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Stündlich aktualisiert

Lebensmittel · Lebensmittelhandel

Energiepreise erhöhen Druck vor dem Feiertag

Steigende Energiepreise treffen private Budgets, zugleich schränkt der Feiertag den Einkauf ein. In Berlin öffnen am 3. Oktober nur ausgewählte Supermärkte an Bahnhöfen und am Flughafen.

Presseonline-Redaktion · · 3 Min. Lesezeit

Symbolbild: Steigende Energiepreise und eingeschränkte Öffnungszeiten beeinflussen den Alltag beim Lebensmitteleinkauf.
Symbolbild: Steigende Energiepreise und eingeschränkte Öffnungszeiten beeinflussen den Alltag beim Lebensmitteleinkauf. KI-generiert

Steigende Energiepreise und der Feiertag am Samstag verändern die Lage für viele Einkaufende. Das Vergleichsportal Verivox rechnet bei Gas mit deutlichen Erhöhungen, auch Strom ist bereits teurer geworden. Zugleich bleiben am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, die meisten Geschäfte geschlossen. In Berlin können Kundinnen und Kunden Lebensmittel vor allem in Märkten an großen Bahnhöfen und am Flughafen kaufen.

Verivox erwartet höhere Gasrechnungen

Wie der MDR berichtet, sieht Verivox wegen des Iran-Kriegs einen starken Preisdruck bei Energie. Das Portal hält beim Gas Erhöhungen von bis zu 20 Prozent für möglich. Betroffen sind zunächst besonders neue Tarife, doch auch bestehende Verträge könnten in den kommenden Monaten teurer werden.

Verivox nennt für Gas aktuell 12,5 Cent je Kilowattstunde. Vor Beginn des Kriegs habe der Wert noch bei 8,5 Cent gelegen. Für einen Haushalt in einem Einfamilienhaus, der derzeit rund 2.000 Euro im Jahr zahlt, nennt das Portal mögliche Mehrkosten von etwa 400 Euro. Damit würden Energieausgaben erneut spürbar in die Haushaltskassen eingreifen.

Auch beim Strom verweist Verivox auf gestiegene Preise. Nach Angaben des Energieexperten Lundquist Neubauer lagen die Kosten im März noch bei rund 26 Cent je Kilowattstunde. Inzwischen seien es etwa 31 Cent. Das entspricht einem Anstieg um rund ein Fünftel. Für Stromkundinnen und Stromkunden erwartet Verivox ebenfalls zusätzliche Belastungen im dreistelligen Bereich.

Kein Engpass erwartet

Als Grund für die Entwicklung nennt Verivox neben dem Krieg auch die niedrigeren Gasreserven im Vergleich zum Vorjahr. Knappere Vorräte wirken sich auf die Börsenpreise aus. Trotzdem geht das Portal nicht von einer akuten Mangellage bei Gas aus.

Verivox verweist zudem auf weiterhin vorhandenen Wettbewerb zwischen Anbietern. Verbraucherinnen und Verbraucher sollten demnach ihre Verträge prüfen und Tarife vergleichen. Das Portal erwartet, dass viele Versorger im Herbst Preiserhöhungen ankündigen. Wer wechseln will, soll nach Einschätzung von Verivox nicht erst auf solche Schreiben warten.

Für den Lebensmitteleinkauf ist diese Entwicklung vor allem im Alltag der Kundschaft relevant. Wenn Strom und Gas teurer werden, bleibt in vielen Haushalten weniger Spielraum für andere Ausgaben. Der Preisdruck bei Energie fällt damit in eine Phase, in der viele Verbraucherinnen und Verbraucher ohnehin stärker auf Preise achten.

Berliner Märkte mit Sonderöffnung

Zusätzlich zum Kostendruck kommt an diesem Wochenende die eingeschränkte Verfügbarkeit im Handel. Der Tag der Deutschen Einheit fällt in diesem Jahr auf einen Samstag. Wer sonst an diesem Tag den Wocheneinkauf erledigt, muss in Berlin auf geöffnete Ausnahmen ausweichen.

Der Tagesspiegel verweist auf die Sonderregeln des Berliner Ladenöffnungsgesetzes. Sie ermöglichen Verkäufe unter anderem an großen Bahnhöfen. Geöffnet sind demnach Märkte am Ostbahnhof, am Hauptbahnhof, am Bahnhof Lichtenberg, am Südkreuz, an der Friedrichstraße, am Bahnhof Zoo, am Bahnhof Gesundbrunnen, am Ostkreuz und am Potsdamer Platz. Auch am Flughafen BER gibt es eine rund um die Uhr geöffnete Einkaufsmöglichkeit.

Die Öffnungszeiten unterscheiden sich je nach Standort. Viele der genannten Märkte öffnen von morgens bis 22 Uhr, einige schließen früher oder später. Für den regulären Handel bleibt der Feiertag dagegen ein Schließtag.

Einordnung

Die beiden Entwicklungen zeigen unterschiedliche Seiten des aktuellen Preisdrucks rund um den Lebensmittelalltag. Energie verteuert sich laut Verivox vor allem durch höhere Beschaffungskosten und geopolitische Risiken. Gleichzeitig schränkt der Feiertag kurzfristig die Einkaufsmöglichkeiten ein. Für Kundinnen und Kunden bedeutet das: Preise und Verfügbarkeit bleiben zentrale Faktoren bei der Planung des Wocheneinkaufs.