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Stündlich aktualisiert

Politik · Krieg in Gaza

Weitere Tote nach israelischen Luftangriffen in Gaza

Im Gazastreifen sind erneut Menschen bei israelischen Angriffen getötet worden. Rettungskräfte melden Tote und Verletzte in Gaza-Stadt, ein Patriarch trauert um getötete Frauen.

Presseonline-Redaktion · · 2 Min. Lesezeit

Symbolbild: Rauch über einem dicht bebauten Stadtviertel steht für die anhaltenden Angriffe im Gazastreifen.
Symbolbild: Rauch über einem dicht bebauten Stadtviertel steht für die anhaltenden Angriffe im Gazastreifen. KI-generiert

Die israelischen Luftangriffe im Gazastreifen gehen weiter. Bei einer Attacke in Gaza-Stadt starben nach Angaben palästinensischer Rettungskräfte mindestens fünf Menschen, weitere wurden verletzt. Zugleich beklagte der Lateinische Patriarch in Jerusalem den Tod palästinensischer Frauen, die am Freitag getötet wurden. Die Angriffe dauern an, obwohl eine Waffenstillstandsvereinbarung gilt.

Angriff auf Wohnung in Gaza-Stadt

Nach Angaben palästinensischer Rettungskräfte traf ein israelischer Luftangriff eine Wohnung in einem Gebäude im Westen von Gaza-Stadt. Wie der Tagesspiegel unter Berufung auf dpa berichtet, wurden mindestens fünf Menschen getötet. Medizinische Stellen im Schifa-Krankenhaus meldeten zudem mindestens fünf Verletzte, einige von ihnen schwer.

Rettungsteams suchten in den Trümmern weiter nach Menschen. Damit blieb zunächst offen, ob die Zahl der Opfer noch steigt. Die israelische Armee äußerte sich dem Bericht zufolge zunächst nicht öffentlich zu dem Vorfall.

Der israelische Militärkorrespondent Itay Blumental vom Sender Kan schrieb auf der Plattform X, der Angriff habe einem hochrangigen Mitglied der Hamas gegolten. Genannt wurde Ali al-Omari. Er soll als wichtiger Anwärter für eine geplante geheime Wahl an der Spitze der Hamas im Gazastreifen gelten. Ob er den Angriff überlebte, blieb unklar.

Patriarch bekundet Trauer

Auch der Tod palästinensischer Frauen sorgt für Reaktionen. Der Deutschlandfunk berichtete, der Lateinische Patriarch in Jerusalem habe die getöteten Frauen betrauert und ihren Angehörigen kondoliert. Er sprach demnach von „tiefer Trauer und Schmerz“.

Die Frauen waren am Freitag getötet worden. Israel führt im Gazastreifen weiterhin Militärschläge aus, obwohl eine Waffenstillstandsvereinbarung in Kraft ist. Die jüngsten Meldungen zeigen, dass der Konflikt trotz dieser Vereinbarung nicht zur Ruhe kommt.

Der Patriarch ist eine der wichtigsten katholischen Stimmen in Jerusalem. Seine Reaktion richtet den Blick auf die zivilen Opfer der anhaltenden Gewalt. Zugleich steht der neue Angriff in Gaza-Stadt für die fortgesetzten militärischen Operationen, die Israel mit dem Vorgehen gegen die Hamas begründet.

Waffenstillstand unter Druck

Die Berichte über Tote und Verletzte fallen in eine Phase, in der die Waffenruhe immer wieder durch Angriffe belastet wird. Für die Menschen im Gazastreifen bedeutet dies weiter Unsicherheit, auch in dicht besiedelten Gebieten wie Gaza-Stadt. Der Angriff auf eine Wohnung zeigt zudem, dass sich militärische Ziele und zivile Umgebung in dem Gebiet eng überschneiden.

Israel hatte seine Militäroffensive nach den Terrorangriffen der Hamas vom 7. Oktober 2023 begonnen. Seitdem hat der Krieg im Gazastreifen eine sehr hohe Zahl an Toten gefordert. Schätzungen reichen nach den Angaben im Deutschlandfunk von mindestens 71.000 bis zu mehr als 100.000 Todesopfern.

Die neuen Angriffe verschärfen die Lage erneut. Während palästinensische Stellen weitere Opfer melden, bleibt die politische und militärische Situation im Gazastreifen angespannt. Eine öffentliche Stellungnahme der israelischen Armee zu dem gemeldeten Angriff in Gaza-Stadt lag zunächst nicht vor.