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Sport · Nations League

Frankreich patzt bei Zidanes Heimdebüt gegen Italien

Frankreich spielt in Paris gegen Italien 1:1 und gibt erstmals Punkte ab. Belgien schlägt die Türkei 3:0, Kevin De Bruyne entscheidet die Partie in Lüttich.

Presseonline-Redaktion · · 3 Min. Lesezeit

Symbolbild: Ein Fußballstadion unter Flutlicht steht für die Nations-League-Spiele des Abends.
Symbolbild: Ein Fußballstadion unter Flutlicht steht für die Nations-League-Spiele des Abends. KI-generiert

Frankreich hat im dritten Nations-League-Spiel erstmals Punkte abgegeben. Beim ersten Heimauftritt unter Nationaltrainer Zinédine Zidane reichte es in Paris gegen Italien nur zu einem 1:1. Michael Olise traf für die Gastgeber, Alessandro Bastoni antwortete für die Italiener. Parallel setzte Belgien in Lüttich mit einem 3:0 gegen die Türkei ein klares Ergebnis, Kevin De Bruyne erzielte zwei Tore.

Olise trifft, Bastoni nutzt Fehler

Im Stade de France begann Italien mutiger, als es der Ballbesitz der Franzosen vermuten ließ. Moise Kean hatte früh die Chance zur Führung, scheiterte aber aus kurzer Distanz an Mike Maignan. Frankreich kontrollierte zwar längere Phasen, fand gegen die italienische Ordnung zunächst aber kaum Wege in gefährliche Räume. Kurz vor der Pause blieb Italien erneut nah am ersten Treffer, doch es ging torlos in die Kabinen.

Nach dem Wechsel erhöhte Frankreich das Tempo. Gianluigi Donnarumma verhinderte zunächst gegen Ousmane Dembélé und Olise den Rückstand. Wenig später war der italienische Torwart geschlagen: Olise verwandelte einen Freistoß aus rund 20 Metern sehenswert zur französischen Führung. ZDF beschrieb den Schuss als unhaltbar unter die Latte.

Italien blieb im Spiel und nutzte eine Unachtsamkeit im französischen Aufbau. Bastoni gewann den Ball nach einem Fehler von Lucas da Cunha und schloss zum 1:1 ab. Danach drängte Frankreich wieder nach vorn, doch Donnarumma hielt unter anderem gegen Adrien Rabiot und den eingewechselten Eduardo Camavinga. Kurz vor dem Ende sah Dayot Upamecano Gelb-Rot, am Ergebnis änderte das nichts mehr.

Für Zidane hatte die Begegnung besonderen Symbolwert. In diesem Stadion hatte Frankreich 1998 den ersten WM-Titel gewonnen. Zudem traf er als Trainer erstmals zu Hause auf Italien, das Land des WM-Finals 2006, in dem seine Spielerkarriere nach einem Platzverweis endete.

Belgien rückt näher heran

Belgien nutzte den französischen Punktverlust und setzte sich gegen die Türkei deutlich durch. De Bruyne brachte die Gastgeber bereits in der Anfangsphase in Führung. Die Türkei antwortete mit mehreren Angriffen und kam zu Möglichkeiten, unter anderem durch Abdülkerim Bardakcı und Merih Demiral. Auch Belgien blieb bei Kontern gefährlich; Dodi Lukébakio traf den Pfosten.

Nach der Pause blieb das Spiel offen, bis De Bruyne erneut traf. Sein zweiter Treffer fiel nach einem Abschluss aus der Distanz. Laut n-tv waren es seine Pflichtspieltore Nummer 200 und 201. Romelu Lukaku erhöhte später auf 3:0.

Die Sportschau ordnete das Resultat als deutlicher ein, als es der Verlauf über weite Strecken hergab. Die Türkei blieb trotz guter Szenen ohne Punkt und steht nach drei Niederlagen weiter am Ende der Gruppe. Belgien hat nun sechs Zähler und liegt hinter Frankreich, das nach Angaben von n-tv mit sieben Punkten Tabellenführer bleibt. Am Montag steht das direkte Duell in Frankreich an; die Türkei spielt zeitgleich in Italien.

Lewandowski mit Dreierpack, Dzeko verabschiedet sich

Auch in weiteren Partien der Nations League gab es klare und emotionale Momente. Polen gewann gegen Rumänien 6:0. Robert Lewandowski erzielte drei Treffer: Er brachte Polen in der ersten Hälfte in Führung, legte nach der Pause nach und setzte kurz vor Schluss den letzten Treffer der Partie.

Bosnien-Herzegowina und Schweden trennten sich 1:1. Für Edin Dzeko war es nach FAZ-Angaben das letzte Länderspiel. Ein vermeintliches Tor des Stürmers kurz vor der Pause zählte nach Videoprüfung nicht. Schweden ging anschließend in Führung, Bosnien-Herzegowina glich in der Schlussphase aus.

Gruppe bleibt offen

In der Gruppe mit Frankreich, Belgien, Italien und der Türkei bleibt die Ausgangslage vor den nächsten Spielen eng. Frankreich hat zwar die Führung behauptet, verpasste aber den dritten Sieg. Belgien verkürzte durch den Erfolg gegen die Türkei den Abstand. Italien nahm aus Paris einen wichtigen Punkt mit, während die Türkei nach dem nächsten Rückschlag auf die ersten Zähler wartet.