Sport · Conference League
Freiburg gewinnt auch gegen Jablonec
Der SC Freiburg hat seinen erfolgreichen Lauf auch auf europäischer Bühne fortgesetzt. Der Bundesliga-Tabellenführer gewann am Donnerstagabend in der Conference League gegen den tschechischen Klub FK Jablonec mit 3:2 und blieb damit zum neunten Mal in Serie ohne Niederlage in einem Pflichtspiel. Vincenzo Grifo, ein Eigentor der Gäste und Maximilian Eggestein sorgten für die Freiburger Treffer, Jablonec kam durch ein Eigentor von Matthias Ginter und Garang Kuol noch einmal heran.
Frühe Chancen und Grifos Führung
Trainer Julian Schuster stellte seine Mannschaft im Vergleich zur Liga deutlich um. Sieben Änderungen nahm er in der Startelf vor. Niklas Beste stand nicht im Kader, Derry Scherhant fehlte wegen muskulärer Probleme. Mit Grifo und Christian Günter rückten zwei erfahrene Spieler in die Anfangsformation.
Freiburg begann druckvoll und kam schnell zu klaren Möglichkeiten. Cyriaque Irié traf in der Anfangsphase zweimal Aluminium, auch Lukas Kübler hatte eine gute Gelegenheit. Die Führung fiel nach einer Viertelstunde: Grifo verwandelte einen Freistoß aus zentraler Position präzise zum 1:0.
Jablonec trat zunächst offensiv kaum in Erscheinung, nutzte aber eine der ersten gefährlichen Szenen zum Ausgleich. Antonin Rusek kam nach einem Zuspiel von Jiri Slama im Strafraum zum Abschluss. Ginter lenkte den Ball unglücklich ins eigene Tor ab. Nach 29 Minuten stand es 1:1, obwohl Freiburg bis dahin mehr vom Spiel gehabt hatte.
Videobeweis bringt Freiburg zurück nach vorn
Nach der Pause suchte der SC erneut den Weg nach vorn. Ginter hatte früh eine Chance, scheiterte aber am Torhüter der Gäste. Wenig später wurde es unübersichtlich: Nach einer Ecke rutschte der Ball über die Linie, Jablonec klärte erst danach. Der Treffer wurde zunächst nicht gegeben, nach Prüfung durch den Videoassistenten zählte er doch. Als Torschütze wurde Dusan Pavlovic mit einem Eigentor geführt. Die Sportschau ordnete die Szene der 56. Minute zu, das ZDF nannte die 58. Minute.
Freiburg blieb danach gefährlich. Eggestein erhöhte mit einem kraftvollen Abschluss aus dem Rückraum auf 3:1. Der Mittelfeldspieler sagte nach der Partie im Gespräch mit SWR Sport, es habe „gute und weniger Phasen“ gegeben. Entscheidend sei, „dass wir gewinnen konnten“.
Später Treffer ändert nichts mehr
Mit der Zwei-Tore-Führung im Rücken kontrollierte Freiburg die Partie über weite Strecken der Schlussphase. Jablonec kam nur selten zu längeren Ballbesitzphasen, der SC verteidigte kompakter und wurde im eigenen Angriffsspiel vorsichtiger. In der Nachspielzeit wurde es dennoch noch einmal eng: Garang Kuol traf in der dritten Minute der zusätzlichen Spielzeit zum 3:2.
Für eine Wende reichte dieser Treffer nicht mehr. Freiburg brachte den knappen Vorsprung über die Zeit. Laut Sportschau verfolgten 28.100 Zuschauerinnen und Zuschauer die Partie im Freiburger Stadion. Vor dem Spiel hatten die Fans mit einer Choreografie an die jüngste internationale Reise des Vereins erinnert. Nach Angaben des Portals stand dabei die Hoffnung auf einen Titel im Mittelpunkt.
Rückenwind vor dem Spitzenspiel
Der Sieg bestätigt Freiburgs starke Form zu Beginn der Saison. In der Bundesliga führt die Mannschaft von Schuster die Tabelle an, international gelang nun auch der Start in die Conference-League-Saison. Zugleich zeigte die Partie, dass Freiburg trotz klarer Überlegenheit nicht alle Phasen souverän löste. Mehrere frühe Chancen blieben ungenutzt, zudem brachten zwei Gegentore den Favoriten stärker unter Druck als nötig.
Am Sonntag folgt die nächste schwere Aufgabe. Freiburg spielt um 15.30 Uhr bei Bayer Leverkusen. Dort geht es für den Tabellenführer darum, Platz eins in der Bundesliga zu behaupten. Der europäische Erfolg gegen Jablonec liefert dafür weiteres Selbstvertrauen, auch wenn die Schlussphase zeigte, dass die Mannschaft bis zum Ende aufmerksam bleiben muss.