Sport · Nations League
De Bruyne führt Belgien zum 3:0 gegen die Türkei
Kevin De Bruyne hat Belgien in der Nations League zu einem 3:0 gegen die Türkei geführt. Der Mittelfeldspieler traf in Lüttich in beiden Halbzeiten und nahm einer engagierten türkischen Auswahl damit die entscheidende Wirkung. Romelu Lukaku erzielte später den dritten Treffer. Für die Türkei verschärft sich die Lage, weil sie auch nach dem dritten Gruppenspiel ohne Punkt bleibt.
Früher Treffer bringt Belgien Sicherheit
Die Ausgangslage war für beide Teams unterschiedlich. Belgien kam mit einem Sieg gegen Italien und einer Niederlage gegen Frankreich in die Partie. Die Türkei stand dagegen bereits unter größerem Druck. Nach dem 0:1 gegen Frankreich und dem 1:4 gegen Italien brauchte das Team von Vincenzo Montella dringend ein Erfolgserlebnis.
Belgien nutzte seine erste starke Szene konsequent. De Bruyne setzte sich in der Nähe des Strafraums robust durch und schloss in der 10. Minute flach mit rechts ab. Torhüter Uğurcan Çakır war geschlagen, Belgien führte früh. Das Tor gab der Mannschaft Spielraum, während die Türkei schnell reagieren musste.
Die Gäste blieben trotz des Rückstands aktiv. Besonders Arda Güler suchte immer wieder den Weg in gefährliche Räume und war an mehreren Angriffen beteiligt. Belgien hatte zugleich Platz für schnelle Gegenstöße. Dadurch entwickelte sich ein offenes Spiel, in dem das Ergebnis lange nicht den Eindruck einer einseitigen Partie vermittelte.
Türkei lässt mehrere Chancen aus
Die Türkei kam vor der Pause zu Möglichkeiten, den Ausgleich zu erzielen. Abdülkerim Bardakçı verfehlte in der 19. Minute per Kopf das belgische Tor nur knapp. Auf der Gegenseite hatte Dodi Lukébakio Pech, als sein Abschluss in der 36. Minute am Pfosten landete.
Kurz vor der Halbzeit bot sich Merih Demiral die beste Gelegenheit für die Türkei. Nach einer flachen Hereingabe kam er frei zum Abschluss, setzte den Ball aber über das Tor. Damit ging Belgien mit einer knappen Führung in die Kabine, obwohl die türkische Auswahl genügend Szenen für ein eigenes Tor hatte.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel lebhaft. Lukébakio traf in der 53. Minute erneut den Pfosten. Wenig später prüfte Yunus Akgün die belgische Defensive mit einem kräftigen Schuss. Die Türkei drängte weiter, fand aber keinen Weg zu einem Treffer.
De Bruyne erhöht mit feinem Abschluss
In dieser Phase setzte De Bruyne den nächsten klaren Akzent. In der 60. Minute schloss er aus rund 18 Metern mit Gefühl ab. Der Ball senkte sich so präzise Richtung Tor, dass Çakır nicht mehr entscheidend eingreifen konnte. Belgien führte 2:0, obwohl die Türkei weiter am Spiel teilnahm und offensiv investierte.
Die Sportschau beschrieb die türkische Niederlage als deutlicher, als es der Verlauf nahelegte. Tatsächlich blieb das Team von Montella auch nach dem zweiten Gegentor bemüht, nach vorn zu spielen. Belgien aber verteidigte den Vorsprung und nutzte die eigenen Chancen besser.
In der 76. Minute stellte Lukaku auf 3:0. Damit war die Partie entschieden. Für Belgien passte das Ergebnis zu einem effizienten Auftritt, bei dem die individuelle Qualität von De Bruyne den Unterschied machte. Für die Türkei stand am Ende ein klares Resultat, das die eigene Leistung nur teilweise abbildete.
Blick auf die nächsten Aufgaben
Belgien reist am 5. Oktober zum Auswärtsspiel nach Frankreich. Anstoß ist um 20.45 Uhr. Die Türkei spielt zur gleichen Zeit in Italien. Für Montella bleibt die Situation angespannt, weil seine Mannschaft in der Nations League weiter auf den ersten Punkt wartet.
Belgien hat sich mit dem Sieg dagegen in eine bessere Position gebracht. Der Auftritt zeigte vor allem, welchen Einfluss De Bruyne auf enge Spielphasen nehmen kann. Seine beiden Tore entschieden eine Begegnung, in der die Türkei lange konkurrenzfähig war, vor dem Tor aber nicht die nötige Konsequenz zeigte.