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Kultur · ARD-Serie

Fran Drescher spielt in zweiter „Zweiflers“-Staffel

US-Star Fran Drescher stößt zur ARD-Serie „Die Zweiflers“. Die neuen Folgen über die Frankfurter Familie starten am 15. Januar in der ARD-Mediathek.

Presseonline-Redaktion · · 3 Min. Lesezeit

Symbolbild: Ein Filmset vor einer Frankfurter Stadtkulisse steht für den prominenten Neuzugang bei der ARD-Serie.
Symbolbild: Ein Filmset vor einer Frankfurter Stadtkulisse steht für den prominenten Neuzugang bei der ARD-Serie. KI-generiert

US-Schauspielerin Fran Drescher übernimmt in der zweiten Staffel der ARD-Serie „Die Zweiflers“ eine wichtige Rolle. Die neuen sechs Folgen mit jeweils 45 Minuten sollen am 15. Januar in der ARD-Mediathek starten. Die Serie erzählt weiter von einer jüdischen Familie in Frankfurt am Main und setzt damit nach einer vielfach ausgezeichneten ersten Staffel fort.

Drescher erweitert das Ensemble

Drescher ist vor allem durch die Sitcom „Die Nanny“ bekannt, die sie in den 1990er Jahren international berühmt machte. In der Serie spielte sie Fran Fine aus dem New Yorker Stadtteil Queens, die nach einem Zufall als Kindermädchen in einem wohlhabenden Haushalt in Manhattan landet. Die Figur lebte stark von Dreschers komödiantischem Timing, ihrem auffälligen Auftreten und einem jüdisch geprägten Humor.

Für „Die Zweiflers“ ist der Auftritt der heute 69-Jährigen eine prominente Erweiterung des Ensembles. Wieder mit dabei sind unter anderem Sunnyi Melles, Mark Ivanir, Aaron Altaras und Saffron Marni Coomber. Der Tagesspiegel berichtete unter Berufung auf dpa, Drescher werde in den neuen Folgen nicht nur einen kurzen Gastmoment haben, sondern eine tragende Figur übernehmen.

Die Verbindung zwischen Drescher und dem Stoff liegt auch in der internationalen Anlage der Serie. Serienschöpfer David Hadda erklärte bei der ARD-Programmpräsentation „ARD Serien Spotlight 2026/27“ in Berlin, man habe nach einer Besetzung gesucht, die zur Ausrichtung der Serie passe. Laut dpa beschrieb er Frankfurt dabei sinngemäß als eine Art „Deutschlands New York“ und sah Drescher als jüdische New Yorker Ikone passend für die Welt der Serie.

Neue Krisen für die Familie

Inhaltlich bleibt „Die Zweiflers“ bei der Frankfurter Familie und ihrem Umfeld. In der zweiten Staffel stehen mehrere Konflikte im Mittelpunkt. Das Deli der Familie gerät durch ein Insolvenzverfahren in eine bedrohliche Lage. Gleichzeitig verschwinden die Großeltern. Hinzu kommt ein ungeklärtes Verbrechen aus den 1950er Jahren, das die Handlung zusätzlich prägt.

Die Serie verbindet damit erneut Familiengeschichte, Gegenwartskonflikte und Fragen nach jüdischem Leben in Deutschland. Frankfurt ist dabei nicht nur Kulisse, sondern zentraler Ort der Erzählung. Die Stadt steht für das Geschäft der Familie, für soziale Gegensätze und für die Geschichte, die in den neuen Folgen stärker in die Vergangenheit zurückreicht.

Erfolgreicher Start 2024

Die erste Staffel von „Die Zweiflers“ lief 2024 und wurde anschließend mehrfach ausgezeichnet. Preise gab es unter anderem beim Cannes International Series Festival, beim Deutschen Fernsehpreis und beim Grimme-Preis. Diese Resonanz erhöhte die Aufmerksamkeit für die Fortsetzung deutlich.

Der Einstieg von Fran Drescher setzt nun einen zusätzlichen Akzent. Für das deutsche Fernsehen ist die Verpflichtung eines international bekannten Sitcom-Stars ungewöhnlich, zugleich passt sie zum Ton der Serie, die zwischen Familienkomödie, Drama und gesellschaftlicher Beobachtung pendelt. Dreschers Bekanntheit dürfte auch Zuschauerinnen und Zuschauer ansprechen, die „Die Nanny“ aus dem Fernsehen kennen.

Von Queens nach Frankfurt

Dreschers bekannteste Rolle war stark mit New York verknüpft. „Die Nanny“ lebte vom Gegensatz zwischen der offenherzigen Frau aus Queens und dem eleganten, britisch geprägten Haushalt, in den sie geriet. Dieser kulturelle Kontrast machte die Figur Fran Fine für ein weltweites Publikum wiedererkennbar.

„Die Zweiflers“ nutzt nun ein anderes Umfeld, arbeitet aber ebenfalls mit Herkunft, Identität und Familienbildern. Der Wechsel einer US-amerikanischen Serienikone in eine deutsche Produktion unterstreicht den Anspruch der ARD-Serie, lokale Geschichten mit internationaler Besetzung zu erzählen. Für die zweite Staffel ist Dreschers Auftritt damit der auffälligste neue Faktor.