabellenführer hatte gegen die Franken deutlich mehr Mühe, als es die Ausgangslage vermuten ließ. Fürth trat mutig auf, suchte früh den Weg nach vorn und kam im ersten Durchgang zu mehreren guten Szenen. Omar Sillah, Shinta Appelkamp und Felix Klaus tauchten gefährlich vor dem Berliner Tor auf. Hertha-Torwart Marius Gersbeck verhinderte in dieser Phase einen Rückstand.
Auch Berlin hatte Chancen, agierte aber lange nicht zwingend genug. Jón Dagur Thorsteinsson und Oluwaseun Adewumi scheiterten an Fürths Torwart Florian Hellstern, Luca Schuler vergab aus aussichtsreicher Position. Erst in den Minuten vor der Pause bekam Hertha mehr Zugriff. Linus Gechter prüfte Hellstern aus der Distanz, Adewumi kam nach einem schnellen Angriff ebenfalls nicht am Fürther Schlussmann vorbei. Zur Halbzeit blieb es beim 0:0.
Die Sportschau ordnete den Berliner Erfolg als hart erkämpft ein. Tatsächlich war Fürth über weite Strecken nicht wie ein Team aus dem unteren Tabellenbereich aufgetreten. Die Gäste störten Herthas Aufbau, kamen immer wieder ins letzte Drittel und hielten das Spiel lange offen.
Abseitspfiff verändert das Spiel
Nach der Pause blieb Hertha zunächst fehleranfällig. Fürth spielte weiter nach vorn und durfte in der 62. Minute kurz jubeln. Sillah traf, doch der Treffer wurde nach Überprüfung wegen einer Abseitsposition nicht gegeben. Kurz darauf schlug Hertha auf der anderen Seite zu: Josip Brekalo bediente Pedersen, der aus spitzem Winkel zum 1:0 traf.
Die Szene wurde zum Wendepunkt. Berlin gewann Sicherheit, Fürth musste mehr riskieren. In der 77. Minute hatte der eingewechselte Gustaf Nilsson die Vorentscheidung auf dem Kopf, Hellstern parierte stark. Drei Minuten später war der Torwart geschlagen: Seguin zog aus der Distanz ab, der Ball wurde noch leicht abgefälscht und landete zum 2:0 im Tor.
Fürth gab dennoch nicht auf. Nach einer Ecke verkürzte Heuer kurz vor dem Ende per Kopf. Für einen Punktgewinn blieb den Gästen aber keine Zeit mehr. Nach Angaben von n-tv stecken die Franken trotz einer engagierten Leistung weiter im Tabellenkeller. Die Sportschau führt Fürth nach dem Spiel mit sechs Punkten auf Rang 15.
Vorsprung wächst nach Patzern der Konkurrenz
Hertha nutzte die Ausrutscher der Verfolger konsequent. Nürnberg hatte zuvor 4:4 gegen Wolfsburg gespielt, Heidenheim kam gegen Kaiserslautern nicht über ein 0:0 hinaus. Die FAZ beziffert Berlins Vorsprung auf Nürnberg mit vier Punkten. Auf den dritten Platz beträgt der Abstand laut Sportschau bereits sieben Zähler.
Damit bestätigt Hertha auch nach der Länderspielpause seine starke Form. Trainer Stefan Leitl sieht seine Mannschaft weiter im klaren Aufwärtstrend, auch wenn die Partie gegen Fürth zeigte, dass die Serie nicht ohne Widerstände zustande kommt. Besonders im Spielaufbau und in der Absicherung musste Berlin mehrere heikle Momente überstehen.
Fürth dagegen nimmt aus dem Auftritt vor allem die Leistung mit, nicht aber die dringend benötigten Punkte. Die Mannschaft von Heiko Vogel erspielte sich genügend Möglichkeiten, blieb vor dem Tor jedoch zu ungenau und wurde nach dem aberkannten Treffer direkt bestraft.
Nächste Aufgaben stehen fest
Am kommenden Spieltag reist Hertha nach Kiel. Die Partie bei Holstein Kiel ist für Freitagabend um 18.30 Uhr angesetzt. Fürth spielt am Samstagmittag um 13 Uhr zu Hause gegen Eintracht Braunschweig.
Auch in den weiteren Sonntagsspielen gab es Bewegung in der Liga. St. Pauli gewann gegen den Karlsruher SC mit 2:0 und stabilisierte sich im oberen Tabellenmittelfeld. Arminia Bielefeld setzte sich beim VfL Bochum mit 1:0 durch. Im Mittelpunkt des Spieltags bleibt aber Hertha: Sieben Spiele, sieben Siege und ein wachsender Vorsprung machen Berlin derzeit zum Maßstab der 2. Bundesliga.