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Sport · Nations League

Frankreich verpasst Sieg bei Zidanes Heimpremiere

Frankreich kommt im Stade de France gegen Italien nur zu einem 1:1. Michael Olises Führung reicht bei Zinedine Zidanes erstem Heimspiel als Nationaltrainer nicht zum Sieg.

Presseonline-Redaktion · · 3 Min. Lesezeit

Symbolbild: Ein Fußballstadion unter Flutlicht steht für den Nations-League-Abend in Paris.
Symbolbild: Ein Fußballstadion unter Flutlicht steht für den Nations-League-Abend in Paris. KI-generiert

Frankreich hat Zinedine Zidanes erstes Heimspiel als Nationaltrainer nicht gewonnen. Im Stade de France in Paris reichte der Mannschaft am Freitagabend in der Nations League gegen Italien nur ein 1:1. Michael Olise brachte die Gastgeber in der 55. Minute per Freistoß in Führung, Alessandro Bastoni glich in der 68. Minute nach einem französischen Fehler aus. In der Schlussphase sah Dayot Upamecano Gelb-Rot.

Olise trifft sehenswert

Nach zwei knappen Auswärtssiegen in Belgien und der Türkei wollte Frankreich vor eigenem Publikum den dritten Erfolg in der Gruppe feiern. Die Mannschaft von Zidane hatte lange mehr Ballbesitz, tat sich gegen die geordnete italienische Defensive aber schwer. Das ZDF berichtete für die erste halbe Stunde von 66 Prozent französischem Ballbesitz, die klareren Chancen lagen zunächst dennoch bei Italien.

Moise Kean vergab früh eine große Möglichkeit aus kurzer Distanz. Frankreich kam danach besser in die Partie, blieb im letzten Drittel aber zu ungenau. Ousmane Dembélé, Michael Olise, Desiré Doué und Rayan Cherki fanden zunächst kein Mittel, um Italiens Torhüter Gianluigi Donnarumma ernsthaft dauerhaft zu überwinden. Kurz vor der Pause wurde Italien erneut gefährlich, als Davide Frattesi knapp verpasste.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Frankreich den Druck. Donnarumma hielt zunächst gegen Dembélé und Olise, ehe er wenig später geschlagen war. Rayan Cherki legte einen Freistoß kurz an, Olise zirkelte den Ball aus rund 20 Metern über die Mauer und unter die Latte. Der Treffer des Bayern-Profis brachte Paris zum Jubeln, änderte aber nichts daran, dass Italien im Spiel blieb.

Bastoni nutzt den Fehler

Der Ausgleich fiel nach einer Nachlässigkeit im französischen Aufbau. Lucas da Cunha konnte einen Ball nicht kontrollieren, Bastoni schaltete sofort um, eroberte die Kugel und schob vor Mike Maignan zum 1:1 ein. Damit kippte die Partie in eine offene Schlussphase, in der beide Teams Chancen auf den Sieg hatten.

Adrien Rabiot verpasste für Frankreich die erneute Führung. Auf der Gegenseite zwang Kean Maignan mit einem Kopfball zu einer starken Parade. Die Sportschau schilderte zudem eine späte Möglichkeit für Nicolo Barella, dessen Abschluss über das Tor ging. Frankreich kam in der Nachspielzeit noch einmal durch Eduardo Camavinga gefährlich zum Abschluss, doch Donnarumma parierte erneut stark.

Für zusätzliche Spannung sorgte der Platzverweis gegen Upamecano. Der Münchner Verteidiger hatte bereits nach einer Rudelbildung Gelb gesehen und musste nach einem weiteren harten Einsteigen kurz vor Schluss mit Gelb-Rot vom Feld. Frankreich brachte das Unentschieden in Unterzahl über die Zeit.

Frankreich bleibt vorn

Trotz der verpassten drei Punkte führt Frankreich die Gruppe A1 weiter an. Nach Angaben von n-tv steht die Mannschaft nach drei Spielen bei sieben Punkten. Belgien rückte durch ein 3:0 gegen die Türkei näher heran und liegt mit sechs Punkten auf Platz zwei. Italien holte in Paris einen Achtungserfolg, während die Türkei nach drei Partien weiter punktlos ist.

Für Zidane war der Abend auch wegen der Geschichte des Ortes besonders. Im Stade de France hatte er 1998 als Spieler mit Frankreich den ersten WM-Titel des Landes gefeiert. Zugleich stand die Begegnung gegen Italien unter besonderer Beobachtung, weil Zidane seine aktive Laufbahn im WM-Finale 2006 gegen die Azzurri nach einem Platzverweis beendet hatte.

Sportlich bleibt für Frankreich ein gemischtes Fazit. Die Mannschaft kontrollierte weite Phasen, vergab aber zu viele Gelegenheiten und leistete sich hinten den entscheidenden Fehler. Italien zeigte sich effizienter und hatte mit Donnarumma einen Torhüter, der den Punktgewinn mit mehreren Paraden sicherte.