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Sport · Tennis in Peking

Djokovic holt in Peking seinen 102. Titel

Novak Djokovic gewinnt erneut das ATP-Turnier in Peking. Alex de Minaur gibt im Finale verletzt auf, der Serbe bleibt in der chinesischen Hauptstadt ohne Niederlage.

Presseonline-Redaktion · · 3 Min. Lesezeit

Symbolbild: Ein Tennisplatz unter Flutlicht steht für Djokovics Turniersieg in Peking.
Symbolbild: Ein Tennisplatz unter Flutlicht steht für Djokovics Turniersieg in Peking. KI-generiert

Novak Djokovic hat das ATP-Turnier in Peking erneut gewonnen und damit den 102. Einzeltitel seiner Profikarriere geholt. Der 39 Jahre alte Serbe setzte sich im Finale gegen Alex de Minaur durch, weil der Australier nach 1:23 Stunden verletzt nicht weiterspielen konnte. Zu diesem Zeitpunkt führte Djokovic aus seiner Sicht mit 7:6 (7:3), 0:1. Für ihn war es der siebte Triumph bei den China Open, zugleich blieb er in Peking auch im 34. Match ungeschlagen.

De Minaur muss früh passen

Der erste Satz war umkämpft und ging erst im Tiebreak an Djokovic. In den entscheidenden Momenten half ihm sein Aufschlag, zudem unterliefen de Minaur im Tiebreak mehrere Fehler. Vor Beginn des zweiten Satzes kehrte der Australier mit einer Bandage am linken Bein auf den Platz zurück. Er brachte sein erstes Aufschlagspiel noch zum 1:0 durch, beendete die Partie danach aber vorzeitig.

Djokovic hatte sich in Peking zuvor bereits gegen starke Gegner behauptet. Gegen Alexander Zverev gewann er nach Satzrückstand mit 4:6, 6:4, 6:4. Auch gegen Daniil Medwedew erreichte er das Ziel, wenn auch unter besonderen Umständen. Das Halbfinale endete nicht regulär, weil Medwedew im zweiten Satz disqualifiziert wurde. Der Russe hatte nach einem verlorenen Punkt einen Ball in Richtung Zuschauerbereich geschlagen und dabei einen Besucher im Gesicht getroffen. Djokovic wurde beim Stand von 7:5, 5:3 und 15:15 zum Sieger erklärt.

Serie in Peking wächst weiter

Mit dem Finalerfolg baute Djokovic seine außergewöhnliche Bilanz in Chinas Hauptstadt aus. In Peking hat er noch kein Match verloren. Wie n-tv und ZDF berichteten, übertraf er bereits mit dem Sieg gegen Zverev eine Bestmarke von Rafael Nadal: Der Spanier hatte von 2005 bis 2009 seine ersten 31 Partien bei den French Open gewonnen. Djokovic steht nach dem Endspiel nun bei 34 Erfolgen vom ersten Auftritt an bei diesem Turnier.

Der Titel hat auch Folgen für die Weltrangliste. Djokovic kehrt nach seinem Erfolg in Peking in die Top Ten zurück. Auf einen Turniersieg hatte er seit November des Vorjahres warten müssen. Bei den US Open in New York hatte er körperlich angeschlagen gewirkt, anschließend waren Diskussionen über seine sportliche Zukunft aufgekommen. In Peking zeigte er nun über weite Strecken wieder Tennis auf hohem Niveau.

Nach seinem Finalsieg sagte Djokovic laut Tagesspiegel/dpa, der Erfolg bedeute ihm mehr als nur eine weitere Trophäe. Der Satz passte zu einem Turnier, in dem der Serbe sportlich überzeugte, aber auch Anzeichen von Belastung zeigte. Nach langen Ballwechseln wirkte er mehrfach erschöpft und musste zwischen den Punkten sichtbar Kräfte sammeln.

Später Karriere-Meilenstein

Der Erfolg ordnet Djokovic auch historisch ein. Der 24-malige Grand-Slam-Sieger ist der erste männliche Profi seit Ken Rosewall, der nach seinem 39. Geburtstag noch einen Titel auf Tour-Niveau gewann. Rosewall war 1977 bei seinem Sieg in Hongkong 43 Jahre alt.

Djokovic sprach während des Turniers zudem über körperliche Schwierigkeiten in dieser Saison. Bei einer Pressekonferenz sagte er laut Tagesspiegel/dpa, das Jahr sei für ihn gesundheitlich sehr fordernd gewesen. Details nannte er nicht. Er erklärte lediglich, er arbeite mit seinem Team daran, die Ursachen besser zu verstehen. Trotz dieser Belastungen setzte er sich in Peking gegen drei Spieler aus den Top Ten durch und ergänzte seine lange Titelliste um einen weiteren bedeutenden Erfolg.