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Sport · Bahnrad-WM in Shanghai

Grabosch holt WM-Gold im 1.000-Meter-Zeitfahren

Pauline Grabosch gewinnt bei der Bahnrad-WM in Shanghai Gold über 1.000 Meter. Die Magdeburgerin feiert damit ihr erstes WM-Einzelgold.

Presseonline-Redaktion · · 3 Min. Lesezeit

Symbolbild: Bahnradrennen in einem Velodrom unter Wettkampflicht.
Symbolbild: Bahnradrennen in einem Velodrom unter Wettkampflicht. KI-generiert

Pauline Grabosch hat bei der Bahnrad-WM in Shanghai den Titel im 1.000-Meter-Zeitfahren gewonnen. Die 28 Jahre alte Sprinterin aus Magdeburg setzte sich im Finale in 1:04,572 Minuten vor zwei Niederländerinnen durch. Für Grabosch ist es der erste WM-Sieg in einer Einzeldisziplin und bereits ihre zweite Medaille bei diesen Titelkämpfen in China.

Sieg vor niederländischer Konkurrenz

Grabosch bestimmte den Wettbewerb schon vor dem Finale. Wie bekannt wurde, lag sie bereits in der Qualifikation deutlich vor der Konkurrenz. Im entscheidenden Lauf bestätigte sie diese Form und blieb als einzige Fahrerin klar unter 1:05 Minuten.

Silber ging an Hetty van den Wouw. Die Titelverteidigerin aus den Niederlanden fuhr 1:05,223 Minuten. Ihre Landsfrau Sofie van Rooijen belegte mit 1:05,398 Minuten Rang drei. Grabosch gewann damit mit mehr als sechs Zehntelsekunden Vorsprung auf die Zweitplatzierte.

Der Titel ist für den deutschen Bahnrad-Kader der erste WM-Sieg bei den Wettbewerben in Shanghai. Zugleich ist es die erste Goldmedaille für das deutsche Team bei dieser Weltmeisterschaft.

Erstes Einzelgold ihrer WM-Laufbahn

Für Grabosch hat der Erfolg besondere Bedeutung. Im Teamsprint gehört sie seit Jahren zur Weltspitze. Bei fünf Weltmeisterschaften stand sie in dieser Disziplin bereits auf dem Podium, zudem gewann sie mit dem deutschen Team bei Olympia Bronze. Ein WM-Titel in einem Einzelrennen fehlte ihr bislang jedoch.

Auch bei Weltmeisterschaften hatte sie in einer Einzeldisziplin zuvor erst einmal eine Medaille geholt. Hinzu kommt Bronze im Sprint bei den Titelkämpfen 2018 in Apeldoorn. In Shanghai gelang ihr nun der Schritt ganz nach oben.

Grabosch tritt als Sportsoldatin an und startet für Magdeburg. Ihr Erfolg im Zeitfahren über 1.000 Meter unterstreicht ihre Rolle im deutschen Sprintbereich, der bei dieser WM mehrere Medaillen beisteuert.

Zweite Medaille in Shanghai

Grabosch hatte schon zu Beginn der Weltmeisterschaften Edelmetall gewonnen. Im Teamsprint fuhr sie gemeinsam mit Clara Schneider und Lea Sophie Friedrich auf den dritten Platz. Schneider startete in Shanghai ebenfalls im Zeitfahren, kam in dem nicht-olympischen Wettbewerb aber nicht über Rang 13 hinaus.

Auch Maximilian Dörnbach sorgte für ein deutsches Ergebnis auf dem Podium. Der Sprinter aus Heiligenstadt gewann im Keirin überraschend Silber. Er ist Graboschs Partner. Zusammen mit dem Teamsprint-Bronze der Frauen zählt sein Resultat zu den auffälligen deutschen Ergebnissen dieser WM.

Bei der Gesamtzahl der deutschen Medaillen gibt es unterschiedliche Angaben. Medienberichten zufolge ist Graboschs Sieg das dritte Edelmetall für das deutsche Bahnrad-Team. Anderen Angaben zufolge ist er die vierte deutsche Medaille, zusätzlich wird Bronze im Frauen-Vierer genannt.

WM endet am Sonntag

Die Titelkämpfe finden im Velodrom von Shanghai statt und gehen am Sonntag zu Ende. Graboschs Erfolg fällt damit in die Schlussphase der Weltmeisterschaft. Am vorletzten Wettkampftag bescherte sie German Cycling den ersten Titel in China.

Für die deutsche Mannschaft ist die Goldmedaille auch sportlich ein wichtiger Punkt in einer WM, die bisher vor allem durch Podestplätze geprägt war. Grabosch verbindet in Shanghai ihre Teamsprint-Stärke mit einem Einzelerfolg und setzt sich dabei gegen die Titelverteidigerin durch. Damit gehört ihr Zeitfahr-Sieg zu den zentralen deutschen Ergebnissen dieser Bahnrad-Weltmeisterschaft.