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Stündlich aktualisiert

Panorama · Luftverkehr in Nürnberg

Flughafen Nürnberg nach Luftnotlage-Verdacht gesperrt

Die Polizei hat den Flughafen Nürnberg abgeriegelt. Zuvor wurde ein Flug aus Korfu von Eurofightern begleitet; am Morgen gab es bereits eine mögliche Drohnenmeldung.

Presseonline-Redaktion · · 2 Min. Lesezeit

Symbolbild: Ein abgesperrter Flughafenbereich steht für den Polizeieinsatz in Nürnberg.
Symbolbild: Ein abgesperrter Flughafenbereich steht für den Polizeieinsatz in Nürnberg. KI-generiert

Der Flughafen Nürnberg ist zur Mittagszeit wegen des Verdachts auf eine Luftnotlage abgeriegelt worden. Die Polizei sperrte das Gelände, der Flugbetrieb wurde nach Angaben des Tagesspiegels eingestellt. Kurz darauf landete eine Maschine aus Korfu sicher in Nürnberg. Kampfjets vom Typ Eurofighter hatten den Flug vor der Landung begleitet.

Polizei prüft Verdacht auf Luftnotlage

Ein Polizeisprecher sagte laut Handelsblatt, man gehe von einer „mutmaßlichen Luftnotlage“ aus; bestätigt sei das noch nicht. Zur Zahl der eingesetzten Kräfte gab es zunächst keine Angabe. Die Ermittlungen zur Ursache liefen an.

Der Einsatz begann kurz vor der geplanten Ankunft des Fliegers von der griechischen Insel Korfu. Die FAZ berichtete, die Maschine habe gegen 12.15 Uhr in Nürnberg landen sollen. Ein Sprecher des Flughafens bestätigte anschließend, dass das Flugzeug sicher aufgesetzt habe.

Nach dpa-Informationen war vor der Landung ein Notfallcode übermittelt worden. Weitere Angaben zu Art und Auslöser dieses Codes wurden nicht gemacht. Die Eurofighter, die die Maschine begleiteten, waren nach Angaben des Flughafens anschließend nicht mehr im Einsatz an dem Flugzeug.

Eurofighter über dem Anflug

Der Einsatz von Eurofightern deutet auf eine Lage hin, die von den zuständigen Stellen im Luftverkehr ernst genommen wurde. Solche Begleitflüge dienen dazu, ein Luftfahrzeug zu identifizieren, Kontakt herzustellen oder dessen Flugweg zu überwachen. Im konkreten Fall blieb es bei der Begleitung bis zur sicheren Landung in Nürnberg.

Für Passagiere und Beschäftigte am Airport bedeutete die Abriegelung zunächst einen Stillstand. Starts und Landungen wurden gestoppt, während Polizei und Flughafen die Lage bewerteten. Der Airport ist für Nürnberg und die Region ein wichtiger Verkehrsknoten, sodass schon kurze Sperrungen Auswirkungen auf den Flugplan haben können.

Mögliche Drohne am Morgen

Bereits am frühen Morgen hatte es am Nürnberger Flughafen einen weiteren Vorfall gegeben. Drei Piloten meldeten unabhängig voneinander ein Objekt, das während Start- oder Landevorgängen in Flughafennähe gesehen worden sein soll. Nach Angaben der Polizei kam als Erklärung eine Drohne in Betracht.

Die Grenzpolizeiinspektion am Flughafen leitete gemeinsam mit dem Airport und der Deutschen Flugsicherung Such- und Detektionsmaßnahmen ein. Auch ein Polizeihubschrauber wurde eingesetzt. Eine Drohne wurde dabei nicht gefunden.

Der frühere Einsatz führte dennoch zu Einschränkungen im Flugplan. Sechs Verbindungen verspäteten sich demnach: zwei ankommende und vier abfliegende Flüge. Zwei Maschinen mit Ziel Nürnberg wichen vorsorglich nach Köln beziehungsweise Prag aus. Später konnten sie ihre Reise nach Nürnberg fortsetzen.

Zusammenhang unklar

Die mögliche Drohnensichtung und der spätere Verdacht auf eine Luftnotlage fielen auf denselben Tag. Ein gesicherter Zusammenhang zwischen beiden Vorgängen wurde zunächst nicht benannt. Fest steht: Am Flughafen Nürnberg kam es binnen weniger Stunden zu zwei sicherheitsrelevanten Einsätzen, die den Betrieb deutlich beeinträchtigten.

Drohnenmeldungen im Umfeld von Flughäfen führen regelmäßig zu vorsorglichen Maßnahmen, weil sie Starts und Landungen gefährden können. Auch unbestätigte Hinweise müssen geprüft werden, bevor der Verkehr wieder normal laufen kann. In Nürnberg konzentrierten sich Polizei, Flughafen und Flugsicherung zunächst darauf, den Betrieb abzusichern und die Ursache des Mittagseinsatzes zu klären.