Zum Inhalt springen
Stündlich aktualisiert

Sport · Bundesliga-Spitze

Freiburg übernimmt nach Sieg in Unterzahl Platz eins

Der SC Freiburg gewinnt 2:1 gegen den FC Schalke 04 und steht nach dem 5. Spieltag an der Bundesliga-Spitze. Keisuke Goto entscheidet die Partie spät.

Presseonline-Redaktion · · 3 Min. Lesezeit

Symbolbild: Ein Fußballstadion unter Flutlicht steht für Freiburgs Sprung an die Bundesliga-Spitze.
Symbolbild: Ein Fußballstadion unter Flutlicht steht für Freiburgs Sprung an die Bundesliga-Spitze. KI-generiert

Der SC Freiburg hat den FC Schalke 04 mit 2:1 besiegt und damit die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga übernommen. Trotz einer Gelb-Roten Karte gegen Yuito Suzuki in der 64. Minute gelang dem Sport-Club in der Schlussphase noch der Siegtreffer. Keisuke Goto erzielte in der 85. Minute das entscheidende Tor und sorgte dafür, dass Freiburg am Ende des 5. Spieltags an Borussia Dortmund und dem FC Bayern München vorbeizog.

Frühe Führung durch Eggestein

Freiburg startete druckvoll in die Partie und bestimmte die Anfangsphase klar. Vor 34.700 Zuschauerinnen und Zuschauern, diese Zahl nannte das ZDF, kam der Sport-Club bereits nach zehn Minuten zum 1:0. Derry Scherhant brachte einen Eckball in den Strafraum, Matthias Ginter setzte den Ball per Kopf aufs Tor. Schalke-Keeper Loris Karius konnte zunächst abwehren, doch Maximilian Eggestein verwertete den Abpraller aus kurzer Entfernung.

Die Gastgeber blieben danach zunächst gefährlicher. Igor Matanovic hatte in der 18. Minute die Chance auf das zweite Freiburger Tor, sein flacher Abschluss wurde jedoch noch abgefangen. Schalke fand offensiv erst spät in die Begegnung, kam dann aber ebenfalls nach einem ruhenden Ball zurück. Nach einer Ecke landete eine Abwehraktion von Freiburgs Torwart Mio Backhaus bei Adrian Gantenbein. Dessen abgefälschter Schuss schlug in der 30. Minute zum 1:1 ein.

Für Gantenbein war es ein bemerkenswerter Moment. Der Schweizer gab nach längerer Verletzungspause sein Bundesliga-Debüt und traf direkt. Bei Schalke stand zudem Karius im Fokus: WELT verwies darauf, dass der Torhüter sein 100. Spiel in der Bundesliga absolvierte.

Schalke wird stärker

Nach dem Ausgleich wirkte Schalke stabiler und kam besser in die Zweikämpfe. Freiburg verlor die klare Kontrolle aus der Anfangsphase. Kurz vor der Pause entstand dennoch beinahe wieder Gefahr vor dem Schalker Tor, als Robin Gosens bei einem Klärungsversuch Nikola Katic traf. Der Ball sprang von dessen Körper aber zu Karius, der die Szene entschärfte.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Begegnung offen. Schalke setzte mehr Akzente in der Offensive und hatte durch Moussa Sylla in der 59. Minute eine gute Möglichkeit. Nur wenig später wurde es im Freiburger Strafraum erneut brenzlig: Matanovic lenkte den Ball an die eigene Latte. In dieser Phase musste Freiburg mehr verteidigen als zuvor.

Suzuki sieht Gelb-Rot

Die Lage für die Gastgeber verschärfte sich in der 64. Minute. Suzuki foulte Soufiane El-Faouzi und erhielt seine zweite Verwarnung. Zuvor war er bereits bestraft worden, weil er den Ball weggeschossen hatte. Freiburg musste danach fast eine halbe Stunde in Unterzahl bestreiten.

Trainerseitig reagierten beide Teams mit offensiven Wechseln. Freiburg brachte unter anderem Lucas Höler, Schalke setzte auf die Erfahrung von Edin Dzeko. Das Spiel blieb dadurch lebendig, aber auch riskant für beide Seiten. Schalke suchte die Chance auf den Auswärtssieg, Freiburg hielt mit einem Mann weniger dagegen und lauerte auf den entscheidenden Angriff.

Der gelang kurz vor Schluss. Vincenzo Grifo, ebenfalls eingewechselt, flankte in den Strafraum. Goto setzte sich durch und köpfte zum 2:1 ein. Der Treffer in der 85. Minute entschied die Partie zugunsten der Freiburger, die trotz Unterzahl nicht nur den Sieg retteten, sondern noch einmal zuschlugen.

Starker Start mit Signalwirkung

Der Erfolg setzt Freiburgs ausgezeichneten Saisonbeginn fort. Nach acht Pflichtspielen steht der Sport-Club nun bei sieben Siegen. In der Bundesliga reicht der Dreier gegen Schalke zur Tabellenführung nach fünf Spieltagen. Dass der Sprung auf Platz eins trotz eines Platzverweises gelang, verstärkt die Wirkung dieses Ergebnisses.

Für Schalke bleibt die Partie ärgerlich, weil nach dem Ausgleich und den Chancen zu Beginn der zweiten Halbzeit mehr möglich war. Freiburg dagegen profitiert nicht nur vom eigenen späten Treffer, sondern auch davon, dass die direkte Konkurrenz an diesem Spieltag nicht vorbeiziehen konnte. Der Sport-Club geht damit als Spitzenreiter in die neue Woche.