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Politik · Sicherheitspolitik

USA ziehen Bomber aus Fairford nach Terrorverdacht ab

Die USA haben ihre Langstreckenbomber vom britischen Stützpunkt RAF Fairford abgezogen. Zuvor gab es Festnahmen wegen mutmaßlicher Anschlagspläne.

Presseonline-Redaktion · · 2 Min. Lesezeit

Symbolbild: Ein militärischer Flugplatz steht nach Sicherheitsbedenken im Fokus.
Symbolbild: Ein militärischer Flugplatz steht nach Sicherheitsbedenken im Fokus. KI-generiert

Die USA haben sämtliche Langstreckenbomber vom britischen Luftwaffenstützpunkt RAF Fairford zurück in die Vereinigten Staaten verlegt. Das Pentagon begründet den Schritt mit Sicherheitsfragen, nachdem britische Behörden wegen eines möglichen Anschlags auf den Stützpunkt ermitteln. Nach Angaben, die tagesschau.de aus dem US-Verteidigungsministerium wiedergibt, geht es um zwölf B-1-Bomber.

Pentagon bestätigt Verlegung

RAF Fairford in Gloucestershire ist ein wichtiger Standort für US-Luftwaffenoperationen in Europa. Die nun abgezogenen Maschinen waren dort stationiert, während die Lage im Nahen Osten angespannt blieb. Ein Vertreter des Pentagon erklärte, die Flugzeuge seien wieder auf ihren jeweiligen Basen in den USA. Zuvor habe das Ministerium Bewegungen von Personal und Gerät aus Gründen der Einsatzsicherheit nicht laufend öffentlich kommentiert.

Der Deutschlandfunk berichtete unter Verweis auf die Nachrichtenagentur AP, Beobachter am britischen Militärflugplatz hätten bereits zahlreiche Starts registriert. Die Verlegung erfolgte demnach nach einer Phase erhöhter Aufmerksamkeit rund um die Sicherheit des Stützpunkts.

Die britische Regierung hatte den USA erlaubt, von Fairford aus Bomber einzusetzen. Laut tagesschau.de betraf dies Angriffe auf iranische Raketenstellungen, von denen Attacken auf Schiffe in der Straße von Hormus ausgegangen sein sollen. Der Deutschlandfunk formulierte, die USA hätten die in Fairford stationierten Langstreckenbomber zuletzt für Luftangriffe gegen den Iran genutzt.

Festnahmen in Großbritannien

Auslöser der verschärften Sicherheitslage sind Ermittlungen britischer Behörden wegen mutmaßlicher Terrorpläne. In London wurde am Donnerstag ein britisch-iranischer Staatsbürger festgenommen. Gegen ihn bestand der Verdacht, einen Anschlag vorbereitet zu haben.

Bereits einige Tage zuvor hatte es einen weiteren Vorfall nahe RAF Fairford gegeben. Dabei nahmen die Behörden fünf Männer fest. Auch sie standen im Verdacht, mit möglichen Anschlagsplänen in Verbindung zu stehen. Alle sechs Verdächtigen befinden sich inzwischen wieder auf freiem Fuß.

Britische Ermittlerinnen und Ermittler prüfen Hinweise auf Bezüge zum Iran. Teheran bestreitet eine Beteiligung. Die New York Times berichtete nach Angaben von tagesschau.de unter Berufung auf zwei US-Beamte, neue Drohungen gegen den Stützpunkt hätten den Abzug ausgelöst. Demnach ging es um Hinweise auf einen möglichen, von Iran unterstützten Angriff. Das Pentagon äußerte sich dazu nicht weiter.

Stützpunkt mit strategischer Bedeutung

RAF Fairford wird seit Jahren von den USA für die Verlegung schwerer Bomber genutzt. Der Standort erlaubt Einsätze über große Distanzen und ist deshalb in Krisenlagen von besonderer Bedeutung. Die Stationierung von B-1-Bombern unterstreicht die Rolle des Platzes für amerikanische Militärplanung in Europa und darüber hinaus.

Der Abzug fällt in eine Phase, in der westliche Staaten ihre Sicherheitsvorkehrungen an militärischen Einrichtungen verschärft im Blick haben. Für Großbritannien ist der Fall auch innenpolitisch sensibel, weil die Ermittlungen sowohl Terrorverdacht als auch mögliche ausländische Verbindungen berühren. Für die USA kommt hinzu, dass Fairford in der jüngsten Eskalation im Nahen Osten eine operative Rolle spielte.

Der Schritt Washingtons zeigt, wie schnell militärische Planung auf Sicherheitswarnungen reagieren kann. Die Bomber sind nicht mehr in Fairford stationiert, die Ermittlungen in Großbritannien laufen weiter.