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Sport · Bahnrad-WM

Dörnbach und Augenstein verpassen WM-Medaillen

Bei der Bahnrad-WM in Shanghai bleibt Deutschland am dritten Wettkampftag ohne Podestplatz. Maximilian Dörnbach und Moritz Augenstein werden jeweils Sechste.

Presseonline-Redaktion · · 2 Min. Lesezeit

Symbolbild: Eine leere Radrennbahn steht für die Bahnrad-Weltmeisterschaften in Shanghai.
Symbolbild: Eine leere Radrennbahn steht für die Bahnrad-Weltmeisterschaften in Shanghai. KI-generiert

Bei den Weltmeisterschaften im Bahnradsport in Shanghai hat die deutsche Mannschaft am dritten Wettkampftag keine weitere Medaille geholt. Maximilian Dörnbach erreichte im 1000-Meter-Zeitfahren Platz sechs, Moritz Augenstein kam im Punktefahren ebenfalls auf Rang sechs. Damit bleibt die deutsche Auswahl bei insgesamt drei Medaillen. Der Tagesspiegel berichtete die Ergebnisse unter Berufung auf den dpa-Newskanal.

Dörnbach bleibt 1,8 Sekunden zurück

Maximilian Dörnbach konnte einen Tag nach seiner Silbermedaille im Keirin nicht erneut in den Kampf um die Podestplätze eingreifen. Im Zeitfahren über 1000 Meter fuhr er 1:00,552 Minuten. Auf Sieger Jeffrey Hoogland aus den Niederlanden fehlten ihm damit gut 1,8 Sekunden.

Direkt hinter Dörnbach landete Benjamin Boos auf Rang sieben. Er beendete den Wettbewerb in 1:00,652 Minuten und lag damit nur eine Zehntelsekunde hinter seinem deutschen Teamkollegen. Für beide reichte es nicht, um in die Nähe der Medaillenränge zu kommen.

Das 1000-Meter-Zeitfahren zählt zu den Disziplinen, in denen Startkraft, Beschleunigung und ein stabil hohes Tempo über die komplette Distanz entscheidend sind. Dörnbach blieb nach seinem Erfolg im Keirin zwar im vorderen Feld, konnte den Rückstand auf die Spitze aber nicht entscheidend verkürzen.

Augenstein im Punktefahren chancenlos

Auch Moritz Augenstein verpasste eine Medaille. Im Punktefahren über 40 Kilometer sammelte er neun Zähler und wurde Sechster. Damit kam er nicht in die Nähe der Fahrer, die den Titel unter sich ausmachten.

Gold ging an Mark Stewart aus Großbritannien, der 35 Punkte erreichte. Silber gewann der Franzose Benjamin Thomas mit 28 Zählern. Der Portugiese Carlos Salgueiro kam mit 27 Punkten auf den dritten Platz.

Für Augenstein blieb der Auftritt hinter seinen jüngsten Erfolgen zurück. Im vergangenen Jahr war er Scratch-Weltmeister geworden, außerdem geht er als amtierender Europameister im Madison in die Wettbewerbe. In Shanghai konnte er im Punktefahren aber nicht entscheidend in das Rennen um die Medaillen eingreifen.

Milan sorgt für Weltrekord

Der sportliche Höhepunkt des Tages gelang Jonathan Milan. Der Italiener verbesserte in der Qualifikation der 4000-Meter-Einerverfolgung seine eigene Bestmarke auf 3:58,850 Minuten. Später gewann er auch das Finale gegen Fredrik Madsen aus Dänemark.

Milan ist auch von der Straße bekannt. Er hat bereits zwei Etappen der Tour de France gewonnen. In Shanghai unterstrich er nun auch auf der Bahn seine Stärke. Die deutschen Fahrer spielten in dieser Entscheidung keine Rolle.

Die Leistung des Italieners setzte an einem für das deutsche Team schwierigen Wettkampftag den stärksten Akzent. Während Milan mit Weltrekord und Gold glänzte, blieb den deutschen Startern nur die Platzierung im erweiterten Vorderfeld.

Deutsche Bilanz bleibt bei drei Medaillen

Für die deutsche Mannschaft ändert sich die Bilanz damit nicht. Nach drei Wettkampftagen stehen weiter drei Medaillen zu Buche. Dörnbachs Silber im Keirin bleibt der jüngste Podestplatz des Teams.

Im vom Tagesspiegel veröffentlichten dpa-Bericht wird der Tag vor allem durch verpasste Chancen geprägt: Dörnbach und Augenstein erreichten jeweils Rang sechs, Boos kam im Zeitfahren knapp dahinter ins Ziel. Für das deutsche Team geht es in den weiteren Wettbewerben darum, wieder näher an die Medaillenränge heranzufahren.