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Sport · DFB-Frauen

Bühl führt DFB-Frauen zum Testspielsieg gegen Japan

Deutschland schlägt Japan in Bremen 2:1. Klara Bühl bereitet den Ausgleich vor und erzielt den Siegtreffer gegen den Asienmeister.

Presseonline-Redaktion · · 3 Min. Lesezeit

Symbolbild: Eine Fußballspielerin schießt in einem beleuchteten Stadion auf das Tor.
Symbolbild: Eine Fußballspielerin schießt in einem beleuchteten Stadion auf das Tor. KI-generiert

Klara Bühl hat die deutschen Fußballerinnen in Bremen zu einem 2:1 gegen Japan geführt. Die 25 Jahre alte Spielerin des FC Bayern bereitete im Testspiel gegen den Asienmeister zunächst den Ausgleich vor und erzielte in der 73. Minute selbst den entscheidenden Treffer. Deutschland drehte damit einen frühen Rückstand und bestätigte nach dem 4:2 gegen Australien den Aufwärtstrend in der Vorbereitung auf die WM im kommenden Sommer in Brasilien.

Früher Rückstand, starke Antwort

Japan ging im Weserstadion nach einer Viertelstunde in Führung. Momoko Tanikawa, wie Bühl und Linda Dallmann beim FC Bayern München unter Vertrag, traf zum 0:1. Die deutsche Mannschaft brauchte danach nicht lange, um zurückzukommen. Dallmann erzielte in der 28. Minute das 1:1, Bühl war an diesem Treffer beteiligt.

Nach der Pause blieb die Auswahl von Bundestrainer Christian Wück aktiv und suchte immer wieder spielerische Lösungen. Bühl setzte in der Schlussphase den entscheidenden Akzent. Ihr Tor mit dem linken Fuß brachte Deutschland den zweiten Sieg innerhalb weniger Tage. Der Erfolg gegen den Fünften der Weltrangliste fiel nach Darstellung der dpa verdient aus, weil die DFB-Auswahl mehr Durchschlagskraft und Selbstvertrauen zeigte.

Bühl stand dabei sinnbildlich für den Auftritt des Teams. Sie suchte Eins-gegen-eins-Situationen, brachte Tempo über den Flügel und sorgte mit technischen Aktionen für Gefahr. Auch eine Szene an der Eckfahne, in der sie eine Gegenspielerin mit einem Beinschuss ausspielte, passte zum mutigen Auftreten der deutschen Mannschaft.

Wück lobt Bühls Vielseitigkeit

Bundestrainer Wück hob nach dem Spiel besonders Bühls Beidfüßigkeit hervor. Laut dem vom Tagesspiegel veröffentlichten dpa-Bericht sagte er, er kenne keinen männlichen Fußballer, der in dieser Hinsicht mit ihr vergleichbar sei. Außerdem verwies er auf ihre Schnelligkeit, ihre Arbeit gegen den Ball und ihre Zweikampfstärke.

Auch aus dem Team erhielt Bühl viel Anerkennung. Sjoeke Nüsken betonte, wie wichtig die Münchnerin für die Nationalmannschaft sei. Bühl selbst blieb trotz ihres entscheidenden Beitrags zurückhaltend. Sie bewertete ihre eigene Leistung nicht als perfekt und verwies darauf, dass sie weitere Möglichkeiten ausgelassen habe. In ihrem 80. Länderspiel erzielte sie ihr 31. Tor.

Dallmann, die ebenfalls zu den auffälligen deutschen Spielerinnen gehörte, lobte die Energie der Mannschaft. Sie hob vor allem die Dynamik der jüngeren Spielerinnen hervor. Das Team wirkte über weite Strecken spielfreudig und fand nach dem Rückstand zunehmend Kontrolle.

Reifer Auftritt nach Australien-Sieg

Jule Brand sah gegenüber dem jüngsten Erfolg gegen Australien eine weitere Steigerung. Die Mannschaft habe besser kombiniert, ruhiger agiert und insgesamt abgeklärter gespielt. Damit knüpfte Deutschland an die Leistung vom Freitag in Karlsruhe an, als die DFB-Auswahl Australien 4:2 besiegt hatte.

Bühl beurteilte die Gesamtleistung dennoch streng. Sie sah ein gutes Fundament, aber auch weiteres Entwicklungspotenzial. Diese Einschätzung passt zur Phase der deutschen Mannschaft: Nach schwierigen Turnierjahren sucht das Team Stabilität, Tempo und eine klare Spielidee. Gegen Japan gelang ein Auftritt, der Selbstvertrauen geben dürfte.

Blick auf die WM in Brasilien

Die Weltmeisterschaft im kommenden Sommer bleibt der zentrale Orientierungspunkt. Japan zählt als Asienmeister und als Nummer fünf der Weltrangliste zu den anspruchsvollen Testgegnern. Ein Sieg gegen ein solches Team ist deshalb mehr als nur ein gelungenes Ergebnis.

Brand formulierte nach der Partie große Ziele und verwies auf die Qualität im Kader. Die deutsche Mannschaft tritt derzeit mit mehreren formstarken Spielerinnen auf, zugleich zeigt Wück, dass er auf Intensität und technische Lösungen setzt. Der Sieg in Bremen liefert dafür ein klares Signal: Die DFB-Frauen sind offensiv variabel, reagieren auf Rückschläge und haben mit Bühl eine Spielerin, die enge Spiele entscheiden kann.