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Sport · Fußball-Testspiel

DFB-Frauen drehen Partie gegen Japan

Deutschlands Fußballerinnen gewinnen in Bremen 2:1 gegen Japan. Klara Bühl entscheidet den Test nach Rückstand und starkem Auftritt.

Presseonline-Redaktion · · 3 Min. Lesezeit

Symbolbild: Deutschlands Fußballerinnen feiern in einem verregneten Stadion einen Treffer.
Symbolbild: Deutschlands Fußballerinnen feiern in einem verregneten Stadion einen Treffer. KI-generiert

Deutschlands Fußballerinnen haben den nächsten Härtetest gewonnen. Das Team von Bundestrainer Christian Wück setzte sich am Dienstagabend in Bremen mit 2:1 gegen Japan durch und bestätigte damit den 4:2-Erfolg gegen Australien vom Freitag. Momoko Tanikawa brachte Japan früh in Führung, Linda Dallmann glich aus, Klara Bühl erzielte in der zweiten Halbzeit den Siegtreffer. Die DFB-Auswahl ist nun seit acht Spielen ohne Niederlage.

Früher Rückstand im Bremer Regen

Japan erwischte die deutsche Mannschaft nach einer Anfangsphase mit ersten DFB-Abschlüssen kalt. Tanikawa traf in der 15. Minute zum 0:1. Die Mittelfeldspielerin wurde von Aoba Fujino eingesetzt, kam im Strafraum zum Abschluss und überwand Torhüterin Ena Mahmutovic. In dieser Szene hatte Deutschland zuvor zu wenig Zugriff auf die Passgeberin bekommen.

Wück hatte seine Startelf im Vergleich zum Australien-Spiel verändert. Marie Müller, Linda Dallmann, Nicole Anyomi und Sophia Kleinherne rückten neu hinein. Deutschland reagierte auf den Rückstand nicht hektisch, sondern übernahm danach zunehmend die Kontrolle. Besonders über die Außenbahnen wurde das DFB-Team gefährlicher.

Der Ausgleich fiel in der 28. Minute. Nach einem Angriff über links, an dem Franziska Kett und Klara Bühl beteiligt waren, kam Dallmann zum Schuss und traf zum 1:1. Die Münchnerin gehörte in der ersten Halbzeit zu den auffälligsten deutschen Spielerinnen. Kurz vor der Pause verpasste sie nach einer Hereingabe von Müller knapp ein weiteres Tor. Wenig später hatte Bühl die Führung auf dem Fuß, ihr Abschluss ging jedoch knapp vorbei.

Bühl prägt das deutsche Spiel

Auch nach der Pause blieb Deutschland die aktivere Mannschaft. Wück brachte unter anderem Janina Minge und Melissa Kössler. An der Rollenverteilung änderte das wenig: Die Gastgeberinnen bauten weiter Druck auf, Japan kam deutlich seltener in gefährliche Abschlusspositionen.

Bühl war dabei die zentrale Figur im deutschen Angriffsspiel. Die Linksaußen bereitete Aktionen vor, band Gegenspielerinnen und fand immer wieder Wege in den Strafraum. In der 65. Minute legte sie für Dallmann auf, deren Abschluss Japans Torhüterin Ayaka Yamashita parierte.

Acht Minuten später fiel die Entscheidung. Kössler bediente Bühl, die frei zum Abschluss kam und den Ball ins lange Eck setzte. Für die 25-Jährige war es laut Sportschau ihr 31. Tor im Nationaltrikot. Ihre Leistung ragte an einem Abend heraus, an dem Deutschland insgesamt geschlossen auftrat.

DFB-Team sammelt Selbstvertrauen

Dallmann bewertete den Abend nach dem Spiel positiv. In der ARD sagte sie, die Mannschaft habe als Einheit überzeugt; die beiden Partien könnten Mut geben. Kapitänin Sjoeke Nüsken hob ebenfalls die Reaktion auf den Rückstand hervor und sprach von gezeigter Moral.

Auch Wück ordnete den Sieg zufrieden ein. Der Bundestrainer wollte den Blick nicht zu weit nach vorn richten, sah aber eine Entwicklung. In der ARD erklärte er: „Wir haben heute gemerkt, dass wir in die richtige Richtung gehen.“ Zugleich machte er deutlich, dass weiterhin Arbeit vor der Mannschaft liege.

Der Erfolg gewinnt auch durch die Qualität des Gegners Gewicht. Japan steht in der Weltrangliste auf Rang fünf, Deutschland zwei Plätze davor, wie der Deutschlandfunk berichtet. Nach dem Sieg gegen Australien war es der zweite anspruchsvolle Test innerhalb weniger Tage.

Blick Richtung WM 2027

Die deutsche Mannschaft zeigte gegen Japan nicht nur Offensivdrang, sondern stabilisierte sich nach dem frühen Gegentor auch defensiv. Besonders in der zweiten Halbzeit ließ sie kaum noch klare Möglichkeiten zu. Damit lieferte der Abend in Bremen weitere Hinweise darauf, dass Wücks Team an Struktur und Selbstverständnis gewinnt.

Die nächsten Monate stehen im Zeichen der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft 2027 in Brasilien. Der Sieg gegen Japan ist dafür kein Maßstab allein, aber ein weiterer Schritt nach zwei Spielen gegen starke Gegner. Für die DFB-Frauen zählt vor allem, dass sie Rückstände verarbeiten, Tempo entwickeln und enge Partien für sich entscheiden können.