Zum Inhalt springen
Stündlich aktualisiert

Sport · U21-Fußball

Deutsche U21 besiegt Georgien und fährt zur EM

Die deutsche U21 steht bei der EM-Endrunde 2027. Beim 2:0 gegen Georgien in Bielefeld trifft Dzenan Pejcinovic doppelt, Griechenland bleibt trotz Sieg nur Rang zwei.

Presseonline-Redaktion · · 3 Min. Lesezeit

Symbolbild: Junge Fußballer feiern auf einem beleuchteten Spielfeld einen Erfolg.
Symbolbild: Junge Fußballer feiern auf einem beleuchteten Spielfeld einen Erfolg. KI-generiert

Die deutsche U21-Nationalmannschaft hat ihr Ticket für die EM-Endrunde 2027 gelöst. Das Team von Trainer Antonio Di Salvo gewann in Bielefeld gegen Georgien 2:0 und sicherte sich damit den ersten Platz in der Qualifikationsgruppe F. Dzenan Pejcinovic vom VfB Stuttgart erzielte beide deutschen Treffer. Weil Griechenland parallel ebenfalls gewann, brauchte die DFB-Auswahl den eigenen Erfolg, um nicht in die Playoffs zu müssen.

Pejcinovic trifft früh und spät

Deutschland erwischte vor 20.049 Zuschauerinnen und Zuschauern auf der Bielefelder Alm den besseren Start, auch wenn Georgien in der Anfangsphase gefährlich wurde. Nach zehn Minuten ging die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes in Führung: Noah Darvich zog aus der Distanz ab, Pejcinovic fälschte den Ball entscheidend ab. Der Treffer wurde dem Stuttgarter Angreifer zugerechnet.

Danach kontrollierte Deutschland über weite Strecken den Ball, brachte Georgien aber nicht dauerhaft aus dem Spiel. Vor der Pause verpassten unter anderem Nicolò Tresoldi und Paris Brunner weitere Chancen. Direkt nach dem Seitenwechsel schien Joshua Quarshie auf 2:0 zu stellen, doch der Treffer zählte wegen eines vorangegangenen Fouls nicht. Fast im Gegenzug kam Georgien nach einem deutschen Fehler zur großen Möglichkeit auf den Ausgleich.

Die Entscheidung fiel in der 69. Minute. Nach einer Ablage von Tresoldi traf Pejcinovic erneut und nahm dem Spiel damit die Spannung. Für die deutsche U21 war es der neunte Erfolg in zehn Qualifikationspartien.

Gruppensieg im Duell mit Griechenland

Der Abschluss der Gruppe F stand im Zeichen des Fernduells mit Griechenland. Beide Teams waren vor dem letzten Spieltag punktgleich, Deutschland hatte aber den direkten Vergleich auf seiner Seite. n-tv berichtete, dass die Griechen in Nordirland 1:0 gewannen. Damit blieb für die deutsche Mannschaft klar: Nur ein Sieg gegen Georgien brachte den Gruppensieg sicher.

Di Salvos Team hatte die Qualifikation nach einer Niederlage gegen Griechenland begonnen, sich danach aber stabilisiert. Das ZDF zitierte den Trainer nach dem Spiel bei ProSieben Maxx mit den Worten: „Wir haben es geschafft.“ Di Salvo verwies darauf, dass seine Mannschaft nach dem schwierigen Auftakt immer wieder Ergebnisse liefern musste und die entscheidenden Aufgaben gemeistert habe.

Der Gruppensieg ist sportlich besonders wertvoll, weil Deutschland damit direkt für das Turnier qualifiziert ist. Der Umweg über zusätzliche Entscheidungsspiele entfällt. Die Endrunde wird 2027 in Albanien und Serbien ausgetragen.

Tresoldi bleibt auf Rekordjagd

Kapitän Nicolò Tresoldi blieb diesmal ohne eigenes Tor. Der Angreifer hat in der U21 bislang 16 Treffer erzielt und liegt damit zwei Tore hinter Pierre Littbarski, der bei 18 Treffern steht. Der Tagesspiegel zitierte Tresoldi nach der Partie mit dem Satz: „Ich habe noch Zeit.“ Er verwies dabei auf die anstehenden Länderspiele und die EM selbst.

Tresoldi hatte die Mannschaft auch deshalb aufs Feld geführt, weil Tom Bischof fehlte. Zuletzt hatte der Stürmer beim 4:1 auf Malta dreimal getroffen. Gegen Georgien bereitete er nun den zweiten Treffer vor und blieb damit auch ohne Tor ein wichtiger Faktor.

Auf der Tribüne verfolgten mehrere DFB-Verantwortliche die Partie, darunter Rudi Völler, Andreas Rettig und Per Mertesacker. Die hohe Zuschauerzahl unterstrich die Bedeutung des Spiels: Bei einem deutschen U21-Heimspiel waren zuletzt im Oktober 2006 in Leverkusen mehr Menschen im Stadion.

Auslosung folgt im November

Für die deutsche U21 richtet sich der Blick nun auf die Auslosung. Die Gruppen für die Endrunde werden am 26. November in Belgrad bestimmt. Gespielt wird das Turnier vom 16. Juni bis 3. Juli 2027.

Die EM hat über den Titelkampf hinaus zusätzliche Bedeutung. Bei dem Turnier werden auch Startplätze für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles vergeben. Für Di Salvos Mannschaft geht es damit im kommenden Sommer nicht nur um einen erfolgreichen Auftritt bei der kontinentalen Endrunde, sondern auch um die Chance auf ein weiteres großes internationales Ziel.