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Stündlich aktualisiert

Panorama · Unwetter in Griechenland

Deutsche Touristin stirbt bei Blitzschlag auf Rhodos

Eine 58-jährige Urlauberin aus Deutschland ist nahe Lindos auf Rhodos von einem Blitz tödlich getroffen worden. Ihr Ehemann wurde leicht verletzt, während schwere Unwetter die Ägäis erfassen.

Presseonline-Redaktion · · 2 Min. Lesezeit

Symbolbild: Ein Gewitter zieht über einen leeren Strand auf einer griechischen Insel.
Symbolbild: Ein Gewitter zieht über einen leeren Strand auf einer griechischen Insel. KI-generiert

Eine deutsche Urlauberin ist auf Rhodos bei einem Blitzschlag ums Leben gekommen. Die 58-Jährige war mit ihrem Ehemann nahe Lindos im Süden der Insel unterwegs, nachdem beide zuvor im Meer gewesen waren. Der Mann erlitt leichte Verletzungen. Der Tagesspiegel berichtete unter Verweis auf griechische Medien und die Polizei, dass das Unglück in eine schwere Unwetterlage in der Ägäis fällt.

Blitz trifft Frau nach dem Baden

Das Ehepaar verbrachte seinen Urlaub auf Rhodos. Nach dem Baden gingen beide am Strand entlang, als der Blitz einschlug. Die Frau brach zusammen und verlor das Bewusstsein. Das lokale Nachrichtenportal Rodiaki.gr berichtete, Rettungskräfte hätten bei ihrem Eintreffen keinen Puls mehr festgestellt.

Der Vorfall ereignete sich während heftiger Gewitter, die mehrere griechische Inseln betrafen. Neben Rhodos waren besonders Kreta und weitere Inseln der Ägäis von Starkregen, Sturm und Überschwemmungen betroffen. Der griechische Wetterdienst EMY rechnete weiter mit Gewittern und kräftigen Niederschlägen bis Sonntag.

Ein Meteorologe warnte im griechischen Rundfunk: „Die Gefahr ist nicht vorbei.“ Die Behörden sahen vor allem dort Risiken, wo die Böden bereits stark durchnässt waren. Dadurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit weiterer Überflutungen und Erdrutsche.

Kreta meldet schwere Schäden

Auf Kreta kam ein weiterer Mensch ums Leben. Nach Angaben der örtlichen Feuerwehr wurde ein Hirte im gebirgigen Hinterland von Wassermassen mitgerissen und ertrank. n-tv berichtete, dass es sich um einen 79-Jährigen handelte.

Besonders betroffen war die Region um Rethymno. Dort fielen nach Angaben des Wetterdienstes binnen 24 Stunden rund 500 Liter Regen pro Quadratmeter. Die Wassermassen richteten erhebliche Schäden an. An Küstenabschnitten wurden Fahrzeuge ins Meer gespült, außerdem wurden Straßen und Brücken beschädigt oder zerstört.

Auch der Verkehr zwischen den Inseln war beeinträchtigt. Wegen kräftiger Winde blieben am Freitag viele Fähren in den Häfen. In der Ägäis erreichten Böen örtlich 100 Kilometer pro Stunde. Auf Kreta galt weiter erhöhte Alarmbereitschaft, weil zusätzlicher Starkregen erwartet wurde.

Warnungen für weitere Inseln

Das griechische Zivilschutzministerium warnte für Samstag erneut vor Unwettern auf Rhodos und weiteren Inseln der Dodekanes-Gruppe. Für Kreta sagten die Vorhersagen anhaltenden Regen bis Sonntag voraus. Dort sollte nach einem Bericht des Fernsehsenders ERT in wenigen Tagen eine Niederschlagsmenge zusammenkommen, die in Athen gewöhnlich über einen Zeitraum von zwei Jahren fällt.

Die aktuelle Wetterlage trifft Griechenland in einer Phase, in der Herbststürme über dem östlichen Mittelmeer immer wieder sehr große Regenmengen bringen können. Besonders gefährlich sind solche Lagen an Küsten, in Schluchten und in bergigem Gelände, weil Wasser dort schnell zusammenläuft. Auf Inseln können zudem Sturmböen den Fährverkehr einschränken und Rettungswege erschweren.

Für Reisende bedeutet die Lage, Warnungen der Behörden ernst zu nehmen und Strände, offene Flächen sowie erhöhte Punkte bei Gewitter zu meiden. Der tödliche Blitzschlag auf Rhodos zeigt, wie schnell ein Gewitter an einem Urlaubsort lebensgefährlich werden kann.