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Stündlich aktualisiert

Panorama · Volksfest in Thüringen

Weimar feiert drei Tage Zwiebelmarkt

In Weimar beginnt am Freitag der 373. Zwiebelmarkt. Bis Sonntag füllen Stände, Bühnen und Stadtlauf die Innenstadt; 2025 kamen rund 250.000 Gäste.

Presseonline-Redaktion · · 3 Min. Lesezeit

Symbolbild: Ein herbstlicher Markt in einer historischen Innenstadt erinnert an den Weimarer Zwiebelmarkt.
Symbolbild: Ein herbstlicher Markt in einer historischen Innenstadt erinnert an den Weimarer Zwiebelmarkt. KI-generiert

Der Weimarer Zwiebelmarkt hat am Freitag begonnen und läuft bis Sonntag, 11. Oktober. In der Innenstadt erwartet die Stadt zahlreiche Gäste zu ihrem 373. Markt, mit rund 450 Ständen, acht Bühnen und den bekannten Zwiebelzöpfen aus Heldrungen. Der MDR berichtet, dass im vergangenen Jahr etwa 250.000 Menschen zu dem Volksfest kamen.

Marktstart mit Zwiebelkuchen

Offiziell eröffnet wird das Markttreiben am Freitag um 12 Uhr. Zwiebelmarktkönigin Roswitha I. und der Oberbürgermeister schneiden dafür den Zwiebelkuchen an. Schon vor dem Festbeginn waren die Heldrunger Zwiebelbauern auf dem Wochenmarkt in der Schillerstraße vertreten. Am Samstag starten sie dort und am Markt bereits um 6 Uhr mit dem Verkauf.

Im Zentrum des Festes stehen die rot-weißen Zwiebelzöpfe aus Heldrungen im Kyffhäuserkreis. Insgesamt sind 40 Zwiebelbauern aus dem Ort dabei. Daneben bieten Händlerinnen, Händler und Aussteller in der Altstadt Waren und Speisen an. Auf dem Markt, dem Theaterplatz, dem Goetheplatz und weiteren Spielorten gibt es Musik und Unterhaltung. Am Frauenplan ist ein Weinfest geplant, auf dem Herderplatz ein historischer Markt.

Am Sonntag wird das Fest mit einem verkaufsoffenen Sonntag verbunden. Geschäfte in der Innenstadt können dann von 12 bis 18 Uhr öffnen. Auf dem Goetheplatz und dem Theaterplatz läuft der Markt am Sonntag bis 23 Uhr, das Bühnenprogramm dort endet eine Stunde früher.

Programm für Kinder und Läufer

Auch der Kinderzwiebelmarkt gehört wieder zum Wochenende. Das Jugend- und Kulturzentrum mon ami richtet ihn von Freitag bis Sonntag aus. Geplant sind Auftritte mit Musik, Tanz, Puppenspiel, Zirkus, Zauberei und Mitmachangeboten. Der Eintritt ist frei.

Zum festen Rahmen gehört außerdem der Weimarer Stadtlauf. Er findet am Samstag zum 35. Mal statt und wird vom HSV Weimar organisiert. Die Strecke führt durch die Altstadt und den Park an der Ilm. Um 9.30 Uhr beginnen die Kinderläufe über 400 bis 2.000 Meter. Für Kinder wird keine Startgebühr erhoben.

Der Hauptlauf über 5,5 oder 11 Kilometer startet um 12.15 Uhr. Den Startschuss gibt Oberbürgermeister Peter Kleine. Kurz darauf beginnen die Staffelläufe über jeweils 5,5 Kilometer. Für die Hauptläufe ist die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf 1.800 begrenzt.

Anreise mit Bus und Bahn

Wegen des großen Andrangs setzt Weimar auf Busse, Bahnen und Park-and-ride. Nach Angaben des MDR sind zusätzliche Nachtverbindungen der Bahnunternehmen Abellio und Erfurter Bahn vorgesehen, unter anderem in Richtung Erfurt, Apolda, Jena und Kranichfeld. Die Stadtbusse fahren häufiger und länger in die Nacht hinein.

Die zentrale Haltestelle Goetheplatz wird während des Zwiebelmarktes nicht bedient. Als Ersatz dient die Haltestelle Coudraystraße, die nur wenige Meter entfernt liegt. Für Autofahrerinnen und Autofahrer ist die Innenstadt nur eingeschränkt erreichbar. Nahe Parkplätze dürften tagsüber und abends knapp sein. Auswärtige Gäste können den P+R-Platz an der Humboldtstraße nutzen. Von dort fährt ein Shuttlebus an den Rand der Innenstadt.

Behindertenparkplätze sind in der Ackerwand, in der Hummelstraße und in der Vorwerksgasse vorgesehen. Wer mit einem Caravan kommt, soll den Hermann-Brill-Platz ansteuern.

Altstadt bleibt für Autos gesperrt

Während des gesamten Zwiebelmarktes ist die historische Altstadt für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Private Stellplätze dürfen zwar genutzt werden, abgestellte Fahrzeuge können während des Festes aber nicht bewegt werden. Wer auf sein Auto angewiesen ist, muss es vor Beginn der Sperrungen außerhalb des Veranstaltungsbereichs abstellen.

Die Stadt nutzt dafür Sperren und Barrieren. Während der Veranstaltungszeiten bleiben sie geschlossen. Durchfahren dürfen nur Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste.

Der Zwiebelmarkt ist eng mit der Stadtgeschichte verbunden. Er wurde 1653 erstmals schriftlich erwähnt, damals als „Viehe- und Zippelmarckt“. Ursprünglich deckten sich Menschen aus Weimar und der Umgebung dort mit Zwiebeln und Gemüse für den Winter ein. Im 19. Jahrhundert wuchs der Markt zu einer größeren Attraktion heran. Seitdem ist aus dem Vorratsmarkt ein Volksfest geworden, das vor allem regional große Bedeutung hat.