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Ebnoutalib beendet Frankfurts Heimflaute gegen Köln
Eintracht Frankfurt hat zum Auftakt des sechsten Bundesliga-Spieltags den 1. FC Köln 1:0 besiegt und damit eine lange Serie ohne Heimerfolg beendet. Younes Ebnoutalib erzielte am Freitagabend in der 77. Minute den entscheidenden Treffer. Für die Mannschaft von Trainer Adi Hütter war es die dringend benötigte Reaktion auf das 0:6 bei RB Leipzig sechs Tage zuvor.
Spätes Tor nach zähem Beginn
Die Eintracht ging als Tabellen-14. in die Partie, Köln reiste als Zehnter nach Frankfurt. Auf dem Platz entwickelte sich zunächst ein Spiel mit wenig Tempo und vielen Ungenauigkeiten. Die Gäste fanden nach etwa einer halben Stunde besser in die Partie und setzten Frankfurt zeitweise am eigenen Strafraum fest. Der große Druck entstand daraus aber nicht.
Die besten Kölner Möglichkeiten hatte Marius Bülter. Bereits in der ersten Minute und später in der 32. Minute musste Frankfurts Torhüter Noah Atubolu eingreifen. Auf der anderen Seite brachte Frankfurt in der ersten Hälfte nur selten strukturierte Angriffe durch. Farès Chaibi kam einmal in Abschlussposition, scheiterte aber am Kölner Keeper.
Nach der Pause wurde Frankfurt klarer. Die Eintracht suchte häufiger die rechte Seite, wo Ritsu Doan angespielt wurde und Flanken in den Strafraum brachte. Ebnoutalib, Lilian Brassier und Chaibi kamen zu Kopfballaktionen, blieben aber zunächst ohne Präzision. Köln setzte offensiv vor allem auf Said El Mala, der jedoch zunehmend von Frankfurter Verteidigern gestellt wurde.
Die Entscheidung fiel nach einem Angriff über Ebnoutalib und den eingewechselten Noel Aseko. Ebnoutalib wich zunächst nach außen aus, spielte Aseko an und lief anschließend in die Tiefe. Aseko legte direkt zurück, der 23 Jahre alte Angreifer nahm den Ball auf und schloss mit der Innenseite ab. Ebnoutalib wurde in einem Bericht als Neu-Nationalspieler bezeichnet.
Koch antwortet auf Kritik
Neben dem Torschützen stand vor allem Robin Koch im Mittelpunkt. Der Frankfurter Kapitän war nach der hohen Niederlage in Leipzig deutlich kritisiert worden. Hütter hatte ihn dort zur Halbzeit ausgewechselt und die Maßnahme später mit dessen Schutz begründet. Gegen Köln zeigte der Abwehrchef eine deutlich stabilere Leistung.
Ein Bericht hob Kochs Werte in den Zweikämpfen und sein Passspiel hervor. Hütter lobte seinen Kapitän nach dem Spiel ausdrücklich: „Ein Extralob an Robin Koch“, sagte der Trainer. Koch habe sein Team sehr gut geführt. Torhüter Noah Atubolu formulierte es ähnlich und sagte über den Verteidiger: „So brauchen wir ihn.“
Koch selbst sprach über die schwierige Woche nach dem 0:6. Es sei nicht leicht gewesen, nach einem solchen Spiel zurückzukommen. Zugleich stellte er die Mannschaft in den Vordergrund und betonte die Erleichterung über den Sieg. Auch Sportvorstand Markus Krösche äußerte sich zufrieden mit Kochs Auftritt.
Atubolu bleibt erstmals ohne Gegentor
Für Atubolu war der Abend ebenfalls bedeutsam. Der Torhüter beendete erstmals in einem Frankfurter Spiel eine Partie ohne Gegentreffer. Gerade in der Anfangsphase hatte er mit seinen Paraden gegen Bülter verhindert, dass Köln früh in Führung ging.
Die Frankfurter Defensive, zuletzt in Leipzig schwer unter Druck, wirkte gegen Köln deutlich geordneter. Die Gäste fanden nach dem Seitenwechsel kaum noch zwingende Wege in den Strafraum. El Mala, der zuvor im Derby gegen Borussia Mönchengladbach entscheidend gewesen war, blieb diesmal ohne entscheidende Aktion. Die Partie wurde insgesamt als spielerisch begrenzt beschrieben, die Eintracht nach der Pause aber verbessert und mit mehr Druck auf die Kölner Abwehr.
Wichtiger Schritt nach unruhiger Woche
Der Sieg beendet Frankfurts Heimflaute seit März. Damals hatte die Eintracht gegen den 1. FC Heidenheim gewonnen. Nun gelang im eigenen Stadion wieder ein Erfolg, der sportlich und atmosphärisch Gewicht hat: Nach der klaren Niederlage in Leipzig stand die Mannschaft unter Zugzwang, vor eigenem Publikum eine Reaktion zu zeigen.
Für Hütter zählt vor allem die Stabilisierung. Frankfurt holte drei Punkte, hielt die Null und gewann ein enges Spiel, obwohl offensiv lange wenig gelang. Köln verpasste dagegen die Chance, aus den Frankfurter Unsicherheiten Kapital zu schlagen. Am Ende genügte der Eintracht ein präzise ausgespielter Angriff, um die Durststrecke im eigenen Stadion zu beenden.