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Stündlich aktualisiert

Panorama · Wiesn-Finale

Oktoberfest endet mit Andrang und schwerem Unfall

In München geht das Oktoberfest zu Ende. Ein Besucherrekord zeichnet sich ab, zugleich wurde ein Mitarbeiter an einer Schiffsschaukel schwer verletzt.

Presseonline-Redaktion · · 2 Min. Lesezeit

Symbolbild: Das Oktoberfest in München zieht zum Finale viele Besucherinnen und Besucher an.
Symbolbild: Das Oktoberfest in München zieht zum Finale viele Besucherinnen und Besucher an. KI-generiert

Das Oktoberfest in München endet mit außergewöhnlich großem Andrang. Für die 191. Wiesn zeichnet sich ein neuer Besucherhöchstwert ab. Zugleich überschattet ein schwerer Betriebsunfall an einer Schiffsschaukel auf der Oiden Wiesn den letzten Festtag: Ein 47 Jahre alter Mitarbeiter wurde nach Polizeiangaben schwerst verletzt und kam nach einer Reanimation ins Krankenhaus.

Andrang bis zum Schluss

Bereits zur Halbzeit lag die Wiesn deutlich über dem Niveau des bisherigen Rekordjahres. Der Deutschlandfunk nannte 3,8 Millionen Besucherinnen und Besucher nach der ersten Festhälfte. Das waren demnach 400.000 mehr als im vergleichbaren Zeitraum des Jahres 2023, das bislang als Rekordjahr galt.

Auch am letzten Wochenende blieb der Druck auf das Gelände hoch. Am Samstag mussten die Behörden die Theresienwiese zeitweise schließen, um eine Überfüllung zu verhindern. Am Sonntag wurden Besucherinnen und Besucher zeitweise gebeten, Seiteneingänge zu nutzen und sich nicht vor den Zelten zu stauen. Besonders vor den großen Festhallen bildeten sich dichte Menschenmengen, während andere Bereiche des Geländes weniger belastet waren.

Der letzte Wiesn-Tag folgt traditionell einem festen Ablauf. Am Mittag ist der Abschied mit Böllerschützen unterhalb der Bavaria vorgesehen. Am Abend endet das Fest in den Zelten mit dem Kehraus. Dann gehen die Lichter aus, Kapellen spielen ihre Schlusslieder, und für die Gäste endet nach gut zwei Wochen das größte Volksfest der Welt.

Mitarbeiter schwer verletzt

Der Unfall ereignete sich nach Polizeiangaben am Sonntag gegen 10.15 Uhr an einer Schiffsschaukel auf der Oiden Wiesn. Wie der Tagesspiegel unter Berufung auf dpa meldete, mussten Rettungskräfte den 47-jährigen Mitarbeiter noch vor Ort reanimieren. Danach wurde er in ein Krankenhaus gebracht.

Die Polizei teilte mit, für Fahrgäste habe zu keinem Zeitpunkt Gefahr bestanden. Der Betrieb an der Schiffsschaukel wurde eingestellt, das Fahrgeschäft wurde abgesperrt. Ein Kriseninterventionsteam betreute Zeuginnen und Zeugen des Vorfalls. Die Kriminalpolizei untersucht nun die Ursache des Unfalls.

Nach Angaben der Süddeutschen Zeitung soll die Schiffsschaukel zum Zeitpunkt des Vorfalls in Betrieb gewesen sein. Der verletzte Mitarbeiter habe sich demnach offenbar in einem abgesperrten Bereich aufgehalten, in dem er nicht hätte sein sollen. Diese Angaben wurden mit Verweis auf Polizeisprecher Thomas Schelshorn berichtet.

Zweiter schwerer Vorfall

Der Unfall ist bereits der zweite gravierende Zwischenfall an einem Fahrgeschäft während dieser Wiesn. Am 21. September war ein Mensch bei einem Unfall an einem Freefall-Tower ums Leben gekommen. Nun kommt am Schlusstag der schwere Unfall an der Schiffsschaukel hinzu.

Für die Festleitung und die Sicherheitsbehörden fällt das Finale damit in eine angespannte Mischung aus Besucheransturm und Unfallermittlungen. Das Oktoberfest zieht jedes Jahr Millionen Menschen aus dem In- und Ausland nach München. Wenn sich der Trend der ersten Festhälfte bis zum Ende bestätigt, dürfte die diesjährige Ausgabe den bisherigen Besucherrekord übertreffen.

Neben dem Geschehen auf der Theresienwiese verzeichnete auch die Wirtshauswiesn in der Stadt hohe Zahlen. Die teilnehmenden Gasthäuser kamen in diesem Jahr auf 1,65 Millionen Gäste. Ausgeschenkt wurden dort 2,35 Millionen Bier, gerechnet in Halben. Die Zahlen zeigen, dass der Wiesn-Andrang nicht nur das Festgelände selbst erfasste, sondern auch die Angebote in der Stadt stark prägte.